NÖ Wirtschaftspressedienst Nr. 1.014 vom 10.4.2009

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Diesmal aus Müllers Büro:
o NÖ Schuhmacher erleben jetzt eine Renaissance
o Prager Schulklassen im Anflug auf NÖ Landesausstellung
o Das kühler gewordene Wetter ist auch in NÖ angekommen
o Krems und Grapevine feiern ihre Städtepartnerschaft
o Magna Racino-Pferde wollen zu neuem Erfolg galoppieren
o Weniger Güterschiffe auf der Wasserstraße Donau
o Neu: Erste Arztpraxis auf den Rädern eines Lkw
o Sollenauer Seifensieder liefert Kraftstoff für Biodiesel
o Gute Erträge mit den Vitaminen vor der Haustür
o Maschinenbauer punktet auf größter Fachmesse Chinas
o NÖM-Produkte werben intensiv um Käufer
o Tullner Glimmstengel sind eine besondere Eigenmarke
o NÖ Samenzuchtbetrieb schützt wertvolle Gemüsesorten
o Candyport beliefert sogar den Osterhasen
o NÖ Tonkünstler spielen auch wirtschaftliche Erfolgstöne
o Audio-Thema: Wasser aus NÖ stillt den Durst auf Wiener Radwegen. Gratis-Trinkflasche auch für blau-gelbe Radfans. Das dieswöchige Audio-Thema von Business Radio Service (BRS) Niederösterreich hören Sie unter:
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NÖ Schuhmacher erleben jetzt eine Renaissance
Sparsame Zeiten rücken einen Beruf, um den es still geworden ist, wieder vor den Vorhang. Nach Jahren mit nur mäßig gefüllten Auftragsbüchern haben Niederösterreichs Schuhmacher derzeit vor allem mit Reparaturarbeiten alle Hände voll zu tun. ²Bei manchen unserer Betriebe gibt es mittlerweile Wartezeiten von bis zu vier Wochen², teilt Landesinnungsmeister Karl Wegschaider dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.
Den Trend zu mehr Schuhreparaturen wertet Wegschaider als Zeichen dafür, dass qualitativ hochwertige Schuhe wieder mehr gefragt sind. Er macht die gestiegenen Anforderungen vieler Kunden schon beim Schuhkauf aus. ²Die Entscheidung, ein neues Paar Schuhe anzuschaffen, wird wieder bewusster getroffen², berichtet der Landesinnungsmeister. Beim Besuch eines Lebensmitteldiskonters neben einem Liter Milch und zwei Flaschen Mineralwasser auch noch schnell die Lederschuhe, die gerade im Angebot sind, mitzunehmen, kann diese Käuferschicht nicht zufriedenstellen.
Die Zielgruppe der Konsumenten, die die Dienste eines Schuhmachers regelmäßig in Anspruch nehmen, lasse sich längst nicht mehr auf bestimmte Gesellschaftsschichten einschränken. ²Der Grundsatz, wonach nur Leute aus gehobenen Schichten zum Schuhmacher gehen, stimmt heute zum Glück nicht mehr², weiß Wegschaider. Mittlerweile gebe ein Bankmanager dem Industriearbeiter die Türklinke ebenso in die Hand wie ein Koch dem Mediziner.
In Sachen Billigschuhe von Diskontern sieht Karl Wegschaider die notwendige Aufklärungsarbeit in Richtung Konsumenten noch lange nicht erledigt. ²Die meist minderwertigen Materialien der Schuhe bergen ein kaum bekanntes Geheimnis², warnt er. Denn die bei der Herstellung verwendeten chemischen Mittel können über die Füße in den Körper gelangen. ²Gleich tut dieser Vorgang natürlich nicht weh², räumt Wegschaider ein. Aber Langzeitschäden seien keinesfalls auszuschließen.
In der Landesinnung der Schuhmacher und Orthopädieschuhmacher der Wirtschaftskammer Niederösterreich sind 112 Betriebe erfasst. Rund ein Drittel von ihnen besitzt die Berechtigung, Schuhe zu reparieren. (haw)
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Prager Schulklassen im Anflug auf NÖ Landesausstellung
Die NÖ Landesausstellung 2009, die am 17. April an den drei Veranstaltungsorten Horn, Raabs und Telc ihre Pforten öffnet, wird viele Jugendliche aus allen Teilen Tschechiens erstmals mit dem Waldviertel als Kultur- und Tourismusregion bekanntmachen. Denn in zahlreichen Schulen – insbesondere in den Gymnasien der großen Städte, wie Prag, Brünn oder Pilsen – steht im Rahmen des Geschichteunterrichts ein Besuch der ersten grenzüberschreitenden NÖ Landesausstellung auf dem Pflichtprogramm.
