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Information Lifecycle Management (ILM) in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Marktwachstum 2006 um 11 Prozent auf 6,43 Milliarden Euro bei Storage-Lösungen und -Services in "DACH".

ILM kommt in Deutschland, Österreich und in der Schweiz gleichermaßen eine wachsende Bedeutung zu. Auch wenn der „ILM-Tenor„ in dieser Region relativ einheitlich ausfällt, gibt es dennoch länderspezifische Nuancen. Diese betreffen vor allem die Bedeutung von Compliance und den Einbezug externer Dienstleister, wie aktuelle Analysen der Experton Group aufzeigen.

29,5 Prozent der in Deutschland befragten Anwenderunternehmen haben nach eigenen Angaben bereits ILM punktuell oder unternehmensweit umgesetzt, gegenüber 31 Prozent in Österreich und 37 Prozent in der Schweiz. Allerdings haben 36 Prozent der Schweizer Befragten auf absehbare Zeit keine Umsetzung von ILM geplant – in diesem Punkt sind sie konservativer als die Kollegen aus Österreich und aus Deutschland, wo der Anteil jeweils bei nur 24 Prozent liegt. Alle drei Länder haben jedoch eines gemeinsam: Die organisatorische Seite der ILM-Umsetzung steckt noch in den Kinderschuhen.. „Wir schätzen, dass nur rund fünf Prozent der Unternehmen in ‚DACH’ in der Lage sind, Daten zu klassifizieren, diese in Service Level Objectives (SLOs) umzusetzen und im Anschluss das Management des Informations-Lebenszyklus für eine konkrete Applikation abzubilden„, relativiert Wolfram Funk, Senior Advisor bei der Experton Group, die Aussagen der Unternehmen.

Mit Blick auf das Information Lifecycle Management sehen sich die Anwenderunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz jeweils vor ähnliche Herausforderungen gestellt. In allen drei Ländern gehören Business Continuity & Disaster Recovery beziehungsweise die „Datensicherheit„ sowie die Bewältigung und Eindämmung des Datenwachstums zu den vordringlichsten ILM-Aufgaben, wie die Analyse der Experton Group zeigt.

Im Drei-Länder-Vergleich treten aber auch Unterschiede zu Tage. So wird in Österreich das Thema Compliance und Langzeitarchivierung nicht unter den Top-5-Herausforderungen genannt; dafür spielen Konsolidierungsvorhaben und die zunehmende Globalisierung eine relativ große Rolle. Die traditionell eher sicherheitsbewussten Schweizer Unternehmen wiederum sehen im Schutz und in der Verschlüsselung von Daten eine besondere Herausforderung, die es im Kontext von ILM zu bewältigen gilt.

Die Sensibilisierung für die Langzeitarchivierung von Daten als einer der treibenden Faktoren für ILM ist in allen drei Ländern hoch. Das Wissen um die zu erfüllenden Gesetze und Regularien fällt indessen lückenhaft aus. Nur 52 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland können konkrete Regelungen nennen, die die Umsetzung von ILM in ihrem Unternehmen vorantreiben. In Österreich und der Schweiz liegen diese Werte gar bei 44 respektive 37 Prozent. Bei den Nennungen konkreter Regelungen dominieren in der Schweiz das Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG) und Basel II, die österreichischen Anwenderunternehmen verweisen vor allem auf das Datenschutzgesetz, unternehmensinterne Regelungen und den Sarbanes-Oxley Act (SOX). Die deutschen Befragten sehen die GDPdU (Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen), das Bundesdatenschutzgesetz, Basel II und das HGB (Handelsgesetzbuch) als maßgebliche ILM-Treiber, gefolgt von SOX und den Grundsätzen ordnung! smäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme (GoBS) sowie weiteren, branchenspezifischen Regularien.

46 Prozent der Schweizer Befragungsteilnehmer sind der Meinung, dass es überhaupt keine Regelung gibt, die sich als „ILM-Treiber„ erweist, gegenüber 44 Prozent in Österreich und 37 Prozent in Deutschland. „Damit ist künftig besonders in der Schweiz eine stärkere Kommunikation zwischen den IT-Entscheidern und den Business-Verantwortlichen notwendig„, resümiert Alexander Hemzal, Country Manager Schweiz bei der Experton Group. „Schließlich bringen das Management und die Finanzabteilung die Kenntnis über Compliance-Anforderungen ein„, ergänzt Hemzal.

