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schlägt Anteilsverkauf Stadtwerke Leipzig an Gaz de France vor

Der Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters informiert:
Französischer Energieversorger bietet 520 Mio. Euro / Nachhaltiges Engagement am Standort Leipzig geplant / OBM kündigt nachhaltige Entschuldung und Investitionsprogramm an

31.10.2007 - Das Bieterverfahren für 49,9 % der Anteile an der Stadtwerke Leipzig GmbH ist mit dem Eingang von vier notariell beurkundeten Angeboten beendet. Der französische Energieversorgungskonzern Gaz de France SA (GdF) soll den Zuschlag erhalten. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag beabsichtigt Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung in die Ratssitzung am 12. Dezember 2007 einzubringen. Der von Gaz de France gebotene Kaufpreis beträgt 520 Mio. Euro. Jung: „Mit Gaz de France wird der exzellente Partner für die Weiterentwicklung der Stadtwerke Leipzig GmbH gefunden. Das Unternehmen unterstützt die auf Wachstum ausgerichtete Strategie der Stadtwerke ohne Einschränkungen. Der aktuelle Kaufpreis entspricht – verglichen mit dem beim Rückerwerb von RWE vor vier Jahren - einer Wertsteigerung von über 100 Prozent. Das Angebot von GdF spiegelt somit auch die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Leipzig wider.“
Darüber hinaus gibt dieser Kaufpreis der Stadt Leipzig die Möglichkeit, die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (LVV) nachhaltig zu entschulden und damit die Finanzierung des öffentlichen Personalverkehrs dauerhaft sicherzustellen. Jung: „Zusätzlich schlage ich vor, die verbleibenden 320 Mio. Euro in den städtischen Haushalt zu überführen. Mit ihnen sollen hälftig Schulden nachhaltig abgebaut und hälftig dringend erforderliche Investitionen in den Erhalt des städtischen Vermögens getätigt werden.“ In diesem Zusammenhang kündigte Jung ein Investitionsprogramm zur Schul- und Kita-Sanierung sowie Stadtentwicklung und Straßensanierung an. Dieses ermögliche unter Einbindung von Fördermitteln in den nächsten zehn Jahren dringend erforderliche Investitionen von rund einer halben Milliarde Euro unter Eibringung von 130 Mio. Euro Eigenmitteln. „Besonders dem Mittelstand der Region wird dies zu Gute kommen, der Werteverfall städtischen Eigentums wird gestoppt“, begründete der Oberbürgermeister das Investitionsprogramm. Weitere 30 Mio. Euro sollen in einen „Fonds für strategische Investitionen“ fließen. Jung: „Dieser ermöglicht ein unverzügliches, flexibles Agieren bei Ansiedlungsvorhaben und öffnet Möglichkeiten für neue Arbeitsplätze.“
Strategische Partnerschaft
Gaz de France, bisher überwiegend in der Gasversorgung tätig, möchte sich stärker im Strombereich engagieren und bekennt sich zu den Stadtwerken Leipzig als zentrale Plattform. Das französische Unternehmen ermöglicht den Stadtwerken Leipzig außerdem die Entwicklung des deutschlandweiten Gasabsatzes an Endkunden, insbesondere im Mittelstandssegment. GdF verpflichtet sich, den Stadtwerken Leipzig zusätzlich bis zu 3,5 TWh Gas zu günstigen Konditionen zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich werden die Stadtwerke Leipzig GmbH von dem Know-how von Gaz de France, einem der größten Gasversorger weltweit, profitieren.
Oberbürgermeister Jung: „Mit Gaz de France können die Stadtwerke Leipzig ihren bisherigen Wachstumskurs im Stromhandel, bei regenerativen Energien und in Polen mit voller Unterstützung eines starken Partners fortsetzen. Gleichzeitig erhalten sie die einmalige Chance, sich mit einem klaren Wettbewerbsvorteil das zukunftsträchtige Feld des Gashandels zu erschließen.“ LVV-Geschäftsführer Dr. Hans-Joachim Klein ergänzt: „Gaz de France hat klar gemacht, welch großen Beitrag das Unternehmen leisten kann, um die Profitabilität der Stadtwerke Leipzig durch solche wachstumsorientierte Maßnahmen nachhaltig zu steigern.“