„Genau so wie die österreichischen haben auch unsere Maturanten heute kaum noch eine Vorstellung vom Eisernen Vorhang, der vor 20 Jahren gefallen ist. Speziell im Juni, also kurz vor Beginn der Sommerferien, werden deshalb sehr viele tschechische Schülerinnen und Schüler mit Bussen nach Horn, Raabs und Telc reisen“, kündigt Nora Dolanská, Direktorin der Tschechischen Zentrale für Tourismus in Österreich, im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst an.
Für die meisten Jugendlichen aus den tschechischen Großstädten werde dies die erste nähere Begegnung mit den Ausstellungsorten in Niederösterreich sein, zumal „Klassenausflüge nach Österreich sonst fast immer nur nach Wien führen“, so Dolanská. Die heurige Landesschau mit dem Titel „Österreich.Tschechien.geteilt – getrennt – vereint“ biete aber jetzt sowohl dem Waldviertel als auch dem Kreis Vysocina, in dem die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Telc liegt, eine ideale Plattform, um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten in der gemeinsamen Region nachhaltig zu bewerben.
Positive Ergebnisse aus Sicht der niederösterreichischen Tourismuswirtschaft gibt es freilich bereits jetzt: 2008 ist die Zahl der Nächtigungen von tschechischen Staatsbürgern in Niederösterreich im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gestiegen. Allein dem Waldviertel soll die Landesausstellung 2009, in die dies- und jenseits der Grenze in Summe über 24 Millionen Euro investiert werden, einen zusätzlichen Wertschöpfungsimpuls von 30 bis 40 Millionen Euro bringen. (mm)
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Das kühler gewordene Wetter ist auch in NÖ angekommen
Der warme Sommer wird heuer den Großteil der Wirtschaft und der Konsumenten vom Gefühl frischer gewordener Zeiten nicht wirklich befreien können. Während im letzten Jahr ein Drittel der niederösterreichischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe den Jahresumsatz um durchschnittlich 13 Prozent erhöhen konnte und sich bei fast der Hälfte das Geschäft stabil entwickelte, hat sich in den ersten drei Monaten 2009 der Saldo aus den Unternehmen mit Umsatzsteigerung und Umsatzrückgang um 29 Prozentpunkte verschlechtert.
²Demnach fallen die Erwartungen der Unternehmen für das zweite Quartal äußerst zurückhaltend aus², stellt der in der Wirtschaftskammer Niederösterreich für die Sparte Gewerbe- und Handwerksbetriebe zuständige Branchenobmann Josef Breiter fest. Und dennoch sind 70 Prozent der Betriebe zuversichtlich, ihren Beschäftigtenstand halten zu können, während 21 Prozent sogar offensiv planen, zusätzliches Personal einzustellen.
Eine Erhebung der KMU Forschung Austria über das erste Quartal hat ergeben, dass nur 15 Prozent der Betriebe ­ um ein Viertel weniger als 2008 ­ einen guten Geschäftsverlauf melden sowie 57 Prozent gegenüber 65 Prozent einen saisonüblichen. Der Anteil der Unternehmen, die die Geschäftslage als schlecht beurteilen, ist von 15 Prozent auf 28 Prozent gestiegen. Der Rückgang der Aufträge aus dem Bereich der Privathaushalte und der Wirtschaft um acht Prozent sowie der öffentlichen Hand um fast sechs Prozent hat sich in einem um fast acht Prozent niedrigeren Auftragsstand in den investitionsgüternahen Gewerbe- und Handwerksbranchen niedergeschlagen.
