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Handel mit Fleisch stark gefährdeter Finnwale als nächstes Etappenziel

In einer dramatischen Sitzung des Tierausschusses von CITES (Washingtoner Artenschutzabkommen) in Lima, Peru, legen die Walfänger ihre Karten auf den Tisch: Das Handelsverbot mit Finnwalprodukten soll aufgehoben werden. Island beantragte die Durchführung einer Evaluierung des Status des Finnwals. Der Tierausschuss stimmte diesem Vorschlag zu. Die Evaluierung hat zum Ziel zu prüfen, ob die Listung dieser Art in Anhang I und somit das geltende Handelsverbot mit Produkten dieser Art noch gerechtfertigt ist. Groteske Begleiterscheinung: Der Walfangstaat Island führt die Evaluierung selbst durch.Gerade in den vergangenen Jahren ist das Interesse am Fang von Finnwalen, den zweitgrößten Lebewesen der Erde, gestiegen. Zurzeit ist der Finnwal durch das langjährige kommerziellen Walfangverbot der Internatonalen Walfangkommission (IWC) und das Handelsverbot durch CITES geschützt. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN listet die Art als stark gefährdet. Japan nutzt jedoch ein Schlupfloch des Walfangverbotes, um in diesem Jahr 10 Finnwale und in folgenden Jahren weitere 50 Tiere im Rahmen seines so genannten „wissenschaftlichen Walfangprogramms“ zu töten. Island droht seit dem Jahr 2002, 100 Finnwale ebenfalls für Forschung zu töten. Grönland (Autonomieregion Dänemarks) darf jährlich bis zu 19 Finnwale im Rahmen seines indigenen Subsistenzwalfangs jagen. Darüber hinaus liegen der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS Hinweise vor, dass die Färöer Inseln ebenfalls Interesse an der Bejagung von 20 Finnwalen jährlich haben.

“Es hat nicht lange auf sich warten lassen, dass unsere Befürchtungen über die Ergebnisse der Tagung der Internationalen Walfangkommission im Juni diesen Jahres sich bewahrheiten und die Walfangstaaten intensive Vorbereitungen in die Wege leiten, um in naher Zukunft den Walfleischhandel und den kommerziellen Walfang zu legalisieren“ kommentiert Nicolas Entrup, Sprecher der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS.

„Die Entscheidung des Tierausschusses, die Listung des Finnwales in Anhang I einer Prüfung zu unterziehen, kommt nicht aus reinem Interesse am Schutzstatus der Art“, fährt Entrup fort. „Hier zeigen sich die klaren Ziele der Walfangnationen, den Handel mit dieser Art wieder aufzunehmen. Wir wissen nun, dass wir bei einer der nächsten Tagungen des Washingtoner Artenschutzabkommens einen Antrag zur Wiederaufnahme des internationalen Handels mit Finnwalen erwarten können, möglicherweise bereits im Juni 2007 in den Niederlanden.“

Bei der 58. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) wurde eine Deklaration der Pro-Walfangstaaten verabschiedet, die die IWC selbst als funktionsunfähig und das kommerzielle Walfangverbot als nicht mehr notwendig erachtet. Die Abstimmung wurde durch die Zustimmung Dänemarks entschieden.

Für weitere Informationen: Nicolas Entrup, Tel. 0171 1423 117, E-Mail: » nicolas.entrup@wdcs.org (Nachmittags ab 14.00 Uhr jedoch nur via Mobiltel. erreichbar). Internet: » www.walfang.org


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