| Archiv-Übersicht |Auto & VerkehrBauen & WohnenBücher & MedienBildung & BerufeComputer-HardwareDiverse MeldungenEnergie & UmweltEssen & TrinkenFilm & FernsehenFinanzen/VersicherungenFreizeit & EventsGesundheit & MedizinKunst & KulturMode & LifestyleMusikNeue MedienSoftwareSportStars & SternchenTelekom & ElektronikTourismusWerbung & MarketingWirtschaft & VerbändeWissenschaft & Forschung| English Press Releases |

Die Entschlussfreudigkeit im Unternehmen ist weg. Die einzige Kreativität, die wir heute noch kennen, ist Unternehmen zusammen zu kaufen, um Wettbewerb auszuschalten oder Produktion zu verlagern, um Kosten zu sparen. Aber das Besinnen auf das, was man herstellt und kreativ die eigenen Produkte weiter zu entwickeln, ist nicht mehr vorhanden. Woran liegt das?

Da beißt sich die Katze in den Schwanz! Wir haben eine schlechte Konjunktur, gesunkene Umsätze und verlieren Arbeitsplätze. Da Kreativität immer auch mit Problemen einhergeht, weil sich eine neue Idee oft nicht so gut oder so schnell wie erwartet durchsetzt, ist immer die Angst vorhanden, Fehler zu machen. Die Waagschalen der Angst etwas falsch zu machen und dem Mut, neue Dinge auszuprobieren, verschiebt sich zur Angst. Angst, zum Beispiel den Arbeitsplatz zu verlieren, wenn neue Ideen nicht den gewünschten Erfolgt bringen. Und in schlechten Zeiten haben Unternehmen leider weniger Geduld mit neuen Ideen.

Jeder im Unternehmen achtet auch darauf, dass niemand anders etwas Kreatives unternimmt und wenn, wird es torpediert. Es könnte ja, wenn es erfolgreich wird, die eigene Position schwächen. Grund ist auch hier die Angst um den Arbeitsplatz – „wenn alle nichts tun, ist die Chance geringer, dass es mich trifft, wenn Arbeitsplatzverlust droht„. Das ist klassische Vogel Strauss Politik.

Im Verkauf beschränkt man sich darauf, den Umsatzrückgang zu erklären und Kunden zu halten. Auch hier bloß kein Risiko eingehen. Die Zeit,. die zur Verfügung steht, wird investiert, um Umsatz zu halten, Zeit für die Entwicklung neuer Verkaufsaktivitäten fehlt. Man starrt wie der Hase auf die Schlange und hofft, dass sich die Situation ändert. Irgendjemand von außen muss helfen, die Regierung mit Investitionsprogrammen und internationalen Wirtschaftsabkommen, die Mitarbeiter mit Lohnverzicht, die Lieferanten mit Kostensenkungen, die Kunden mit mehr Konsum. Das nennt man wohl Management by Hope.

Die Forschungsabteilungen unserer Unternehmen sind heute Abteilungen zur Qualitätssicherung. Auch ein wichtiger Aspekt, natürlich, aber nur ein Aspekt. Forschung und Entwicklung beschränkt sich darauf, Wettbewerbsprodukte nachzubauen und Kundenwünsche zu befriedigen. Eigene neue Ideen, die Umsetzung eigener Marktbeobachtung in neue Produkte ist faktisch nicht vorhanden. Forschung und Entwicklung wird verwaltet, nicht gelebt.

Bei der Personalpolitik schließt sich der Kreis. Die erfahrenen Mitarbeiter werden entlassen, man stellt entweder sehr junge unerfahrene Mitarbeiter ein oder Mitarbeiter, die aus der eigenen Branche kommen. Junge Mitarbeiter müssen erst noch Erfahrung sammeln, um für ein Unternehmen positive Entscheidungen zu treffen. Bei Mitarbeitern aus der Branche hofft man gerade im Verkauf, dass der Mitarbeiter ein paar Kunden vom Wettbewerb mitbringt. Aber das geht i.d. R. nur über en Preis. Der Wettbewerb wird auf den Preis reagieren und das Preisniveau ist wieder mal gefallen. Hinzu kommt, dass Mitarbeiter, die als Ersatz für ausscheidende Mitarbeiter so kurzfristig eingestellt werden, dass keine Zeit zur Einarbeitung und zum Wissenstransfer bleibt.

Wir haben in Deutschland keine Kultur mehr, die in Unternehmen Freiräume schafft, in denen sich Kreativität entwickeln kann. Die von einer Unternehmensspitze gelebt wird und sich durch das ganze Unternehmen zieht. Wir befinden uns in der gefährlichen Situation, das wir glauben, dafür keine Zeit oder kein Geld zu haben. Damit investieren wir in unsere Zukunft keine Zeit und kein Geld. Manager müssen Freiräume haben und/oder schaffen, um neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Zum Glück gibt es immer noch einige Unternehmen, bei denen solche Dinge gepflegt werden. Auch einige Länder, in denen solche Unternehmenskultur gefördert wird. Diesen Unternehmen geht es heute besser als den anderen. Zauderer Unternehmen machen nichts falsch aber auch nichts richtig. Erfolgreiche Unternehmen machen etwas, dabei schlägt die Summenbilanz von Erfolgen und Misserfolgen zugunsten des Erfolges aus.


Helmut König Mittelstr. 19 35516 Münzenberg
Tel. 0172 / 9201709 Fax. 0721 / 151430712
E-Mail » koenig-bpv@online.de
Homepage: » www.koenigskonzept.de


zurück
nach oben

','
',$content); ?>