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Aktion tier e.V. und animal public e.V. fordern ein Verbot der privaten Exotenhaltung.

Immer mehr Deutsche halten exotische Tiere wie Giftschlangen, Würgeschlangen, Vogelspinnen und Skorpione. Entkommen die oftmals gefährlichen Tiere den Hobbyhaltern, stellen sie eine Gefahr für ahnungslose Nachbarn und Passanten dar. Experten fordern daher ein Verbot der Privathaltung von exotischen Tieren.

Über Kleinanzeigen, in Tierhandlungen oder bei sogenannten Exotenbörsen kann jeder Laie exotische und gefährliche Tiere aus aller Welt kaufen. Schätzungen zufolge werden etwa 10 000 Giftschlangen, 200 000 Riesenschlangen und zehntausende Warane, Pfeilgiftfrösche und Chamäleons derzeit in deutschen Privathaushalten gehalten.

Besorgniserregend aus Sicht von Judith Schmalzl, aktion tier e.V. ist: „Dass das Verantwortungsbewusstsein für den tiergerechten und sicheren Umgang mit den gefährlichen Exoten ist bei vielen Haltern nicht vorhanden ist“.

Allein in den letzten sechs Wochen sind in Deutschland 12 Fälle von entlaufenen Exoten wie Skorpion, Gift- und Würgeschlangen bekannt geworden. So entwich im Kreis Euskirchen eine Albino-Python in einer Postfiliale aus einem aufgegebenen Paket, in Ampfing fanden zwei Jungen eine Tigerpython im Gebüsch, die ihren Eigentümern beim gemeinsamen Camping entwichen war, in Hamburg fanden Bewohner eines Mehrfamilienhauses eine Boa Constrictor und in Elmshorn entdeckte ein Mann eine Königsnatter in seiner Badewanne, das Tier hatte offensichtlich schon länger unbemerkt in der Wohnung gelebt, hinter dem Küchenschrank fand sich seine abgestreifte Haut von der letzten Häutung. Die Dunkelziffer der entwichenen Exoten ist vermutlich wesentlich höher.

Spezialisierte Tierschutzvereine wie animal public e.V. fordern schon lange eine Änderung der Rechtslage. „Exotische Wildtiere, können von Privatpersonen nicht artgerecht gehalten werden und stellen dazu, wenn sie entweichen, oftmals noch eine Gefahr für die Allgemeinheit dar“, so Laura Zimprich von animal public, „wir fordern daher ein gesetzliches Verbot der privaten Exotenhaltung.“

Außerdem erläutert Laura Zimprich weiter: „Die Anforderungen die an die Halter von gefährlichen Hunden gestellt werden sind in Deutschland mittlerweile zum Schutz der Allgemeinheit sehr detailliert geregelt. Dass gleichzeitig gefährliche Wildtiere von Jedermann gehalten werden können ist vollkommen unverständlich und muss geändert werden.“

Wie gefährlich die Hobbyhaltung von exotischen Wildtieren werden kann zeigte sich im April in Bonn. Ein 24-jähriger Mann wurde von seiner eigenen Diamant-Klapperschlange gebissen und erlitt einen lebensgefährlichen Schock.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – Menschen für Tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Judith Schmalzl, aktion tier - Geschäftsstelle München, Tel.: 089-75969252 (» Judith.Schmalzl@aktiontier.org),
Laura Zimprich, animal public e.V., Tel.: 0211-56 949 730, (» Info@animal-public.de).

Aussender:
aktion tier – Menschen für Tiere e.V.
Pressestelle
Kaiserdamm 97
14057 Berlin
Tel.: 030-301038-33
Fax: 030-301038-34
» www.aktiontier.org
» Info@aktiontier-Pressestelle.org

(2006-08-17)


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