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Aktuelle Studien aus den USA und Deutschland vermuten einen engen Zusammenhang zwischen dem erhöhten Fruktosekonsum und der Begünstigung von Übergewicht, kommentiert heute Diplom Ernährungswissenschaftlerin Judith Männich von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen.

Der stetig zunehmende Einsatz von Fruktose als Zuckeraustauschstoff in herkömmlichen Lebensmitteln und der konstant hohe Zuckerkonsum ist aufgrund neuester wissenschaftlicher Untersuchungen zu hinterfragen, betont Judith Männich. Das massive Problem der stetig ansteigenden Zahl übergewichtiger Menschen weltweit ist lange Zeit bekannt. Aktuelle Studien aus den USA vermuten einen engen Zusammenhang zwischen dem in den letzten 30 Jahren massiv angestiegenen Fruktosekonsum von jährlich 0,29 kg/Person auf 33,4 kg/Person (verzehnfacht) in Form von „High-Fructose-Corn-Syrup (HFCS)„, eine in den USA übliche Form des Maissirups, und der Anzahl übergewichtiger Menschen (1). Auch hierzulande steigt der Einsatz von Fruktose als Zuckeraustauschstoff in Lebensmitteln wie Getränken und Milchprodukten. Derartige Produkte locken den Verbraucher mit Deklarationen wie „weniger Zucker„, „nur aus der Süße von Früchten„ oder „ohne Kristallzucker„. Als Resultat k! ommt es lediglich zu einer Irreführung des Verbrauchers, da solche angeblichen „Diät„-Produkte anstelle der erwarteten positiven Effekte gesundheitliche Risiken nach sich ziehen, warnt die Ernährungswissenschaftlerin. Fruktose liefert genau wie Glukose vier Kilokalorien pro Gramm. Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DifE) in Potsdam wiesen im Tierversuch einen engen Zusammenhang zwischen einer begünstigten Fetteinlagerung und dem erhöhten Fruktosekonsum in Form von fruktosehaltigen Getränken nach. Des Weiteren zeigten sich erhebliche negative Auswirkungen auf die für die Hunger-Sättigungs-Regulation ausschlaggebenden Hormone Leptin, Ghrelin und Insulin. Ergänzend dazu belegt die Studie, dass die Gewichtszunahme nicht auf eine überschüssige Energiezufuhr zurückzuführen ist. Die mit Fruktose gefütterten Tiere nahmen im Vergleich zu der Kontrollgruppe sogar weniger Energie auf (2). Zur Feststellung der Übertragbarkeit der Studie auf den Menschen bed! arf es weiterer Untersuchungen. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht lässt sich jedoch weiterhin der Verzehr von Obst empfehlen. Ein ausreichender Obstverzehr gewährleistet eine gute Versorgung mit wichtigen essentiellen Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Weitere Informationen zu einer gesunden Ernährungsweise sind unter » www.ernaehrungsmed.de erhältlich. Der nächste Internationale Diätetik Kongress findet am 7. und 8. Oktober 2006 im Kármán Auditorium der RWTH Aachen statt. Schwerpunktthemen sind rheumatische Erkrankungen, Osteoporose, Gelenkerkrankungen, Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und sekundäre Pflanzenstoffe.

Quelle:
(1) Bray et al.Consumpttion of high-fructose corn syrup in beverages may play a role in the epidemic of obesity.Am J Clin Nutr 79: 537-543.
(2) Jürgens et al.Consumpting Fructose-sweetened Beverages Increases Body Adiposity in Mice. Obes. Res. 2005 13: 1146-1156.


Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. ist eine praxisorientierte Fachgesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, die sich an Mediziner, Apotheker, Ernährungswissenschaftler und auch Diätassistenten wendet. Wir fördern den kollegialen Dialog und stehen unseren Mitgliedern ratgebend zur Seite.


Kontakt:

Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.
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Tel: 0241-961030, Fax: 0241-9610322
» presse@ernaehrungsmed.de, » www.ernaehrungsmed.de


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04.09.2006


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