Obmann Breiter geht deshalb davon aus, dass die Investitionen in Summe sinken werden. Im letzten Jahr hatte das NÖ Gewerbe & Handwerk mit 6.200 Euro je Beschäftigten um 13,5 Prozent mehr investiert als 2007 und damit am überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum im Land Niederösterreich maßgebend mitgestrickt. (mü)
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Krems und Grapevine feiern ihre Städtepartnerschaft
Vor zehn Jahren, im April 1999, haben die Städte Krems an der Donau und Grapevine im US-Bundesstaat Texas eine Städtepartnerschaft begründet. Seitdem gibt es zwischen den beiden Kommunen einen regen gesellschaftlichen, kulturellen und auch wirtschaftlichen Austausch. Anlässlich des zehnten „Geburtstages“ der Städtepartnerschaft reist eine 14-köpfige Delegation aus der Wachaustadt nach Texas – nicht nur, um das Jubiläum vor Ort gebührend zu feiern, sondern auch, um die bestehenden guten Kontakte weiter auszubauen.
„In den zehn Jahren unserer Partnerschaft mit Grapevine ist immer der freundschaftliche Aspekt im Vordergrund gestanden, wovon vor allem die junge Generation profitiert hat², teilt die Kremser Bürgermeisterin Inge Rinke dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. So absolvieren Studierende an der Kremser Fachhochschule ihr Auslandspraktikum in Grapevine, während Schülerinnen und Schüler aus Texas in den Ferien nach Krems kommen, wo sie bei Gastfamilien untergebracht werden. Dabei würden die Besucher aus Grapevine stets betonen, wie sehr sie das kulturelle Angebot in der Wachaustadt schätzen.
„Im Rahmen unserer Reise wollen wir sondieren, welch weitere Modelle der Zusammenarbeit zwischen Krems und Grapevine – z.B. auf universitärer Ebene – möglich sind“, kündigt Rinke an. Neben der Bürgermeisterin und der für internationale Beziehungen zuständigen Stadträtin Elisabeth Heinzl-Schiel wird deshalb auch FH-Geschäftsführer Heinz Boyer im Flugzeug sitzen. Bei den Jubiläumsfeiern mit dabei sind auch Winzer-Krems-Exportleiter Ludwig Holzer sowie Professor Friedrich mit seiner bekannten Dixieland-Band.
Die Stadt Grapevine – zu deutsch: „Weinstock“ – zählt rund 40.000 Einwohner und liegt genau in der Mitte zwischen den beiden texanischen Metropolen Dallas und Fort Worth. Im Vergleich zu Krems ist der Weinbau in Grapevine noch ein verhältnismäßig junger Wirtschaftszweig. Nichtsdestotrotz lockt das jährlich im April stattfindende „New Vintage Wine&Gallery Trail Festival“ mit einer Fülle von Veranstaltungen aus den Bereichen Malerei, Musik und Kulinarik Tausende Touristen in die Stadt. (mm)
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Magna Racino-Pferde wollen zu neuem Erfolg galoppieren
Über 100 Galopp- und Trabrennen, vier Spring- und zwei Dressurturniere sowie ein Fahrturnier stehen während der heurigen Saison im Pferdesportpark Magna Racino in Ebreichsdorf auf dem Veranstaltungskalender. Mit diesem breiten Programm will man nicht nur Pferdebesitzer und Wettfreunde ansprechen – immerhin sind die Galopp- und Trabrennen mit insgesamt 770.000 Euro dotiert -, sondern auch „den Pferdesport einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen“, sagt Isabella Copar, geschäftsführende Managerin des „Austrian Racehorse Owners Club“ (AROC).
Der AROC ist ein gemeinnütziger Verein, der die Pferdesportbewerbe im Magna Racino seit 2007 in alleiniger wirtschaftlicher Verantwortung und mit Hilfe von Sponsorgeldern veranstaltet. Im Vorjahr sind an den Renntagen im Schnitt jeweils rund 1.500 Besucher nach Ebreichsdorf gekommen – eine Zahl, die heuer übertroffen werden soll. „Ebreichsdorf ist der einzige Ort in Österreich, wo man Trabrennfahrer, Jockeys, Springreiter und Polospieler live erleben kann. 380 Pferde aus allen Sportsparten sind zur Zeit hier untergebracht“, berichtet Isabella Copar, die im Zivilberuf Tierärztin ist.
