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18.12.2007 - net culture labs ziehen Bilanz 2007 und präsentieren erste Projekte

net culture labs von Telekom Austria als alternative Zugänge zu Innovation - räumliche und technische Infrastruktur für die Umsetzung von IKT-Projekten -Beratung und finanzielle Hilfe für die Weiterentwicklung von Ideen - Vorstellung der ersten net culture lab Projekte "Burnstation", "Radical Chic", "Deutsch als Fremdsprache", "Cropster" und "and yet it moves"

Auf Initiative von Telekom Austria TA AG sind im Frühjahr 2007 in Wien und Dornbirn die net culture labs gegründet worden. In den net culture labs können EntwicklerInnen aus der offenen Programmiererszene und dem Bereich der digitalen Kultur ihre Projekte und Ideen in einer innovativen Atmosphäre weiterentwickeln. Neben der technisch hervorragenden Arbeitsmöglichkeit stehen auch BeraterInnen und (begrenzte) finanzielle Mittel bereit.

"Innovation passiert heute zunehmend im nationalen oder internationalen Verbund - und wir haben uns bewusst auf diesen alternativen Zugang zu Innovation eingelassen", erklärt DI Helmut Leopold, Leiter Plattform- und Technologiemanagement Telekom Austria TA AG. "Die net culture labs sind Freiräume für Innovationen, in denen eine vielschichtige und unabhängige Szene Ideen weiterentwickeln kann. Wir schaffen offene Schnittstellen zu diesem "Enabling Space" und fördern den Ideenaustausch, eine Gruppendynamik, sowie eine Multidisziplinarität und Reflexion zwischen den Communities und Telekom Austria als Markt- und Technologieführer", so Leopold weiter. Eine intensiven Auseinandersetzung zwischen Telekom Austria und den "Digital Natives" findet auch im Rahmen von zwei Mal im Jahr von den net culture labs durchgeführten so genannten Trend-Camps statt. Beim letzten Trend-Camp wurden die Themen "Open Innovation" und "Mass Customisation" behandelt.
"Bei der Veranstaltung wurden diese Trends in Bezug auf deren Einfluss auf das Wirtschaften von Morgen in dialogischer Form weiterentwickelt und bestehenden Formen von Innovations- und Produktionsprozessen hinterfragt", konkretisiert Thomas Fundneider, Geschäftsführer tf consulting, der als Unternehmens- und Organisationsberater Projekte in den net culture labs betreut.

Ideale Voraussetzungen für Innovation schaffen
"In den net culture labs wird der freien EntwicklerInnenszene ein ideales technisches Environment zur Verfügung gestellt, damit alle Voraussetzungen für Vernetzung und kollaboratives Forschen und Entwickeln gegeben sind", betont Roland Alton-Scheidl, stellvertretender Vorsitzender creativ wirtschaft austria und Kurator von net culture labs am Standort Dornbirn.

Die Hilfe geht jedoch über die Bereitstellung einer Infrastruktur hinaus: Roland Alton-Scheidl, Gerin Trautenberger und Andrea Mayr-Stadler bilden das KuratorInnen-Team der net culture labs. Ihre Aufgabe ist nicht nur die Auswahl der geförderten Projekte, sie greifen auch aktiv in die Projektgestaltung ein und vermitteln wichtige Kontakte. Neben den Kuratoren gibt es als Unterstützung sogenannte Facilitatoren, die technische Hilfestellung für die Verwirklichung der Projekte geben und ein Coaching für die businessrelevante Aufbereitung von Projektideen anbieten.
"Bisher wurden in den net culture labs rund 18 Projekte finanziell oder mit Infrastruktur und Know-How unterstützt und 45 Abendveranstaltungen durchgeführt. Etwa 75 angemeldete "Regulars" nutzen laufend die net culture labs, darüber hinaus sind sie ein Treffpunkt für die Communities. Dieses Zusammentreffen der Szene in einem aus sozialer, intellektueller und technologischer Sicht multidimensionalen Raum hat sich als für den Innovationsprozess sehr fruchtbar erwiesen", erklärt Gerin Trautenberger, Kurator der net culture labs und Geschäftsführer Microgiants, den Alltag in den net culture labs.

Weitere Zusammenarbeit mit Communities erwünscht
"Die Vielfalt an hochinteressanten Projekten in den net culture labs ist beeindruckend und erfreulich. In der freien EntwicklerInnenszene werden jene neuen Formen des Team-Buildings, der Zusammenarbeit, gelebt, in denen sich genau jene soziale Dimension spiegelt, die später mit der entwickelten Lösung sehr nahe an den Erwartungshaltungen und Bedürfnissen der Nutzer liegt. Gemeinsam mit der auf Open Source basierenden Netzkulturszene konzentrieren wir uns nun darauf, zielgerichtet Projekte zu entwickeln", betont DI Helmut Leopold, Leiter Plattform- und Technologiemanagement Telekom Austria TA AG. "Indem wir der kreativen Szene bei der Umsetzung ihrer oft radikal anderen Sichtweise über die Schulter blicken, loten wir im informellen Dialog auch die Möglichkeiten für weitere Kooperationen aus", führt Leopold weiter aus.

