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Reden ist gold

Der Workshop „Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog über die Ethik der Genomforschung„ bildet den Abschluss des ELSA Projektes „Reden wir über GOLD!„. Projekt und Workshop beschäftigen sich im Rahmen des österreichischen Genomforschungsprogramms GEN-AU experimentell mit den Interaktionen zwischen Forschenden und der Öffentlichkeit.

Der Workshop findet von 21. bis 23. September an der Universität Wien statt und wird vom Institut für Wissenschaftsforschung, Universität Wien in Kooperation mit dem IFZ - Interuniversitäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur, Graz organisiert.

Die Forschungsergebnisse aus dem ELSA Projekt „Reden wir über GOLD!
Eine Analyse der Interaktion zwischen Genom-Forschern und der Öffentlichkeit als Lernprozess„ präsentiert das Institut für Wissenschaftsforschung, Universität Wien in Kooperation mit dem IFZ - Interuniversitäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur, Graz, von 21. bis 23. September bei einem Workshop. Dieser bietet darüber hinaus Laien und Forscherinnen bzw. Forschern, unter dem Titel „Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog über die Ethik der Genomforschung: Analysen, Reflexionen und Perspektiven„, die Möglichkeit zum Gespräch rund um die Interaktion zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Veranstaltungsort ist der Kleine Festsaal der Universität Wien.

Gerade die jüngeren Entwicklungen der Genomforschung werfen fundamentale ethische und soziale Fragen bezüglich ihrer Anwendungen und Auswirkungen auf die Gesellschaft auf. Dabei stellt sich allerdings die Frage wer berufen ist, wie und in welchem Kontext, Antworten auf diese Fragen zu formulieren. Sind es ausschließlich Experten, die zu Wort kommen sollten, oder könnte man, in der Tradition demokratischer Auseinandersetzung, nicht auch BürgerInnen ermöglichen sich in die Diskussion einzubringen. Raum dafür schuf das sozialwissenschaftliche Projekt „Reden wir über GOLD„ (Projektinfos: » www.univie.ac.at/virusss/projects/1).


Experimentelles Kommunizieren
Dazu trafen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Öffentlichkeit mit Wissenschafterinnen und Wissenschaftern des GEN-AU Projektes GOLD, die Fettstoffwechselerkrankungen erforschen, über ein Jahr zur Diskussion. An sieben Runden Tischen wurden ethische und soziale Dimensionen von GOLD und der
Genomforschung im Allgemeinen erarbeitet. Weitere Ziele waren ein tiefer gehendes Verständnis dieser Auseinandersetzung sowie möglicher wechselseitiger Lernprozesse.

Projektleiterin Ulrike Felt sagt über die Runden Tische: „Es ist bemerkenswert wie vielschichtig die Fragen der Bürger und Bürgerinnen an die Wissenschafter und Wissenschafterinnen waren. Trotz einer sehr positiven Diskussionsstimmung, sollte man nicht unterschätzen wie schwierig es ist einen solchen Dialog zu führen. Subjektiv wahrgenommene Hierarchien, verankert in eingelernten Strukturen, bilden Barrieren. Es ist wichtig Laien den Raum zu geben ihre Position zu entwickeln, sie zu ermutigen ihre Meinung gegenüber Expertinnen und Experten zu vertreten. Das macht ein Experimentieren mit Kommunikation zwischen sonst getrennten Welten notwendig.„ Die lange Zusammenarbeit habe zu einem Veränderungsprozess bei den Teilnehmenden geführt. So seien die Bilder und Definitionen der Laien, was es bedeute, in der Wissenschaft tätig zu sein, viel facettenreicher geworden. Mit den entstandenen Ambivalenzen seien wiederum einfache Erklärungen seitens der Forschenden nicht mehr ausreichend.


Kommunikation über das Projekt hinaus
Die Ergebnisse des Projektes werden einer breiteren Öffentlichkeit zum Auftakt der Abschlussveranstaltung unter dem Motto „Begegnungen jenseits von Grenzen„ am 21. September ab 18.00 Uhr vorgestellt und in einer von Helga Nowotny geleiteten Podiumsdiskussion mit Vertretern der Wissenschaft, Politik, Medien und des BürgerInnenpanels aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Beim daran anschließenden Workshop werden die Resultate der Projektanalyse mit wissenschaftlichen Kolleginnen und Kollegen, Praktikerinnen und Praktikern, die an ähnlichen Themen arbeiten, geteilt und diskutiert. Es geht dabei um einen Austausch auf internationaler Ebene, da regionale kulturelle Unterschiede variierende Strukturen und Bilder, wie z.B. ein anderes Hierarchieverständnis, und damit andere Partizipationsformen bedingen.


Ablauf und Inhalt des Workshops
Um möglichst viel Raum für Diskussion sicherzustellen, gliedert sich der Workshop in vier Plenardiskussionen, ein Eröffnungs- und ein Abschlusspodium sowie eine Postersession. Jede Plenardiskussion besteht aus je einem Inputstatement eines eingeladenen Sprechers/Sprecherin und einem Mitglied des ELSA-Forschungsteams. Junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter haben die Möglichkeit, sich mit der Präsentation eines Posters an der Diskussion zu beteiligen.

Vier thematische Programmschwerpunkte gliedern den Workshop am 22. und 23. September (Konferenzsprache Englisch):

• Möglichkeiten und Grenzen der Diskussion ethischer Aspekte von Genomforschung in einem partizipativen Setting
• (Nicht)Partizipation in welcher Form von Governance? Reflexion über den Runden Tisch als partizipatives Setting
• Talking science: Bilder, Imaginationen und Konzeptionen von Wissenschaft/WissenschafterInnen als diskursive Elemente
• Öffentliche Einbindung als wechselseitiges Lernen: Situierte Perspektiven und Lernprozesse.

„Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog über die Ethik der Genomforschung“
Abschlussworkshop des GEN-AU ELSA Projekts “Reden wir über GOLD! Eine Analyse der Interaktion zwischen Genom-Forschern und der Öffentlichkeit als Lernprozess“

Zeit: 21.-23. September 2006
Ort: Universität Wien,
Kleiner Festsaal,
Dr. Karl-Lueger-Ring 1,
1010 Wien

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos; Um Anmeldung wird gebeten.
Registrierung und Fragen an: projekt.wissenschaftsforschung@univie.ac.at
Infos zu ELSA (ELSA Projekte des österreichischen Genomforschungsprogramms untersuchen die ethischen und gesellschaftlichen Folgen der Genomforschung) und dem Projekt GOLD: » www.gen-au.at


R Ü C K F R A G E H I N W E I S E:

Institut für Wissenschaftsforschung
Dr. Ulrike Felt
e: » ulrike.felt@univie.ac.at
» www.univie.ac.at/virusss

Mag. Daniela Martos
Science Communications
Tel: +431/585 60 69 -23
Mobil: +43650/634 62 20
Fax: +431/585 60 69 -12
mailto:» d.martos@science.co.at
» www.science.co.at


05.09.2006


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