Anlocken will der AROC die Gäste mit einem bunten Rahmenprogramm, das insbesondere auf Familien mit Kindern zugeschnitten ist. So finden an den Renntagen mehrmals täglich Stallführungen und Ponyreiten statt. Abseits der Vierbeiner gibt es u.a. eine große Hüpfburg, einen Fußballplatz und ein Bastelzelt mit Kinderbetreuung. Das Magna Racino ist auch heuer wieder Partner der „Niederösterreich-CARD“: Deren Inhaber erhalten an den Renntagen freien Eintritt, so oft sie wollen. (mm)
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Weniger Güterschiffe auf der Wasserstraße Donau
Auf dem österreichischen Abschnitt der Donau waren 2008 weniger Güterschiffe unterwegs als im Jahr davor. Wie die Statistik Austria meldet, gab es im Vorjahr auf der Donau zwischen Passau und Hainburg knapp 11.500 beladene Fahrten – ein Minus um fünf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007. In Summe haben die Frachtschiffe 2008 auf der Wasserstraße Donau Waren mit einer Gesamtmenge von rund 11,2 Millionen Tonnen befördert. Das waren um fast 900.000 Tonnen oder 7,4 Prozent weniger als im Jahr davor. (mm)
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Neu: Erste Arztpraxis auf den Rädern eines Lkw
Die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) setzt bei ihrem neuen Gesundheits-Check-Lkw auf das Know-how eines Weinviertler Fahrzeugbauers. Mit durchdachten Lösungen hat die Keller Karosserie- Lack- und Fahrzeugbautechnik GmbH eine komplette Arztpraxis in einen zehn Meter langen Sattelauflieger verpackt. ²Der vom Arbeits- und sozialmedizinischen Zentrum Mödling betriebene Sattelzug ist eine perfekte Arztpraxis auf Rädern, die bis zur autarken Stromversorgung alles an Bord hat², berichtet Geschäftsführer Peter Keller dem NÖ Wirtschaftspressedienst.
Die Tag für Tag angefahrenen Ziele des Gesundheitsautos sind Unternehmen in ganz Niederösterreich. In einer nur 20minütigen Untersuchung können Arbeitnehmer Auskunft über ihren Gesundheitszustand bekommen. Die Schwerpunkte des Interesses gelten Herz- und Kreislauferkrankungen sowie der genauen Vermessung der Wirbelsäule. ²Da das angebotene Untersuchungsprogramm die verschiedensten medizinischen Bereiche umfasst, mussten wir schon bei der Projektumsetzung darauf achten, dass der Innenraum vielfältige Nutzungen möglich macht², erzählt Keller. So befindet sich im Bauch des Sattelaufliegers neben einem Warteraum auch ein in vier Abschnitte gegliederter Behandlungsraum.
Begonnen haben die Vorbereitungen für dieses außergewöhnliche Fahrzeugprojekt im März 2008. Bis Oktober waren sämtliche Planungsarbeiten abgeschlossen. Die reine Bauzeit betrug drei Monate. ²Um auch körperbehinderten Arbeitnehmern eine Untersuchung zu ermöglichen, ist der elf Tonnen schwere Sattelauflieger mit einem barrierefreien Lift ausgestattet², so Keller.
Das Unternehmern beschäftigt an seinem Stammsitz in Rückersdorf im Bezirk Korneuburg 27 Mitarbeiter. Neben dem Bau von verschiedenen Fahrzeugaufbauten beschäftigt sich der Familienbetrieb mit Speziallösungen für Feuerwehren und mit Innenausstattungen, die für Transporter, Lkw und Anhänger maßgeschneidert sind. (haw)
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Sollenauer Seifensieder liefert Kraftstoff für Biodiesel
Als Lieferant von Altspeisefett an Biodiesel-Erzeuger in Ostösterreich hat sich die Franz Schroll-Seifenfabrik in Sollenau im Bezirk Wiener Neustadt etabliert. Jeden Monat liefert sie 100 Tonnen gereinigtes Altspeisefett zur Weiterverarbeitung zu Biodiesel. Der Großteil des Jahresumsatzes von 500.000 Euro entfällt bereits auf dieses Segment. Betriebsleiter Franz Horejs betont im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst, dass vor allem der Rückgang der Nachfrage nach Schmierseifen, die aus Altspeisefett gewonnen werden, dieses Geschäftsfeld begünstigt habe.
²Wir erzeugen zwar noch Schmierseife. Da aber heute kaum noch jemand Schmierseife verwendet, hatten wir einen Rohstoffüberschuss. Da bot sich die Belieferung der Biodiesel-Erzeuger als ein gewinnbringender Ausweg an², erklärt Horejs. Das Altspeisefett aus Großküchen, Chinarestaurants, Hendlbratereien und von Schnitzelanbietern wird gesammelt und durch Aufkochen gereinigt.
