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Omega-3-Fettsäuren aus fetten Meeresfischen gehören mit zu dem Wertvollsten, was das Meer zu bieten hat. Doch einige Fischbestände stehen kurz vor einem Kollaps und sind somit nicht mehr in der Lage die kardioprotektiven Substanzen zu liefern, so die Ernährungswissenschaftlerin Anja Baustian von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. aus Aachen.


Daher empfehlen die Ernährungsexperten der Gesellschaft die Einahme von Fischölkapseln. Die lebens­notwendigen Omega-3-Fettsäuren dienen dem Schutz für Herz und Kreislauf und gelten als gute Cholesterinsenker sowie Entzündungshemmer (1). Aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, im Besonderen aus der Eicosapentaensäure (C20 : 5ω-3) bildet der menschliche Organismus die Eicosanoide Thromboxane, Prostazykline und Leukotrine. Die hormonähnlichen Substanzen hemmen die Thrombozytenaggregation, senken den Triglyceridespiegel und das gefäßschädliche LDL-Cholesterin. Außerdem wirken die Fischfette blutdrucksenkend (2). Die besten Lieferanten für Omega-3-Fettsäuren sind fette Kaltwasserfische, hauptsächlich Hering, Lachs und Makrele. Um einen ausreichenden Schutz vor kardiovaskulären Erkrankungen zu erlangen, müsste ein wöchentlicher Fischkonsum von zwei bis drei Portionen gewährleistet sein. Problematisch sind in diesem Zusammenhang die Fischbestände. Zwei bis dreimal Fisch pro Woche auf die Bevölkerung Deutschlands hochgerechnet würde ein enorme Belastung der Meere bedeuten. Schon jetzt sind unsere Gewässer von Entfischung bedroht. Die Fischereiflotte der EU fängt jährlich bis zu sieben Millionen Tonnen Fisch. Die verheerenden Folgen: 70 Prozent der weltweit 200 wirtschaftlich bedeutendsten Fischarten wie Hering oder Nordseekabeljau sind bereits überfischt oder bis an ihre biologischen Grenzen befischt. Für Fischgenuss ohne Gewissensbisse sollten Verbraucher bewusster und kritischer beim Fischkauf auswählen. Meeresbewohner aus nachhaltiger Fischerei sind erste Wahl, sie unterliegen nicht einer Überfischung und schonen somit die Meeresumwelt und Bestände. Erkennbar sind diese Fische an dem MSC Label – das Umweltsiegel für verantwortungsvollen Fischfang. Das Marine Stewardship Council Label zertifiziert Fischsorten, die nicht von einer Überfischung bedroht sind. In Hinblick auf die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sind Alaska Wildlachs, Atlantischer Lachs sowie Makrele zu empfehlen. Thunfisch ist aufgrund seiner schlechten ökologischen Bewertung ungünstig im Verzehr. Auch in der Ernährungsberatung kommt der Ökologie eine besondere Bedeutung zu und daher kann auch zur Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen die zusätzliche Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren über Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Alternative sein. Ferner sind eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise notwendig, um die Entstehung von koronaren Herzerkrankungen zu vermeiden und die Lebensqualität zu verbessern, so die Ernährungswissenschaftlerin abschließend. Am 7. und 8. Oktober 2006 findet in Aachen der 4. Internationale Diätetik Kongress statt. Schwerpunktthemen sind rheumatische Erkrankungen, Osteoporose, Gelenkerkrankungen, Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und sekundäre Pflanzenstoffe. Weitere Informationen unter www.ernaehrungsmed.de. In der Cholesterin- und Fettampel aus dem Knaur Verlag sind Fettsäuren und -punkte, Cholesterinwerte sowie Gesamtfett auf einen Blick und für über 2600 Lebensmittel angegeben. Das Buch kann zum Preis von 8,90 Euro unter » http://buch.ernaehrungsmed.de/3426669137 bestellt werden.


(1) Hu FB, Willett WC: Optimal diets for prevention of coronary heart disease. JAMA. 2002
Nov 27;288(20):2569-78.
(2) Breslow JL. n-3 fatty acids and cardiova scular disease.
Am J Clin Nutr. 2006 Jun;83(6 Suppl):1477S-1482S.

Aussender:
Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.
Mariahilfstr. 9, 52062 Aachen
Tel.: 0241 - 90 10 30 Fax.: 0241 - 96 10 322


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