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Deutsches Institut für KMU in Berlin legt Ergebnisse einer aktuellen Studie zu Trends und Perspektiven in der Beratung von KMU vor.


Rund 2000 Berater in Deutschland wurden zu den in Zukunft wichtigsten Beratungsthemen
sowie den aktuellen Trends in der Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen
befragt. Gestiegener Wettbewerbsdruck, sinkende Honorare und eine zunehmende
Internationalisierung sind die wesentlichen Ergebnisse der vom Deutschen Institut
für KMU (DIKMU) e.V. in Berlin vorgestellten Studie.


Unsicherheit fördert Beratungsgeschäft
Die Unsicherheit in der Wirtschaft über zukünftige Entwicklungen ist dem Beratergeschäft
eher förderlich als abträglich. So gehen über 60% der befragten Berater davon
aus, dass das Marktvolumen für die Beratung von KMU in der nächsten Zeit um mehr
als zwei Prozent zunehmen wird. Die Art der Akquisition von Beratungsgeschäften hat
sich jedoch verändert: Über die Hälfte der Befragten gab an, dass Fördermittel hierbei
inzwischen eine weitaus geringere Rolle als noch vor drei Jahren spielen.


KMU verlangen nach neuen Beratungsmethoden
Im Grundprinzip haben die Berater ihre Beratungsmethoden beibehalten. Obwohl sich
die befragten Berater nicht stärker haben spezialisieren müssen, ist doch besonders der
Druck, neues Know-how und neue Methoden zur Problemlösung zu erwerben, bei
62% der Befragten gestiegen. Die KMU stellen höhere Ansprüche als noch vor einigen
Jahren: Mit alten Beratungsmethoden wie der Anfertigung von Studien und Berichten
sind KMU nicht mehr zufrieden — befanden 73% der Befragten. Tendenziell sind KMU
inzwischen besser auf Berater vorbereitet.


Gestiegener Wettbewerbsdruck
Besonders der Wettbewerbsdruck durch andere Berater nimmt zu: Über die Hälfte der
Befragten gab an, dass zum einen konkurrierende Berater ihre Klientenansprache in der
letzten Zeit professionalisiert haben und zum anderen immer mehr branchenfremde
Unternehmen wie Versicherungen und Banken in das Beratergeschäft eintreten. Gerade
Banken nutzen — laut zwei Drittel der Befragten — hierzu Themen wie Basel II.
Wenngleich der Wettbewerbsdruck durch andere Berater zunimmt und KMU tendenziell
immer weniger bereit sind, das geforderte Honorar zu zahlen und die Berater so
unter wachsendem Honorarpreisdruck stehen, musste die Mehrheit der befragten Berater
keine für sie neue Klientel ansprechen. KMU sind für sie eine wichtige Zielgruppe,
die gerade in den letzten Jahren — unabhängig von dem Konkurrenz- und Honorarpreisdruck
— tendenziell interessanter geworden ist.


Zunehmende Internationalisierung
Da die Berater immer stärker unter Druck stehen — so dass auch die Umsatzrenditen
laut 54% der Befragten in den letzen Jahren gesunken sind — ist es für sie umso wichtiger,
die zentralen Trends in der Beratung zu kennen. Denn nur so können sie ihr Beratungsangebot
auf ihre Kunden abstimmen. Beratungsthemen, die in Zukunft an Bedeutung
gewinnen werden, sind die Internationalisierung (besonders Auslandsmärkte in der
EU), die Umsetzungsberatung (Coaching), die Finanz- und Kapitalberatung sowie die
Strategie- und Prozessberatung. In ihrer Relevanz als überbewertete Themen werden
von den Beratern Basel II und die IT-Beratung angesehen.
Kooperationen notwendig
Gerade weil der Beratermarkt immer stärker unter Druck gerät, wird es zunehmend
wichtig, dass Berater ihren Kunden zwar ein breites Beratungsangebot bieten, sich
selbst jedoch auf ein Fachgebiet und/oder eine Branche spezialisieren. Um diesen Spagat
zu bewerkstelligen und ein möglichst großes Beratungsspektrum abdecken zu können,
werden Kooperationen mit Beratern, die andere Leistungsschwerpunkte anbieten,
immer wichtiger.


Das Deutsche Institut für kleine und mittlere Unternehmen e.V.:
Das Institut wurde 2001 gegründet und versteht sich als Drehscheibe zwischen Wirtschaft,
Politik, Wissenschaft und Verbänden. Die Aufgabe des Instituts ist die Förderung
der Zusammenarbeit, des Wissenstransfers und der Forschung und Lehre auf dem Gebiet
der Wirtschaft und Technik, um die Wettbewerbsposition der kleinen und mittleren
Unternehmen (KMU) nachhaltig zu verbessern. Wissenschaftlicher Direktor des Instituts
ist Univ.-Prof. Dr. Jörn-Axel Meyer.

Ansprechpartnerin:
Dipl.-Kff. (FH) Evamaria Buchhop,
Deutsches Institut für kleine und mittlere Unternehmen,
Büro Berlin-Mitte, Torstraße 61,
10119 Berlin, Tel: 030/89408-450,
E-Mail: » e.buchhop@dikmu.de.


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