Auf der INVEST in Stuttgart über Geld reden

Nur wenige Wochen ist es her, da hat die INVEST in Stuttgart zum wiederholten Male ihre großen Messetüren aufgemacht, um Besucher aus dem ganzen Schwabenland, aber auch aus den umliegenden Bundesländern und aus den anliegenden Staaten zu begrüßen. Mit bis zu 100 Ausstellern, oftmals aus den entlegensten Teilen der Welt, ist die INVEST auch 2019 wieder eine der festen Institutionen für all jene, die auf der Suche nach dem neuesten Finanztrend sind, oder die einfach wieder mit „ihren“ vertrauten Finanzberatern sprechen wollen. Ganz gleich, wonach der Sinn steht, auf der INVEST findet man alles – von konservativen Festgeldanlagen im europäischen Ausland bis hin zu eher riskanten Festgeldern, angelegt auf mehrere Jahre und mit zweistelligen Renditen, wie etwa jene, die auf Hanf und andere erneuerbare Energien setzen und dabei das große Geld versprechen.

Über Geld reden geht wieder

Oftmals werden Deutsche – und dann ganz besonders Schwaben – als eher prüde und geizig betrachtet, wenn es um ein offenes Behandeln von Finanzen geht, vor Allem wenn es die eigenen sind. Daher ist Stuttgart ein ungemeiner Gegenpol, denn hier wissen alle, dass Geld die Welt regiert, auf eine Art oder die Andere. Nehmen wir zum Beispiel das Thema Live Casino, denn auch das ist nichts anderes als eine Spekulation in Strategien und Spielabläufe, auf die ein oder andere Art und Weise. Wenn man seine Einsätze auf dem Tisch platziert dann ist es entscheidet ein bestimmtes Spielmuster zu verfolgen. Erfahrene Spieler haben genau dadurch die besten Erfolgserlebnisse, dies gibt ebenfalls für Anleger.
Viele der Anbieter auf der INVEST versuchen mit Renditen jenseits der bekannten Slots an den Ständen Neukunden zu gewinnen, oftmals mit Erfolg – Investitionen und Spekulationen auf gezielte Ergebnisse erfreuen sich seit Jahrzehnten über eine immer weiter steigende Beliebtheit.

Woran aber liegt das?

Die Bankenkrise ist den meisten Menschen noch viel zu gut in Erinnerung, immerhin ist 2008 noch gar nicht so lange her. Allerdings scheint man sich nun damit abgefunden zu haben, dass die globale Finanzwelt nur bedingt nachhaltig aufgestellt ist und man auch in Zukunft mit einem erhöhten Risiko an den Märkten leben muss – und kann. Wer sich mit diesem Wissen daran macht, bei der INVEST oder anderen Finanzmessen gezielt nach riskanteren Fonds und Einlagen zu suchen, der mag zwar immer wieder mal auf die Nase fallen, aber gleichzeitig sind die zu erwarteten Erträge auch dementsprechend höher. Und sein wir doch mal ehrlich, Festgeldverträge mit 1,95% pro Jahr Vergütung sind nun wirklich nicht das Gelbe vom Ei.
Aber auch im Allgemeinen scheint ein Ruck durch unsere Gesellschaft zu gehen, was das Thema Geld betrifft – noch vor wenigen Jahren würde man kaum mit der Familie über gewisse Anlagestrategien und dergleichen sprechen. Vielleicht liegt es auch daran, dass Geld in der Generation X und den „Millenials“ nicht mehr ganz so ein zentrales Beben verursacht. Während man in den 60er und 70er Jahren noch direkt nach der Schule eine Lehre machen wollte, um danach einen Job auf Lebenszeit zu finden, sind die 20-jährigen heute eher kurzfristig am Sparen interessiert, konträr zu der Generation ihrer Eltern. Geld scheint nicht mehr wichtig zu sein, also kann man wieder erwähnen, wie man damit umgeht.
All das und mehr kann man daher auch auf Messen wie der INVEST in Stuttgart feststellen – das Zielpublikum ist hierbei nicht mehr nur Rentner und jene über 40, sondern auch vermehrt trifft man Jugendliche und solche unter 30, die die ersten spärlichen Anlagen irgendwie sinnig anlegen wollen. Über Geld reden ist also wieder in Mode, auch wenn – oder vielleicht genau weil – Geld als nicht mehr so wichtig erscheint. (Foto: Pixabay.com/Public Domain)