Nach einem Projektauftrag werden die finanziellen Mittel innerhalb von drei Etappen (erreichte Meilensteine) ausgeschüttet. Der Beleg- und Berichtsaufwand wird dabei klein gehalten. Am Ende steht eine Präsentation. Bei Interesse besteht die Möglichkeit, Ideen über die Projektdauer der net culture labs hinaus mit dem Partner Telekom Austria weiter zu verfolgen.



Im Rahmen des heutigen Pressegesprächs wurden folgende Projekte vorgestellt:

Burnstation
by Rama Cosentino und Eric Poscher

Die Burnstation ist eine mobile Kopierstation, mit der die freie Distribution von Musik im urbanen Raum unterstützt wird. Die Burnstation ist Software und lokales Netzwerk in einem, zugleich aber auch ein sozialer Event, der Leute zusammen bringt, um Musik zu hören, auszuwählen und zu kopieren. Die Burnstation bringt freie Musikkultur hinaus auf die Strassen, Plätze, in öffentliche Räume wo immer sie temporär oder dauerhaft aufgestellt wird.
Die auf der Burnstation zur Verfügung stehende Musik ist zu 100% frei lizenziert, und kann nach dem Copyleft Gedanken kopiert und weitergegeben werden darf. Das Benutzerinterface wurde im net culture lab Dornbirn redesignt und neu gecodet. Die Burnstation Software nutzt zahlreiche freie Software Komponenten und das GNU/Linux Betriebssystem und ist selbst ebenfalls frei lizenziert und steht zum Bau weiterer Burnstations zur Verfügung. Die Burnstation ist eine Weiterentwicklung des Projektes der Künstlergruppe "PlatoniQ" und wurde von dem Medienkünstler Rama Cosentino aus Argentinien gemeinsam mit StudentInnen der Fachhochschule Vorarlberg und Eric Poscher weiterentwickelt.



Radical Chic
by Raphaela Grundnigg

Im Projekt "Radical Chic" wird untersucht, wie sich der Open Source Gedanke auf die Welt der Stick- und Nähmuster übertragen lässt. Was im ersten Augenblick gegensätzlich erscheint, weist jedoch zahlreiche Parallelen auf: Ähnlich wie Softwarecodes sind Stick- und Nähmuster heute maschinell ausführbare Anleitungen, die aus einer Vielzahl von Einzelelementen bestehen, die endlos variiert und verändert werden könn(t)en.

Zudem sind sowohl Stick- und Nähmuster als auch Softwarecode ebenfalls sehr stark von proprietären Formaten und IPR Restriktionen betroffen. In einer Zusammenarbeit zwischen SoftwareentwicklerInnen und ModemacherInnen werden vernetze Stickmaschinen so verändert, dass sie quelloffene Muster verarbeiten können. Die Entwicklerin Raphaela Grundnigg verfolgt mit "Radical Chic" das Ziel, neue Kooperationsformen zwischen Code DesignerInnen zu etablieren.



Cropster
by Norbert Niederhauser, Martin Wiesinger und Andreas Idl

Die Initiative Cropster hat es sich zum Ziel gesetzt, Herstellern landwirtschaftlicher Produkte mit Produkt-, Produktions- und Vermarktungsalternativen zu unterstützen. Cropster.org fokussiert dabei auf den Ansatz, Informationstechnologie für Entwicklungshilfe zu schaffen. Damit sollen (Kaffee-)Kleinbauern, die derzeit zumeist an direkte Zwischenhändler und lokale Abnehmer gebunden sind, beim Eintritt in neue Märkte unterstützt werden. Gleichzeitig kann der Informationskanal zwischen End-Kunde und Bauern geschlossen werden: Der Kunde soll sein Produkt erfahren: Woher stammt das Produkt? Was heißt es in dieser Region zu leben? Wie sieht es dort aus? Und vor allem soll die Möglichkeit bestehen, seine Meinung durch Mobile Tagging und Feedback Systeme den Bauern und den Röstern wieder zu kommen zu lassen.

Cropster.org ist eine Initiative, die u.a. am CIAT Forschungszentrum (Internationales Zentrum für Tropische Landwirtschaft) in Kolumbien, aber auch auf internationalen Konferenzen und in zahlreichen Gesprächen mit Kontakten aus der ganzen Welt, entstand. Die Cropster Gründer sind Norbert Niederhauser, Martin Wiesinger und Andreas Idl.