Die Franz Schroll-Seifenfabrik ist ein Familienbetrieb mit neun Mitarbeitern, wovon fünf Familienmitglieder sind. Die Produktpalette besteht nicht nur aus Schmierseifen, sondern auch aus Kern-, Fein- und Naturseifen sowie Flüssigseifen. Die Rohseifen werden zugekauft und mit Stutenmilch, Kräutern und ätherischen Ölen zum jeweiligen Endprodukt veredelt. Neu im Sortiment sind handgerührte Seifen.
Zu kaufen gibt es die Produkte im eigenen Geschäft in Sollenau und per Internet im Online Shop. Zum Kundenkreis zählen der Magistrat der Stadt Wien, die Justizanstalten in Wien und Niederösterreich sowie die Polizei in der Wiener Innenstadt. (mw)
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Gute Erträge mit den Vitaminen vor der Haustür
Mehr als die Hälfte der Gemüseernte Österreichs im Jahr 2008, genau 50,5 Prozent oder 290.000 Tonnen, stammen laut Statistik Austria von niederösterreichischen Bauern. Diese bauten hauptsächlich Zwiebeln, Grünerbsen und Karotten an. Hinter Niederösterreich mit großem Abstand rangieren Oberösterreich mit 12 Prozent und Wien mit 11,5 Prozent.
Während es beim Feld- und Gartenbaugemüse in ganz Österreich einen Produktionszuwachs um 4,7 Prozent gab, fiel die Obsternte aus Erwerbsanlagen auf Grund regional schlechter  Witterungseinflüsse mit 239.500 Tonnen um 7,4 Prozent geringer als im Jahr 2007 aus. In den Produktionssparten aber, die starke Zuwächse mit hohen Durchschnittserträgen erzielten ­ wie die Marillen um 84,9 Prozent auf 4.500 Tonnen oder die Ananas-Erdbeeren um 40,9 Prozent auf 17.400 Tonnen ­ schöpfte Niederösterreich als die Nummer 1 unter den Bundesländern den Rahm ab. Mit der Verdoppelung ihrer Produktion auf 4.500 Tonnen kamen hier die Marillen-Bauern auf 80,3 Prozent der gesamtösterreichischen Erntemenge und die Erdbeeren-Produzenten mit 7.300 Tonnen auf einen Bundesanteil von 42 Prozent. (mü)
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Maschinenbauer punktet auf größter Fachmesse Chinas
Die im Industriepark von Sierndorf angesiedelte Gesellschaft für Schleiftechnik GmbH (GST) stellt derzeit ihre Produkte auf der China-International-Machine-Tools (CIMT) aus. Sie ist die größte Werkzeugmaschinenmesse Chinas. ²Einige unserer Maschinen arbeiten bereits in China², stellt Robert Promber, der zuständige Projektleiter, im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst fest. Erst vor einem Jahr hatte man auf diesem Markt die ersten Schritte gesetzt.
Die GST ist auf die Entwicklung, den Bau und die Inbetriebnahme von hochleistungsfähigen Rund- und Sonderschleifmaschinen sowie auf die Überholung und Modernisierung von Werkzeugmaschinen aller Art spezialisiert. Ein Großteil der Kunden kommt aus der Automobilindustrie. Vor allem die deutschen Automobilhersteller schätzen die Qualität, die das Sierndorfer Unternehmen bietet.
Die Krise der Autobranche trifft die GST bei weitem nicht so wie manch anderen Autozulieferer. ²Grundsätzlich geht es uns gut², sagt Promber, ²aber einfach ist es nicht. Einen starken Einbruch konnten wir nur dadurch abfangen, dass wir nicht nur neue Schleifmaschinen bauen, sondern auch gebrauchte Werkzeugmaschinen überholen, reparieren und modernisieren.² Die Erneuerung von Maschinen, die zwar noch eine gute mechanische Substanz, aber nicht mehr eine zeitgemäße Technik aufweisen, hat sich für die GST zu einem starken Auftragszweig entwickelt. Als kostengünstige Alternative zum Kauf einer neuen Maschine bietet man den Einbau neuer oder veränderter Baugruppen, neuer Antriebs- und Messtechnik oder auch einer komplett neuen Elektrik und Steuerung an.