Nachhaltiges Engagement von GdF am Standort Leipzig
Bei Zuschlagserteilung an Gaz de France wird Leipzig auch in punkto Standortqualität deutlich profitieren. So beabsichtigt die GdF in den nächsten acht Jahren 12 Mio. Euro für kulturelle Zwecke in Leipzig einzusetzen. Mit 8 Mio. Euro sollen darüber hinaus Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Biomasse-Forschungszentrums in Leipzig gefördert werden. Das Unternehmen wird außerdem seine Präsenz in Leipzig verstärken und dazu rund 30 Arbeitsplätze an die Pleiße verlegen.
Vorgaben des Ratsbeschlusses umgesetzt
Insgesamt wurden alle vorgegebenen Ziele des Ratsbeschlusses vom 15. November 2006 erreicht. So wird zur Sicherung der Arbeits- und Ausbildungsplätze ein parallel von der LVV mit der Arbeitnehmervertretung verhandelter Tarifvertrag bei Abschluss der Teilprivatisierung wirksam. Dieser sieht die volle Wahrung des Rechts– und Besitzstandes und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für acht Jahre vor. Der steuerliche Querverbund bleibt mit der Teilprivatisierung umfänglich erhalten. LVV-Geschäftsführer Dr. Hans-Joachim Klein: „Damit ist gesichert, dass der öffentliche Nahverkehr in Leipzig ohne Zuschüsse der Stadt durch die LVV auf Basis des Nahverkehrsplans finanziert werden kann.“
Bieterverfahren
Das Bieterverfahren für 49,9 % der Stadtwerke Leipzig GmbH wurde von KPMG, Corporate Finance, organisiert und von Beiten Burkhardt rechtlich sowie von Wibera steuerlich begleitet. Es begann im April 2007 mit der Veröffentlichung einer Aufforderung zur Abgabe von Interessenbekundungen. Insgesamt 22 Unternehmen hatten ihr Interesse am Erwerb der Anteile bekundet. Aus diesem Kreis waren über verschiedene Verfahrensstufen vier Bieter ausgewählt, mit denen Schlussverhandlungen geführt und die zur Abgabe notariell beurkundeter Angebote aufgefordert wurden.
Stadtwerke Leipzig GmbH und Gaz de France
Stadtwerke Leipzig GmbH ist ein eigenständiger, spezialisierter Energiedienstleister und hat im Geschäftjahr 2006 Umsatzerlöse von 1,7 Milliarden Euro und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 54 Mio. Euro erwirtschaftet sowie im Konzern im Jahresdurchschnitt 2.422 Mitarbeiter beschäftigt. Stadtwerke Leipzig GmbH betreibt die Strom- Gas und Fernwärmeversorgung in Leipzig einschließlich der entsprechenden Netze und ist darüber hinaus überregional im Energieeinzelhandel und Energiegroßhandel tätig und tritt als Multiutility Dienstleister in der Region Pommern auf. Alleiniger Gesellschafter der Stadtwerke Leipzig GmbH ist bisher die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft, die wiederum zu 100 Prozent der Stadt Leipzig gehört.
Gaz de France ist mit ca. 50.000 Mitarbeitern, 13,8 Mio. Kunden und einer Börsenkapitalisierung von ca. 34 Milliarden Euro einer der größten Energieversorger Europas. Die Geschäftaktivitäten umfassen die Erzeugung, Verteilung und den Verkauf von Energie (insbesondere Erdgas, aber auch Strom sowie Energiedienstleistung in mehr als 30 Ländern). Seit 1976 ist Gaz de France über die Gaz de France Deutschland GmbH mit inzwischen 700 Mitarbeitern auf dem deutschen Markt vertreten und u. a. an der GASAG in Berlin beteiligt.
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Medieninformation
Stadt Leipzig
www.leipzig.de


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