Web 2.0 Community "Deutsch als Fremdsprache (DaF)
by Michael Goriany und Angelika Güttl-Strahlhofer

Über ein Community-Blog treffen sich DaF-LehrerInnen aus ganz Europa seit mehr als einem Jahr jeden Dienstag Abend in VoIP/Live-Online-Räumen. Es werden Erfahrungen mit computermedialen Lehr- und Lernmethoden ausgetauscht, der Einsatz von Social Software erlernt, und in Innovationsprojekten der LehrerInnen umgesetzt.

Derzeit erfolgt der Ausbau des Community-Blog zu einer Community Umgebung, wo die Partnerfindung für Unterricht, Lernen und Schulprojekte im Fremdsprachenunterricht ebenso unterstützt wird wie ein Pool zur (fast kostenlosen) gemeinsamen Nutzung von Live-Online-Räumen. Zudem werden neue Kursmodelle als Open Content offen zugänglich gemacht, ein Empfehlungssystem der Community zur Orientierung im Unterrichtscontent wird eingerichtet.

Bei der DaF-Community kommt ein Voice-over-IP-System zum Einsatz, das auch das unkomplizierte Einspielen von Präsentationen erlaubt und keine besonderen IT-Qualifikationen voraussetzt. Seit der Verfügbarkeit der VoIP-Technologien sind Internet-Konferenzräume technisch und finanziell so niedrigschwellig, dass der Einsatz auf breiter Ebene möglich wird.

Dies ermöglicht ein "Global Language Teaching": Muttersprachige Lehrende können in den Klassenraum geholt werden, unterschiedliche Niveaus und Sprachrichtungen innerhalb einer Klasse in Internet-Echtzeit-Gruppen differenziert oder auch einzelne Lernwillige überregional zusammengefasst werden. Dadurch kann auch der Spracherwerb von Sprachen mit weniger Nachfrage ermöglicht werden (Projekt "Jede Schule jede Sprache").

In Innovationsprojekten kann etwa für den DaF-Unterricht der literarische Italien-Reisebericht Goethes kombiniert werden mit der Lesung eines zeitgenössischen Reiseschriftstellers im Live-Online-Raum, zusammen mit der Darstellung der Reiseroute auf dem in Österreich entwickelten Web 2.0-Portal » www.maptales.com auf Basis von Google Maps und mit Reise-Blogs von SchülerInnen.

Die DaF-Community wird von webCampus:Projects, Angelika Güttl-Strahlhofer und Michael Goriany, in Kooperation mit Dafnord, einem Verein für Deutsch-Lehrende in Nordeuropa, organisiert. Gestartet wurde eine Zusammenarbeit der DaF-Community mit der EntwicklerInnengruppe der Informatiklehrenden an den Wiener Informatik-Hauptschulen.



and yet it moves
by Christoph Binder, Felix Bohatsch, Jan Hackl, Peter Vorlaufer Das Spiel "and yet it moves" führt die Spiele-Genres "Jump and Run" und "Puzzle" zusammen und erlaubt den SpielerInnen zudem, die Spielwelt um 90 Grad zu rotieren. Durch dieses Feature können sich SpielerInnen innerhalb unterschiedlich schwieriger Spiele-Levels in der virtuellen Welt, die einer Papier-Collage gleicht, bewegen. "and yet it moves" entwickelte sich aus einer Konzeptstudie von Christoph Binder, Felix Bohatsch, Jan Hackl und Peter Vorlaufer am Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung, Arbeitsbereich HCI, der Technischen Universität Wien. Momentan arbeiten die Entwickler an einer Überführung in ein vollständiges Game und planen eine Veröffentlichung im Sommer 2008.



Über net culture labs

Auf Initiative von Telekom Austria TA AG sind im Frühjahr 2007 in Wien und Dornbirn die net culture labs gegründet worden. Im Wiener Museumsquartier und im Bertolini Haus in Dornbirn können EntwicklerInnen aus der offenen Programmiererszene und dem Bereich der digitalen Kultur ihre Projekte und Ideen in einer innovativen Atmosphäre weiterentwickeln. Dabei werden Ihnen sowohl räumliche und technische Infrastruktur als auch Beratung und finanzielle Hilfe zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen unter » http://lab.netculture.at

net culture lab Wien
Museumsquartier, quartier21
(im Hof neben Stiege 7)
Mobil +43 699 152 48 156 _Thomas Thurner

Adresse Dornbirn
net culture lab Dornbirn
Marktstraße 4, A-6850 Dornbirn
Telefon +43 5080 20,
Mobil +43 699 114 03 480_Eric Poscher
Open Lab Night Donnerstags ab 20 Uhr



Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Telekom Austria TA AG, Mag. Sigrid Bachinger MBA, Kommunikation
Tel: 059 059-1-11011, e-mail: sigrid.bachinger@telekom.at


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