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Explodierende Akkus: Setzt die Industrie auf die falsche Technik?

Nach den Autofahrern müssen sich auch immer mehr Käufer von mobilen IT-Geräten an Rückruf-Aktionen gewöhnen. Der Grund: Defekte Akkus, die im Extremfall explodieren können. Allein im Jahr 2005 riefen prominente Hersteller wie Fujitsu Siemens, Apple oder Dell Hunderttausende von Notebook-Akkus zurück. Die Akku-Industrie bezeichnet
diese Aktionen als reine Vorsichtsmaßnahmen und schiebt den Schwarzen Peter den Kunden zu: Probleme könnten allenfalls bei unsachgemäßer Nutzung der Energiespeicher auftreten. Dem widerspricht Dr. Jens Tübke vom Fraunhofer Institut für Chemische Technologie. Im Computermagazin CHIP erklärt der Wissenschaftler: „Auch Verarbeitungsfehler der Hersteller, etwa eine minderwertige Verpackung der Akkus, spielen eine Rolle.“

Dass Akkus gefährlich werden können, steht auch bei der Industrie außer Zweifel. Georg Albrecht, Pressesprecher von Apple sagte zu CHIP: „Versagen die Sicherheitsmechanismen, kann der Akku zu einer Brandgefahr werden.“ Auch Dell-Sprecher Michael Rufer räumt ein, dass Defekte aufgrund der chemischen Zusammensetzung möglich seien: „Als Auslöser kommen etwa unsachgemäße Lagerung oder falsches Ladeverhalten in Betracht.“ Damit liegt Rufer auf der Linie des internationalen Dachverbandes der Akku-Hersteller. Norm England, Vorsitzender der „Portable Rechargeable Battery Association“ machte gegenüber CHIP die Position des Verbandes deutlich: „Wir glauben, dass die Technik sicher ist, solange sie vorschriftsmäßig genutzt wird.“

Nach Ansicht von Fraunhofer-Forscher Dr. Tübke birgt die weit verbreitete Lithium-Ionen-Technologie jedoch ein Restrisiko, das sich auch durch vorschriftsgemäßen Gebrauch der Akkus nicht gänzlich eliminieren lässt. Absolut ungefährliche Energiespeicher ließen sich jedoch mit der so genannten Saphion-Technik bauen. Saphion-Batterien sind mit einem Lithium-Gemisch befüllt, das bei Hitze harmloses Phosphat freisetzt - Explosionen wären ausgeschlossen. Der Nachteil: Die Technik ist teurer. Zudem, so Dr. Tübke in CHIP, „bieten die Akkus einen geringeren Energie-Inhalt, sie würden also größer als herkömmliche Modelle“.

Der komplette Artikel steht in der aktuellen CHIP 09/2006, die derzeit im Handel ist.

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(2006-08-11)


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