Die Firma GST ist 1992 von ehemaligen Mitarbeitern der Firma EHM – Elb-Heid-MSO – in Stockerau gegründet worden. Am Anfang hatte sie sich darauf beschränkt, für Kunden aus nahe gelegenen Automobilwerken nur Reparatur- und Überholungsarbeiten an deren Rundschleifmaschinen durchzuführen. Die Übersiedlung auf das neue Firmengelände in Sierndorf hat dann eine erhebliche Erweiterung des Geschäftsumfanges zur Folge gehabt, was auch die Aufstockung des Mitarbeiterstabes auf 45 Beschäftigte bewirkte.
Im Vorjahr erwirtschaftete die Gesellschaft für Schleiftechnik einen Umsatz von rund sieben Millionen Euro. Etwa zwei Drittel davon entfallen auf den Export nach Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Schweden und China. Derzeit streckt die Geschäftsleitung erste Fühler nach Frankreich aus. ²Jetzt ist die beste Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen², so Promber. (knox)
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NÖM-Produkte werben intensiv um Käufer
5,3 Millionen Euro hat die NÖM AG im vergangenen Jahr für Werbung in klassischen Medien, wie Zeitungen und Zeitschriften, Radio, TV oder Plakat, ausgegeben. Damit liegt der Badener Milchverarbeiter bei einem Vergleich der Werbeausgaben von Handelsmarken niederösterreichweit an der Spitze, im Bundesvergleich rangiert die NÖM AG auf Platz 6. „Werbe-Kaiser 2008“ war die Kosmetikmarke Nivea mit Ausgaben in der Höhe von 15,4 Millionen Euro. Diese Zahlen hat das Marktforschungsinstitut Focus erhoben. (mm)
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Tullner Glimmstengel sind eine besondere Eigenmarke
Schon seit drei Jahren vertreibt der in Tulln ansässige Tabakwaren-Großhändler Christian Mertl überaus erfolgreich seine eigene Zigarettenmarke O´Nyle. ²Ich bin Österreichs einziger Zigarettenhändler, der eine Eigenmarke hat. Trotz großen internationalen Konkurrenzdrucks ist mein Geschäft finanziell höchst gesund. Im vergangenen Jahr konnte ich meine Verkaufszahlen gar um knappe sechs Prozent erhöhen², teilt Zigarettenerfinder Mertl dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Wie hoch die pro Jahr verkaufte Stückzahl seiner im Großherzogtum Luxemburg von Zigarettenproduzent Heintz van Landewyck gefertigten Glimmstengel ist, will Mertl mit Blick auf die Konkurrenz nicht verraten.
Geschäftsmann und Nichtraucher Mertl war 21 Jahre hindurch als Marketingdirektor bei Austria Tabak tätig gewesen, bevor er sich vor rund drei Jahren gemeinsam mit seiner Frau als Tabakwaren-Großhändler in Tulln selbständig gemacht hat. Seither beliefert er Trafiken in ganz Österreich mit seinen fünf verschiedenen Sorten O´Nyle.
Im Mai wird Mertl eine neue ²naturechte² Zigarette auf den Markt bringen ­ eine Sorte aus völlig unbehandelten Tabaken. ²Bei den meisten Zigaretten werden verschiedene Geschmacksrichtungen, wie Whiskey, Zucker, Schokolade, Pfirsich oder Rum, mit mikroskopisch kleinen Tropfen aufgetragen. Bei meiner neuen Sorte verzichte ich darauf. Sogar der Filter wird aus fest zusammen gepresstem Tabak bestehen², erklärt Mertl, der auch für das Verpackungsdesign verantwortlich ist.
Den Weg in die Selbständigkeit hat Mertl ²nie bereut.² Die Lebensqualität sei unvergleichlich höher, seit er sein eigener Chef ist. ²Mein Geschäft ist klein und überschaubar. Seit drei Jahren habe ich nicht nur eine positive Bilanz, mein Zigarettenvertrieb läuft finanziell höchst zufriedenstellend², sagt er. Von Anfang an sei es seine Absicht gewesen, eine Marke mit guter Qualität zu vernünftigen Preisen auf den Markt zu bringen. ²Aus meiner Sicht waren Zigaretten zu teuer², so Mertl. Bis zum amtlich festgelegten Mindestzigarettenpreis von 3,25 Euro pro 20-Stück-Packung im Jahr 2006 hat meine Marke lediglich 2,90 Euro gekostet ­ konkurrenzlos günstig², berichtet der leidenschaftliche Schnupftabakkonsument.
