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Checkliste hilft psychisch kranken Jugendlichen bei der Suche nach dem passenden Therapeuten

21.11.2007 - Kinder und Jugendliche brauchen eine andere Behandlung als Erwachsene – medizinisch wie psychotherapeutisch. Mindestens fünf Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben nach Schätzung von Experten eine dringend behandlungsbedürftige psychische Störung. Rund 20 Prozent gelten als psychisch auffällig. Um den Betroffenen und ihren Angehörigen den Weg zur Therapie zu erleichtern, haben Psychologen der Christoph-Dornier-Klinik eine Checkliste zur Therapeutensuche erstellt.

„Psychische Krankheiten im Kindes- und Jugendalter wachsen sich nicht einfach aus. Im Gegenteil, ohne fachgerechte Behandlung verlaufen sie in jedem zweiten Fall chronisch„, warnt Silvia Uhle, Leitende Psychologin der Christoph-Dornier-Klinik in Münster.

Nur selten treten psychische Auffälligkeiten isoliert auf. Meistens liegt eine Mischung von Problemen aus verschiedenen Störungsbereichen vor, insbesondere bei Jugendlichen. Dies erschwert zum einen die eindeutige Zuordnung der Störungen zu den Diagnosekategorien, zum anderen erfordert es in der Therapie eine multimodale Herangehensweise. Das heißt, den Einsatz verschiedener Therapie-Bausteine, die individuell auf die Symptomatik des jugendlichen Patienten abgestimmt werden und auch die Bezugspersonen einbeziehen.

Wesentlich ist neben der Therapieform aber auch der Therapeut selbst. In der psychotherapeutischen Behandlung von Jugendlichen gibt es drei Kernprobleme, denen ein Therapeut gewachsen sein muss:

• Die Jugendlichen selbst haben häufig kein oder nur ein geringes Problembewusstsein. Änderungsbedarf wird eher bei den anderen gesehen. Dementsprechend schwierig ist es sie zu einer Verhaltensänderung zu motivieren. Trotz Leidensdruck haben viele Jugendliche große Schwierigkeiten, therapeutische Angebote anzunehmen und sich in entsprechende Settings einzuordnen. Die Vorstellung beim Therapeuten erfolgt meist auf Initiative der Eltern oder Lehrer.

• Ein weiteres Problem sind die oft entgegengesetzten Zielvorstellungen der Jugendlichen und ihrer Bezugspersonen. Zumal Jugendliche zwar ausdrücken können, was sie in Opposition zu Eltern und Lehrern nicht wollen, aber Schwierigkeiten haben eigene Ziele zu formulieren.

• Außerdem fällt es ihnen schwer, in der Therapie Erarbeitetes auf alltägliche Lebensbereiche zu übertragen und erreichte Veränderungen zu stabilisieren.

„Jugendliche Patienten müssen frühzeitig erkennen können, dass sich ihre Mitarbeit lohnt. Dies ist nur möglich, wenn sie sich von Anfang an mit ihren altersspezifischen Bedürfnissen, Problemen, Zielen und Konflikten ernst genommen fühlen und sich aktiv in die Therapie einbringen können„, sagt Silvia Uhle von der Christoph-Dornier-Klinik. In der Therapie von psychisch kranken Jugendlichen sind Transparenz und Nachvollziehbarkeit der therapeutischen Maßnahmen daher besonders wichtig.
Die Checkliste zur Therapeutensuche und weitere Informationen erhalten Jugendliche, Angehörige und Interessierte im Internet unter » www.c-d-k.de.

Kontakt:
Christoph-Dornier-Klinik für Psychotherapie
Dr. rer. med. Silvia Uhle, Leitende Psychologin
Tibusstraße 7-11
48143 Münster

Fon: 0251/ 48 10-0
Fax: 0251/ 48 10-105
E-Mail: Uhle@c-d-k.de
Internet: www.c-d-k.de

Pressekontakt:
Katja Schepers
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
für Medizin & Gesundheit
Zülpicher Straße 239
50937 Köln

Fon: 0221/ 261 57 68
Fax: 0221/ 261 57 69
E-Mail: info@schepers-pr.de


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