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Eine fragwürdige Funktion

So sehr das sich immer weiter verbreitende Anerkenntnis hoffnungsvoll stimmt, dass Philosophie einerseits und wirtschaftliches oder profitorientiertes Denken und Handeln andererseits einander nicht ausschließen, sondern im Gegenteil, letzteres nur von ersterer profitieren kann (wie u.a. recht junge Studiengänge der Universitäten München und Luzern wohl belegen), so sehr verdient es die Tatsache, nicht verkannt und unterschätzt zu werden, dass sich Philosophie als Wissenschaft, die sich der „Weisheit„ verschrieben hat, keineswegs darin erschöpft, Instrument zur Steigerung wirtschaftlichen Gewinns bzw. Mittel zur Erhöhung der Erfolgs- oder Karrierechancen (oder des Gewährleistens weiteren bloßen Funktionierens) innerhalb eines kapitalistisch-materialistisch orientierten Wirtschaftssystems zu sein.

Es mag gelegentlich fast so scheinen, als ob Philosophie sich darin erschöpfe oder zumindest es vorrangige Aufgabe derselben sei, Zuarbeiterin für „die Wirtschaft„ und dort rein materielle Optimierung oder Vervollkommnung zu sein. Philosophie ist jedoch nicht dazu da oder bestimmt, einen Freibrief für jedwedes Handeln zur Erzielung beliebiger Zwecke auszustellen, und sich als Handlanger bestimmter Organisationen, Funktionäre, Institutionen oder Ideologien einspannen zu lassen. Rein zum Zwecke der Erfolgssteigerung und Gewinnmaximierung in ökonomischer Hinsicht bedürfte es nicht der Philosophie als Vernunftwissenschaft. Da genügten Regeln der Klugheit und Empfehlungen der Geschicklichkeit, da bedürfte es „nur„ der Übung des Verstandesgebrauchs, wobei es dann zutreffender wäre, von Pragmatismus und Wirtschaft zu reden.

Bei Philosophie geht es nicht um menschliches Leben und Handeln, das sich auf das Ökonomische verengen ließe, sondern es geht um den Menschen als Menschen, als vernunftbegabtes endliches Lebewesen samt seiner individuellen und gattungsmäßigen Begrenzt- und Beschränktheit auf der einen, sowie der Gesamtheit des ihm Möglichen und möglicherweise Auszeichnenden auf der anderen Seite. - Weisheitsliebe und Wirtschaft? Dem Streben, sich dem unerreichbaren Ideal der Weisheit asymptotisch anzunähern, kann man nicht gerecht werden, indem ein Element oder Teil ins Auge gefasst, der Mensch jedoch, wenn nicht aus den Augen verloren, so doch in den Hintergrund und an den Rand gerückt wird.

Gefährlich wird es nämlich dann, wenn Ergebnisse bereits im Vorfeld feststehen sollen, und der Hinweis auf „Philosophie„ nur dazu verwendet wird, um Vor-Urteile und bereits nicht mehr oder zumindest nicht grundlegend zur Disposition Stehendes bestätigen und „untermauern„ zu können. Wenn das Bemühen um voraussetzungsloses kritisches Hinterfragen und Überdenken nicht (mehr) den – immer neu einzunehmenden - Ausgangs- und Schwerpunkt bildet, dann verdient dasjenige, was unter dem Titel der Philosophie angeführt wird, seinen Namen nicht mehr. Und zwar zu Recht.



Diese und weitere Überlegungen finden sich in der Juniausgabe des von dem Bonner Beratungsunternehmen Apeiron herausgegebenen „Philosophiemonatsbriefes„. Auf der Homepage des Unternehmens lässt sich die digitale Publikation zu philosophischen Themen kostenfrei via Email abonnieren. Behandelt wird jeweils ein klassisches philosophisches Thema anhand aktueller Diskussionen aus Politik und Gesellschaft. Abgerundet wird die Publikation mit einem Literaturtipp. Die aktuelle Ausgabe kann kostenfrei bestellt werden unter » http://www.philosophieberatung.de - zusätzlich steht auch noch die Ausgabe Mai unter » http://www.philosophieberatung.de/pbf_05-06.pdf zum Download bereit. Alle Vormonate finden sich darüber hinaus im Online-Archiv.



Apeiron Philosophieberatung, gegründet von der Bonner Philosophin Renate Miethner, ist ein dezidiert philosophisch ausgerichtetes Beratungsunternehmen. Renate Miethner studierte Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhems-Universität Bonn und arbeitete ausführlich über Kant und die erkenntnistheoretischen Ansätze des deutschen Idealismus. Seit 2005 praktiziert sie philosophische Beratung für Unternehmen, Journalisten, Politiktreibende und Privatpersonen.



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