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macht Psychotherapie effektiver

Symposion an der Donau-Universität Krems erörterte Möglichkeiten und Grenzen der Integration von Medizin und Psychotherapie

Krems (kpr). In der Kombination mit neuen Erkenntnissen der Neurobiologie kann Psychotherapie besser gelingen, ist Prof. Dr. Anton Leitner, Leiter des Departments für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie an der Donau-Universität Krems, überzeugt. Neue Theorien wie Spiegelneurone oder „Theory of Mind“ sowie die neuronale Konstruktion des Selbst seien als Meilensteine in der Erforschung und Therapie der menschlichen Psyche zu sehen. Welche Möglichkeiten die Integration von Medizin und Psychotherapie eröffnet und wo ihre Grenzen liegen, diskutierten mehr als 80 ExpertInnen am vergangenen Wochenende in einem Symposion an der Donau-Universität Krems.

Psychotherapie und Medizin in einem Dialog zu verbinden und zu vernetzen – das forderte Prof. Dr. Anton Leitner beim Kremser Symposion Psychotherapie und Medizin, das heuer unter dem Motto „Integration – Möglichkeiten und Grenzen“ stand. Um in der Psychotherapie der Beziehung „TherapeutIn – PatientIn – soziale Umgebung“ gerecht zu werden, müssten in der Zukunft Erkenntnisse anderer Wissenschaften integriert werden. Neue Ansätze der Neurobiologie zu psychologischen Störungsbildern, Empathie und sozialer Resonanzfähigkeit oder die neuronale Konstruktion des Selbst zählen zu diesen Erkenntnissen. „Neue Verfahren des Verhaltens und Erlebens mit neurobiologischen Methoden zu kombinieren, das ist die Zukunft der Psychotherapie“, so Leitner.

Psychosomatisches Zentrum Eggenburg arbeitet mit integrativen Methoden
Dem Integrationsprinzip entsprechende Behandlungsverfahren werden etwa im Psychosomatischen Zentrum Eggenburg im Waldviertel angewandt. In der 2006 eröffneten Klinik mit einhundert Betten werden PatientInnen von einem großen Team von TherapeutInnen – darunter PsychologInnen, Integrative TherapeutInnen und PsychiaterInnen – gemeinsam behandelt. Die Klinik versteht sich als „Werkstatt“, die alte Schulmodelle der Psychotherapie hinten an stellt und neue entwickelt, um alle beteiligten Komponenten in einem Heilungsprozess (TherapeutIn – PatientIn – soziales System der PatientInnen) zu integrieren.

Heute sei Psychotherapie nicht mehr die Korrektur der Psyche, sondern Humantherapie, lautete ein Tenor der Tagung. Das Gehirn an sich sei bereits ein Integrationsorgan, da es Neues aufnehmen und Neues erschaffen könne. Jede psychotherapeutische Schule sei ein Dokument einer Kreativität.

Integrative Therapie als Lehrgang an der Donau-Universität Krems
Die Integrative Therapie, ein relativ junges psychotherapeutisches Verfahren, leistet der Einbeziehung verschiedener Methoden und anderer Wissenschaften Vorschub. Das Fachspezifikum für Integrative Therapie wird seit 2007 als Universitätslehrgang an der Donau-Universität Krems angeboten. (05.06.07)






Rückfragen
Prof. Dr. Anton Leitner
Department für Psychotherapeutische Medizin und Psychotherapie
Donau-Universität Krems
Tel. +43 (0)2732 893-2628
anton.leitner@donau-uni.ac.at
» www.donau-uni.ac.at/psymed


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