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Bregenz

Linhart: „Meilenstein für Festspiele und Festspielhaus“ - Kostenrahmen unterschritten

Nach nur zehn Monaten ist die Sanierung des Festspielhaus Bregenz pünktlich abgeschlossen: Der Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Sausgruber, der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart und der Präsident der Bregenzer Festspiele, Günter Rhomberg, präsentierten das größte und modernste Veranstaltungszentrum zwischen München und Zürich bei einer Pressekonferenz am Montag. Der Kostenrahmen von 40 Millionen Euro konnte bei der Sanierung sogar unterschritten werden.

Mehr Komfort für die Besucher, ein modernes Ambiente und verbesserte Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter: Das waren die wesentlichen Ziele der Sanierung des Festspielhaus Bregenz. Diese Ziele seien voll erreicht worden, waren sich Landeshauptmann, Bürgermeister und Festspielpräsident bei der ersten offiziellen Präsentation des Hauses einig.

Für den Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Sausgruber sind die finanziellen Mittel zur Sanierung des Festspielhaus Bregenz „gut angelegtes Kapital“: „Vorarlberg ist in den letzten Jahren zunehmend zur international begehrten Kulturdestination geworden. Das verdanken wir in hohem Maße dem attraktiven und innovativen Kulturprogramm der Bregenzer Festspiele.“

Die Bregenzer Festspiele seien „kulturelle und wirtschaftliche Impulsgeber für eine ganze Region“, betonte Sausgruber. Er verwies auf eine Untersuchung des Instituts für Höhere Studien (IHS), wonach die Bregenzer Festspiele einen zusätzlichen Umsatz von 167 Millionen Euro pro Jahr in der Region generieren. Die Entscheidung zur Sanierung des Festspielhauses sei vom politischen Willen der Subventionsgeber Bund, Stadt und Land getragen gewesen, „gute Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur“ zu schaffen, so der Vorarlberger Regierungschef.

Internationale Top-Adresse. Der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart, der als Bauherr für die Sanierung verantwortlich zeichnete, zeigte sich über die pünktliche Fertigstellung erleichtert. „Trotz des extrem engen Zeitrahmens haben wir höchste Qualitätsstandards eingehalten“, betonte Linhart. Der Kostenrahmen von maximal 40 Millionen Euro sei sogar unterschritten worden, freut sich der Bürgermeister: „Ein Beweis für das effiziente Management der Sanierung.“

Linhart sieht das neue Festspielhaus als „einen gesellschaftlichen Kristallisationspunkt am Bodensee“ mit Anziehungskraft weit über die Grenzen von Bregenz hinaus. Die Sanierung sei „ein bemerkenswerter Meilenstein“ sowohl für die Entwicklung der Bregenzer Festspiele als auch für das Festspielhaus selbst. Linhart: „Das Haus ist im Laufe der Jahre zu einer mehrfach ausgezeichneten, internationalen Top-Adresse für Veranstaltungen geworden“.

Glanzvoll saniert. Für Festspielpräsident Günter Rhomberg ist die Sanierung „das größte und uns alle bereichernde Geschenk zum 60. Jubiläum der Bregenzer Festspiele“. „Für uns ist ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen, ein Gemeinschaftswerk ist vollendet. Es wird die kulturelle und touristische Entwicklung der Stadt entscheidend beeinflussen“, so Rhomberg.

Das neue Haus sei „in einem zeitlichen Kraftakt glanzvoll saniert“ worden und biete den Besuchern nun eine gänzlich neue Qualität: „Ambiente und Komfort sind mit den bisherigen Bedingungen kaum mehr zu vergleichen“, ist Rhomberg überzeugt.

Umfassende Neugestaltung. Tatsächlich wurde das Festspielhaus Bregenz im Zuge der Generalsanierung völlig neu gestaltet: Statt grauen Betons empfängt nun eine helle Glasfassade die Besucher. Im Eingangsbereich sind Garderoben und Ticketcenter sowie das neue Bistro untergebracht, das ganzjährig, auch außerhalb von Veranstaltungen geöffnet ist.

Eine zentrale Treppe führt die Besucher direkt ins großzügige Foyer im ersten Stock, das alle Veranstaltungsräume erschließt. Hier entstanden auch neue Multifunktionsflächen, die beispielsweise sowohl als Künstlergarderoben als auch als Veranstaltungsräume nutzbar sind.

Glanzstück Großer Saal. Der Große Saal des Hauses erhielt mit neuen Stühlen und einer Verkleidung aus Akazienholz eine zeitgemäße Optik. Eine fixe Rangtribüne ersetzt das bisherige Gerüst, das bei Bedarf aufgebaut und bestuhlt wurde. Eine leistungsfähige Klimaanlage sorgt auch im Sommer für angenehme Temperaturen. Auch bei Bühnentechnik, Licht- und Tonanlage gab es Verbesserungen. Verlängerte Nachhallzeiten sorgen für eine bessere Akustik.

Zum See hin entstand eine neue Festspiel-Lounge, die überdachte Sitzplätze für Veranstaltungen auf der Seebühne bietet. Seeregie und Beleuchtungseinrichtungen, bisher teilweise in Wellblechcontainern auf dem Dach, wurden nun im Gebäude untergebracht.

Der gesamte Altbestand des Festspielhauses wurde energetisch saniert: Die neue Wärmedämmung reduziert die Wärmeverluste an den Außenmauern des Bühnenturms auf ein Drittel, beim Dach um die Hälfte. Die Klimaanlage ist mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet, die Heizung auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Obwohl das Haus ein gutes Stück größer geworden ist, bleibt der Energieverbrauch konstant.

Kostenteilung. 35 Millionen Euro Baukosten tragen Republik Österreich (40 %), Land Vorarlberg (35 %) und der Bauherr, die Landeshauptstadt Bregenz (25 %). Sie profitiert aber von besonderen Bedarfszuweisungen des Landes für den Bau. Den Rest auf die Bausumme von höchstens 40 Millionen Euro bringen die Bregenzer Festspiele über Fundraising-Maßnahmen auf.


Aussender:
Pzwei. Pressearbeit, Plattenstraße 5, A-6900 Bregenz,
T +43 5574 44715, F +43 5574 44715 10,
Mail » wop@pzwei.at, Skype wolfgangpendl, » www.pzwei.at


Bildtext:
f2.jpg: Festspiel-Präsident Günter Rhomberg, Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Bürgermeister Markus Linhart (von links) präsentierten am Montag das neue Festspielhaus Bregenz. (Copyright: Dietmar Stiplovsek)
Festspielhaus.jpg: Das Festspielhaus Bregenz nach der Generalsanierung. (Copyright: Bruno Klomfar)

Abdruck honorarfrei zur Berichterstattung über das Festspielhaus Bregenz. Angabe des Bildnachweises ist Voraussetzung.


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