Ein Anliegen in Richtung Politik will der erfinderische Großhändler noch anbringen: ²Für meine Berufsgruppe gibt es keine geeignete Standesvertretung in der Wirtschaftskammer. Ich hoffe, dass mein Wunsch nach einer starken und eigenständigen Interessenvertretung für Tabakwaren-Großhändler endlich Gehör findet.² (lies)
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NÖ Samenzuchtbetrieb schützt wertvolle Gemüsesorten
Die Erhaltung und Vermehrung von biologischem und qualitativ hochwertigem Saatgut hat sich die Firma ²ReinSaat² im Waldviertel zur Aufgabe gemacht. Seit elf Jahren produziert der Betrieb in Sankt Leonhard am Hornerwald im Bezirk Krems Pflanzen-Saatgut und entwickelt ständig neue, besonders schmackhafte und wertvolle Sortenraritäten. Im kommenden Herbst werden die Samen einer ²weißen Karotte² auf den heimischen Markt gebracht ­ eine der neuesten Entwicklungen des zehn Hektar großen Zuchtbetriebes, der sich den international strengen ²biologisch dynamischen² Vorgaben verpflichtet hat.
²Wir arbeiten selbstverständlich gänzlich ohne Gentechnologie und bekennen uns zu einer völlig neuen Weise des Herangehens an die Pflanzen², erklärt ReinSaat-Gründerin und Geschäftsführerin Reinhild Frech-Emmelmann dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Unser Ziel ist es², sagt sie, „eine Vielfalt an Gemüsesorten zu entwickeln, die durch ihre Vitalität, ihren Geschmack und ihr Gesamtbild hervorstechen. Für mich ist es wesentlich, dass eine Karotte gut schmeckt. Meistens hat sie dann auch noch eine schöne Innenfärbung.²
Um die steigende Nachfrage nach biologischem Saatgut bewältigen zu können, arbeitet die innovative Unternehmerin mit 30 Biobauern aus Österreich, Slowenien und Deutschland zusammen. 465 verschiedene Sorten von Gemüse, Kräutern und Blumen führt der Betrieb im Sortiment. Ständig entwickelt die studierte Biologin und Expertin für alternative Züchtungsmethoden neue Pflanzensorten streng nach der Biomarke Demeter. „Mit gezielten Maßnahmen erreichen wir eine große Pflanzenvielfalt abseits der Gen- und Biotechnologie. Wir setzen uns dafür ein, dass das Kulturerbe der Sortenvielfalt erhalten bleibt und noch weiterentwickelt wird², betont die erfahrene Bio-Pionierin.
Anfang März hat der EU-Umweltministerrat entschieden, dass der Anbau gentechnisch manipulierter Pflanzen in Österreich verboten bleibt. Dennoch sei es laut Frech-Emmelmann Tatsache, dass sich ²die Menschen zu 95 Prozent von Hybridzüchtungen, also nicht vermehrungsfähigen Pflanzen, ernähren. Durch alternative Züchtungen, wie wir sie betreiben, könnten sich die Konsumenten wesentlich besser ernähren. Unsere Pflanzen sind samenfest. Wir gehen davon aus, dass Saatgut Allgemeingut ist, das vermehrt und damit erhalten werden soll.²
15 Mitarbeitern bietet die gebürtige Süddeutsche, die bereits seit 30 Jahren in Österreich lebt, einen ²fruchtbaren² Arbeitsplatz. Private Hausgärtner und Biobauern, die biologisch dynamisch produzieren, sorgen dafür, dass die Nachfrage nach dem speziellen Saatgut steigt.
Einen Appell richtet die Geschäftsführerin in Richtung Politik: ²Die alternative Pflanzenzüchtung und der Erhalt wertvoller Pflanzensorten sind für die Gesellschaft wichtig. Wir schaffen etwas Nachhaltiges für die Zukunft, und jeder kann daran teilhaben. Ich wünsche mir, dass unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit öffentlich mitgetragen wird.² Am 25. und 26. April 2009 veranstaltet ²ReinSaat² ein Frühlingsfest mit Jungpflanzenverkauf (lies)
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Candyport beliefert sogar den Osterhasen
In vielen Osternestern versteckt der Osterhase am Ostersonntag Süßigkeiten eines niederösterreichischen Unternehmens. An die 25 Tonnen Süßwaren vermarktet die Candyport Handels GmbH aus Hagenbrunn bei Wien in den Wochen und Monaten vor dem Osterfest. ²Wir bieten unseren Kunden ein komplettes Sortiment, von loser Ware für den Einzelverkauf bis zu fertigen Geschenkarrangements², teilt Geschäftsführer Andreas Marik dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.
