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Neue Publikation der Donau-Universität Krems beleuchtet E-Learning und Lernspiele aus der Geschlechter-Perspektive

Krems (kpr). Neue Lerntechnologien fördern einen motivierenden, spielerischen Zugang zum Lernen. Der Gender-Aspekt spielt dabei jedoch eine zentrale Rolle: Denn Mädchen und Buben, Frauen und Männer haben unterschiedliche Bedürfnisse und Ziele. In der neuen Publikation „Gender in E-Learning and Educational Games“ setzen sich internationale WissenschaftlerInnen mit Geschlechter-Stereotypien und E-Learning-Szenarien auseinander. Das Buch ist zum Preis von 32,90 Euro im StudienVerlag erhältlich.

„Die Berücksichtigung von Lernkontexten ist für den Lernerfolg zentral. Im E-Learning steckt enormes Potenzial, unterschiedliche Szenarien zu entwickeln und Lernende individuell zu fördern“, sagt Dr. Sabine Zauchner, Leiterin des Forums Forschung am Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien der Donau-Universität Krems und Herausgeberin der Publikation. Eine wichtige Rolle spielt dabei laut Zauchner die Auseinandersetzung mit der Geschlechter-Perspektive, die Teil jeder Qualitätsdiskussion im E-Learning sein müsse.

Männer entwickeln Spiele für Männer
Es sind meist Buben und junge Männer, die häufig Computer spielen – und dadurch spielerisch einen Kompetenzvorsprung gegenüber Mädchen erwerben. „Burschen setzen sich beim Computerspielen von frühester Kindheit an mit Technologie auseinander, trainieren ihr Raumvorstellungsvermögen, komplexe Problemlösungskompetenz und auch soziale Fähigkeiten. An guten Computerspielen, die Mädchen gezielt ansprechen, mangelt es hingegen immer noch“, so Zauchner. Junge Frauen haben andere Anforderungen und Erwartungen an Computerspiele als Burschen. Dass diese Anforderungen zu wenig beachtet werden, liegt nicht zuletzt daran, dass die meisten Spieleentwickler – ebenso wie die Spieler – männlich sind. Speziell für Mädchen und Frauen konzipierte Spiele bedienen wiederum häufig Geschlechterstereotypien.

„Wikis“, Spiele, Communites: Innovative Lernszenarien sind gefragt
Best-Practice-Beispiele wie „Peace Wiki“, eine von Studierenden der Universität Klagenfurt entwickelte Enzyklopädie, das Lern-Netzwerk „LizzyNet“ und die Karriere-Plattform SITCOM werden im neuen Buch vorgestellt. SITCOM wurde im Rahmen eines EU-Projekts an der Donau-Universität Krems entwickelt. Im interaktiven Karriere-Simulationsspiel können junge Frauen verschiedene Berufsrollen übernehmen und einen Eindruck von Tätigkeiten im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich gewinnen. Vertreterinnen der SITCOM-Zielgruppe wirkten an Konzept, Design und Programmierung mit. „So konnten wir sicherstellen, dass SITCOM den Erwartungen der Nutzerinnen entspricht und gleichzeitig Mädchen den technischen Prozess der Produktentwicklung näher bringen“, argumentiert Zauchner. Geht es nach der Wissenschaftlerin, so soll dieses Beispiel Schule machen. Lernende sollen Lerninhalte künftig verstärkt selbst definieren und gestalten, Spielen und anderen innovativen Lernszenarien müsse in Zukunft im Unterricht eine wesentliche Rolle zukommen.

„Gender in E-Learning and Educational Games“ im StudienVerlag
Das 327 Seiten starke Buch bietet ein umfassendes Bild aktueller Forschung und Best-Practice-Beispiele im Bereich Gender und Lerntechnologien. Die AutorInnen beleuchten das Thema aus den unterschiedlichen Perspektiven ihrer Forschungsarbeit und Projektpraxis. Dabei setzen sie sich mit Ansätzen zur Überwindung von Gender-Stereotypien im E-Learning ebenso auseinander wie mit Grundsätzen der Gestaltung von E-Learning-Szenarien. Die Grundlage des Readers bilden die Beiträge der „International Conference on Gender in Educational Games and Gender Sensitive Approaches to E-Learning“, die im Juli 2006 an der Donau-Universität Krems stattgefunden hat. Herausgegeben wurde das Buch von Mag. Dr. Sabine Zauchner, MAS MSc, Dipl.-Ing. Dr. Karin Siebenhandl und Univ.-Prof. Mag. Dr. Michael Wagner, MBA. Es ist zum Preis 32,90 Euro im StudienVerlag erhältlich.

LinksBuch bestellen (StudienVerlag): » www.studienverlag.atKarriere-Plattform SITCOM: » www.donau-uni.ac.at/sitcom
Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien:
» www.donau-uni.ac.at/imb

(08.03.07)



Rückfragen
Mag. Dr. Sabine Zauchner, MAS MSc
Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien
Donau-Universität Krems
Tel. +43 (0)2732 893-2347
» sabine.zauchner@donau-uni.ac.at
» www.donau-uni.ac.at/imb


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