Bei der Planung und Umsetzung von ILM-Vorhaben greifen die Unternehmen in der Region DACH häufig auf externe Dienstleistungen zurück. Mehr als die Hälfte der befragten Anwenderunternehmen nimmt Wartungs- und Schulungs- sowie Implementierungsleistungen in Anspruch. Besonders offen für externe Beratungsleistungen waren bislang die Schweizer Unternehmen, wo ILM-Strategie- und Prozessberatung sowie Feinkonzeptions-Beratung überproportional häufig zum Einsatz kommen.

Auch dem Outsourcing stehen die Schweizer aufgeschlossener gegenüber als ihre Kollegen in Österreich und in Deutschland: 30 Prozent der befragten Eidgenossen lagern bereits selektiv aus, zum Beispiel als Managed Service, gegenüber 17 Prozent in Österreich und 20 Prozent in Deutschland. Dienste rund um Storage/ILM „on demand„ schlagen in der Schweiz mit einer Auslagerungsrate von 21 Prozent zu Buche; in Österreich und Deutschland liegen diese Werte aktuell noch bei 14 beziehungsweise neun Prozent. Die Anwenderunternehmen in Deutschland und Österreich planen aber, künftig beim Outsourcing - und vor allem bei Beratungsthemen - in großen Schritten aufzuholen.

Die externen Dienstleistungen werden im deutschsprachigen Raum häufig von den Storage-Anbietern selbst und von den Service-Bereichen der Systemhersteller erbracht. Dies legen auch die durch die Anwenderunternehmen vorgebrachten „spontanen„ Nennungen von Dienstleistern im ILM-Umfeld (ungestützter Bekanntheitsgrad) nahe. In allen drei Ländern führen IBM und HP dieses Ranking an; EMC, T-Systems und Hitachi Data Systems können sich in der Region jeweils unter den Top-10-Dienstleistern platzieren. In den länderspezifischen Ranglisten finden sich auch regional aufgestellte Service-Anbieter wieder, darunter redIT in der Schweiz und ACP in Österreich.

Insgesamt wird der Markt für Storage-Lösungen und –Dienstleistungen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz 2006 im Jahresvergleich um rund 11 Prozent wachsen. Vom Marktvolumen in Höhe von 6,43 Milliarden Euro entfallen 5,32 Milliarden Euro auf Deutschland, 530 Millionen Euro auf Österreich und etwa 580 Millionen Euro auf die Schweiz. Der Markt weist zwischen 2005 und 2008 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von knapp unter 11 Prozent auf, wobei die Schweiz für ein Wachstum von etwas über 10 Prozent steht und der deutsche und österreichische Storage-Markt jeweils um rund 11 Prozent zulegen.

Detaillierte Informationen zu Status und Entwicklungen im Storage- und ILM-Umfeld sind in einzelnen Länderanalysen der Experton Group für Deutschland, Österreich und die Schweiz verfügbar. Die Studien basieren auf Befragungen von 200 Anwenderunternehmen in Deutschland und jeweils 70 Firmen in Österreich und in der Schweiz. Befragt wurden Unternehmen mit mindestens 100 vollzeitlich beschäftigten Mitarbeitern.


Die Biographien von Wolfram Funk und Aleander Hemzal finden Sie unter den nachstehenden Links:

» http://www.experton-group.de/fileadmin/experton/bios/wolfram_funk.zip
» http://www.experton-group.de/fileadmin/experton/bios/alexander_hemzal.zip

Infos:
Die Experton Group ist der innovative, zuverlässige ICT-Wissenspartner für führende Unternehmen. Die Experton Group erbringt und vermittelt Bera¬tungs¬leistungen, Marktuntersuchungen, Konferenzen, Seminare und Publika¬tionen im Umfeld der Informations- und Kommunikationstechnologie. Unser Beratungsspektrum umfasst Technologie, Geschäftsprozesse, Management sowie Firmenkooperationen, -beteiligungen und -zusammenschlüsse. (2006-06-22)

Weitere Informationen finden Sie unter: » http://www.experton-group.de

Kontakt:
Edith M. Horton
Tel. 08151-447400
» edith.horton@experton-group.com

Quellenangabe: Experton Group


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