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Hansgrohe räumt im Lager auf und gewinnt so zusätzliche Liquidität

Herzogenrath, 04.09.2006 - Der Sanitär- und Badspezialist Hansgrohe optimiert derzeit seine Supply Chain Prozesse in Zusammenarbeit mit der Leonardo Group sowie Abels & Kemmner. Erste Ergebnisse liegen jetzt vor: Durch das neu eingeführte, nachfrageorientierte Pull-Systems bei Produktion und Beschaffung wird ab sofort keine Bestellung mehr ohne Nachfragebedarf ausgelöst. Das sich hieraus ergebende Bestandreduzierungspotenzial bei den Rohmaterialien ist mit über 30% ernorm liquiditätssteigernd. Ausgehend von durchschnittlich 16% der Bilanzsumme im produzierenden Gewerbe*1 kann jedes Unternehmen pro Million Bilanzsumme bei analoger Umsetzung knapp 5 % bzw. 48.000 EUR Liquidität schaffen. Das frei werdende Geld können Unternehmen in Gewinne, Personal, Standortsicherung oder gar in Preissenkungen investieren, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern: Dadurch, dass der Kapitaldienst für diese Bestände entfällt, sinken die Stückkosten analog.

In nur 10 Wochen wurden die Bestände der Pilotartikel um 50% gesenkt. Voraussetzung hierfür war eine detaillierte Analyse der Bestände und die Simulation der Beschaffungskette zur Optimierung der logistische Parameter. Die Ergebnisse der hierfür durchgeführten ABC/XYZ-Analysen*2 zeigten ein klassisches Bild: Während es gelingt, im AB/XY-Bereich die Bestände im Verhältnis zum Umsatz gering zu halten, war der Bestand bei den sporadisch benötigten Artikeln (Z2-Artikel) sowie bei den geringwertigen C-Artikeln zu hoch, was sich durch einen geringen Wert des Lagerumschlags ausdrückt.

Basierend auf diesen Erkenntnissen wurden im nächsten Schritt die Parameter für Bestands-Simulationsläufe festgelegt: Bei den hochwertigen A- und B-Artikel sollte nach Möglichkeit ein hoher Lagerumschlag erzielt werden. Dazu wurde ein Eindeckzeitraum von 5 Arbeitstagen gewählt. Bei den geringwertigen C-Artikeln wurde ein Eindeckzeitraum von 20 Arbeitstagen gewählt, was sich nur gering auf die Bestände auswirkt aber sowohl im Einkauf als auch in der Logistik den administrativen und physischen Aufwand in Grenzen halten sollte. Die sporadisch verbrauchten Z2-Artikel wurden bei der Simulation ebenfalls berücksichtigt, allerdings sollten diese Artikel wegen des höheren Bestandsrisikos zukünftig auftragsbezogen beschafft werden. Alle Artikel wurden mit drei verschiedenen Lieferbereitschaftsgraden simuliert, um zum einen die erzielbaren Lieferbereitschaftsgrade beurteilen zu können und zum anderen die Auswirkungen des Lieferbereitschaftsgrades auf die Bestände zu ermitteln. Die Simulationen wurden sowohl mit den in DISKOVER*4 verfügbaren Prognoseverfahren durchgeführt, als auch eingeschränkt nur mit den in SAP verfügbaren Verfahren, was einen Ausschluss verteilungsfreier Verfahren*3 bedeutete.

Die Ergebnisse der verschiedenen Simulationsläufe ergaben Bestandsreduzierungspotenziale von bis zu 47%. Dabei betrugen die Lieferbereitschaftsgrade der zukünftig lagerhaltigen Artikel zwischen 91% und knapp 96%. Dabei wurden die hohen Lieferbereitschaftsgrade mit den in DISKOVER zur Verfügung stehenden verteilungsfreien Verfahren erreicht, aber auch die SAP-Verfahren kamen zu zufrieden stellenden Ergebnissen. Als zu favorisierende Variante entschied man sich daher für die SAP-Verfahren mit einem Solllieferbereitschaftsgrad von 95%, was eine Bestandsreduzierung um ca. 34% bedeutet.

*1 Quelle: Deutsche Bundesbank Monatsbericht Oktober 2005: Verarbeitendes Gewerbe 2003.

*2 ABC/XYZ-Analysen
Die Achse ABC charakterisiert die Umsatzbedeutung von Artikeln von A (hohe Bedeutung) bis C (geringe Bedeutung). Die Achse XYZ charakterisiert das Nachfrageverhalten von X (regelmäßig) bis Z (sporadisch). Aus den sich so ergebenden neun Varianten von AX bis CZ werden Lagerhaltungs- und Dispositionsstrategien abgeleitet.

*3 Verteilungsfreie Dispositionsverfahren
25 Prozent aller Artikel werden mit verteilungsfreien Verfahren genauer disponiert, als mit konventionellen Dispositionsverfahren, wie sie in den meisten ERP-Systemen zur Anwendung kommen.

*4 Diskover
Diskover ist ein Dispositionsstool, das auch verteilungsfreie Verfahren unterstützt und so optimale Szenarien für die Disposition liefert, und an alle gängigen ERP-Systeme angekoppelt werden kann. Die Investition in Diskover rechnet sich für Unternehmen immer dann, wenn höchste Lieferbereitschaftsgrade bei minimalen Beständen erzielt werden sollen.


Über Abels & Kemmner
Ein Schwerpunkt des Unternehmens, das europaweit tätig ist, ist die Straffung von Wertschöpfungsketten (Supply-Chain-Optimierung) bei Serien- und Variantenfertigern sowie Großhandelsunternehmen. Abels & Kemmner beschäftigt sich hierbei mit der Auslegung und Optimierung von Auftragsabwicklung und Logistik von den Lieferanten bis zu den Kunden und von der Artikelsortimentierung bis zur IT-Unterstützung. Typisch für die Projekte von A&K ist, dass die Supply Chain im wörtlichen Sinne berechenbar gemacht wird. Bereits zweimal gewannen Supply Chain Konzepte, die A&K mit seinen Kunden erarbeitet hat, Best Practice Preise.
Den zweiten Schwerpunkt bilden Restrukturierungs- und Ertragssteigerungsprojekte. Hier erarbeiten die Consultants Fortführungsprognosen sowie Restrukturierungs- und Downsizing-Konzepte und setzen diese in den Unternehmen um. Durch erfolgreiche Sanierungen mittelständischer Unternehmen machten sie sich einen Namen im Krisen- und Turnaround-Management. In den letzten Jahren war Abels & Kemmner an der Sanierung eines Großteils der größeren Unternehmensinsolvenzen im Saarland beteiligt.


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Tel.: 02407-9517600
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Leserkontakt
Dr.-Ing. Götz-Andreas Kemmner
Abels & Kemmner Gesellschaft
für Unternehmensberatung mbH
Kaiserstraße 100
52134 Herzogenrath
Tel.: 02407-9565-0
Fax:02407-9565-40
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