Vom Volumen her kann Meister Lampe den von Candyport ebenfalls vertriebenen Weihnachtsartikeln nur schwer das Wasser reichen. Der mit den Osterartikeln erzielte Umsatz erreicht nur etwa 25 Prozent des alljährlichen Weihnachtsgeschäftes. ²Seit etwa drei Jahren bemerken wir, dass das Interesse der Konsumenten an Ostern deutlich sinkt², berichtet Marik. Normalerweise gelte im Süßwarenhandel die Faustregel: je später das Osterfest, desto höher die Nachfrage. Was vor allem auf die wärmeren Temperaturen und die Möglichkeit, die Osternester im Freien zu verstecken, zurückzuführen sei.
Der genaue Grund für die geringere Nachfrage ist nach Ansicht von Andreas Marik nur schwer nachzuvollziehen. ²Da Ostern genauso wie Weihnachten ein Fest für Kinder ist, können wir diese Entwicklung bisher nicht mit plausiblen Argumenten erklären.²
Zum Tätigkeitsbereich der Candyport Handels GmbH zählt außer dem Süßwarenbereich auch der Handel mit Kaffee. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 22 Mitarbeiter, von denen sechs im Außendienst tätig sind. (haw)
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NÖ Tonkünstler spielen auch wirtschaftliche Erfolgstöne
Das NÖ Tonkünstlerorchester – einer der bekanntesten Botschafter Niederösterreichs in der nationalen und internationalen Musikszene – schlägt auch aus wirtschaftlicher Sicht Erfolgstöne an: Die eigenveranstalteten Abonnement-Zyklen mit den traditionellen zwölf Nachmittagskonzerten im Wiener Musikverein erreichten in der Saison 2008/09 eine Auslastung von fast 90 Prozent. Bei zwölf Konzerten im St. Pöltener Festspielhaus waren es sogar 95 Prozent. Mit einer Auslastung von 83 Prozent ist der Zyklus ²Take Five² ebenfalls sehr zufriedenstellend. Im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst freut sich Tonkünstler-Geschäftsführer Johannes Neubert auch über die große Akzeptanz der neuen Reihe ²Plugged-In², wo durchschnittlich 1.000 Besucher moderneren Klängen lauschen.
Das heurige Gesamtbudget der NÖ Tonkünstler beläuft sich auf 10,2 Millionen Euro. Das Land Niederösterreich steuert mehr als acht Millionen Euro bei, der Bund 220.000 Euro. Etwa 1,5 Millionen Euro erwirtschaftet das Orchester vor allem durch den Kartenverkauf selbst. 70.000 Euro kommen aus Sponsoring und sonstigen Einnahmen. Mit ihren 102 Musikern geben die NÖ Tonkünstler pro Jahr etwa 130 Konzerte. Auch in der Saison 2009/10 bilden die jeweils zwölf traditionellen Konzerte im St. Pöltener Festspielhaus und im Musikverein sowie die fünf ²Take Five²- und die drei ²Plugged-In²-Konzerte die Programmschwerpunkte.
Ein wichtiges Anliegen ist den NÖ Tonkünstlern die Musikvermittlung. Seit fünf Jahren werden die sogenannten ²Tonspiele² veranstaltet. Etwa 40 Schulen nehmen jedes Jahr daran teil. ²Wir kommen dazu direkt in die Schulen, um junge Menschen für die Musik zu begeistern. Wir waren die ersten, die diesen Weg der Musikvermittlung beschritten haben. Die äußerst positive Resonanz bestätigt uns in unseren Bemühungen², teilt Neubert mit.
Als Musikvermittlung ­ allerdings für Erwachsene – ist auch der ²Plugged-In²-Zyklus mit seinen drei Konzerten zu verstehen. Neubert erklärt, dass hier die NÖ Tonkünstler im Rahmen des Musikvereins bekannte und populäre Musik spielen, um so dem Konzertleben ein neues Publikum zu erschließen. In der Saison 2009/10 werden Finnischer Tango, Salsa und monumentale Filmmusik geboten. ²Nicht nur das Publikum, sondern auch unsere Musiker haben großen Spaß daran², so Neubert. (mw)
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