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Fraunhofer-Institut fuer Graphische Datenverarbeitung IGD Presseinformation Nr. 54 - 2006 Darmstadt, 10. August 2006

Historische Staedte neu erleben - mit dem Dynamic Tour Guide

Im Gemeinschaftsprojekt VESUV entwickeln die Forscher einen dynamischen
Reisefuehrer, der die persoenlichen Vorlieben der Touristen beruecksichtigt
und ihnen eine individuelle Entdeckungstour ermoeglicht. Ein Feldversuch in
der historischen Stadt Goerlitz im August 2006 soll nun zeigen, wie das
mobile Informationssystem von den Touristen angenommen wird und wie es ihr
Erleben beeinflusst. Interessierte koennen in Goerlitz ab sofort den
Dynamic Tour Guide ausprobieren. Damit stellen sich die Forscher der
interessierten Oeffentlichkeit.

Eine Stadt mit all ihren Sehenswuerdigkeiten und versteckten Kleinoden
entdecken, ohne vorher lange Reisefuehrer und Stadtplaene studieren zu
muessen. Mehr ueber die Geschichte einer Stadt erfahren und empfehlenswerte
Restaurants finden, ohne sich dem Diktat eines gefuehrten Stadtrundgangs zu
unterwerfen. Sich in einer Stadt als Tourist von seinen individuellen
Eindruecken treiben zu lassen und trotzdem vieles Wissenswerte und manches
Staunenswerte zu erfahren. Dies ermoeglicht der im Gemeinschaftsprojekt
VESUV entwickelte Dynamic Tour Guide. Auf einem tragbaren Handcomputer oder
MDA (Mobile Digital Assistant) installiert, ermoeglicht der Dyamic Tour
Guide eine individuelle Erkundung der Stadt. Auf den persoenlichen
Praeferenzen des Nutzers basierend, plant er den Stadtrundgang und bietet
Informationen zu Sehenswuerdigkeiten, Stadtgeschichte sowie kulturellen
Angeboten. Das Besondere: Der Tourist ist nicht auf die vorgeschlagene
Route festgelegt. Waehlt er einen anderen Weg, bleibt er an einem
Schaufenster stehen oder goennt sich eine Kaffee-Pause wird die Tour von
seinem dynamischen Reisefuehrer flux umgeplant. Der Benutzer kann sicher
sein, dass er zum verabredeten Zeitpunkt an einem gewuenschten Zielpunkt
ankommt. Geht die Tour ueber mehrere Stunden, plant der mobile Helfer auch
von sich aus Pausen ein und schlaegt Restaurants vor, die dem individuellen
Geschmack entsprechen.

Feldtest soll Akzeptanz und Auswirkungen zeigen
Doch wie nehmen die Touristen diese neue Art der Reisefuehrung an? Nutzen
sie die angebotenen Funktionen? Veraendert der dynamische Fremdenfuehrer
tatsaechlich ihr Erleben des touristischen Ortes? Besuchen sie nun
beispielsweise die etwas versteckter liegenden Sehenswuerdigkeiten? Welche
Anwendungen und Eigenschaften haben den groessten Einfluss auf das
Verhalten der Besucher? Diese Fragen soll der vom 1. bis 27. August in
Goerlitz durchgefuehrte oeffentliche Feldversuch klaeren. Jeder
interessierte Buerger kann sich an dem Versuch beteiligen.

Dazu geben die Forscher am Goerlitzer Obermarkt taeglich an zwei Gruppen
von Touristen MDAs mit GPS Empfaenger aus. Die MDAs einer dieser Gruppen
sind mit einer Anwendung ausgestattet, die die Attraktionen der Stadt
lediglich in einer Karte darstellt. Die Besucher koennen ueber das MDA
Informationen zu den Sehenswuerdigkeiten abrufen, ansonsten erhalten sie
keine Unterstuetzung.

In der zweiten Gruppe ist die im VESUV Projekt entwickelte Anwendung des
dynamischen Reisefuehrers realisiert. Sie erfasst die Interessen der
Touristen, bewertet die Sehenswuerdigkeiten, berechnet die Tour und
unterstuetzt den Nutzer durch Navigationsanweisungen. Aendert er seine
Route oder legt eine Pause ein, passt die Anwendung den Tourplan den
geaenderten Gegebenheiten an.

An eine dritte Gruppe, die Kontrollgruppe, werden lediglich GPS-Empfaenger
verteilt. Die Touristen erkunden die Stadt wie gehabt mit elektronischem
Stadtplan und gedrucktem Reisefuehrer.

Im Laufe des einmonatigen Feldversuchs sollen die Stadttouren von vielen
hundert Touristen ausgewertet werden. Die Wissenschaftler untersuchen die
Wege, die die Touristen gehen, analysieren die Interaktion der Besucher mit
den Systemen und erfassen die Zufriedenheit der Nutzer mit der Tour. Ein
Vergleich der Daten der drei Gruppen soll dann Aufschluss darueber geben,
ob die mobilen Informationssysteme Einfluss auf die Stadttouren der
Touristen haben. Gleichzeitig erhalten die Wissenschaftler so
Anhaltspunkte, um das System weiter zu verbessern und an die Anforderungen
der Anwender anzupassen.

Das VESUV Projekt
Unter Leitung des Fraunhofer-Instituts fuer Graphische Datenverarbeitung
IGD arbeiten im Projekt VESUV insgesamt neun renommierte Partner an der
Entwicklung verteilter Software-Agenten fuer sichere verbindliche
Aufgabendelegation in mobilen, kollaborativen Anwendungen. In Vesuv wird
als weiteres Anwendungsgebiet eine innovative Loesung im Bereich des
E-Government erstellt.

Die Projektpartner:
Fraunhofer-Institut fuer Graphische Datenverarbeitung IGD European Microsoft Innovation Center GmbH Hansestadt Rostock Hochschule Zittau/Görlitz NetCommunity GmbH Siemens AG Stadtverwaltung Görlitz Universitaet Kassel - Projektgruppe verfassungsvertraegliche Technikgestaltung Zentrum für Graphische Datenverarbeitung e.V.

Kontakt
Projektbuero VESUV
c/o zeitform Internet Dienste OHG
Fraunhoferstrasse 5
64283 Darmstadt
Tel.: +49-6151-155 637
Fax: +49-6151-155 634
E-Mail: <mailto:pb@vesuv-projekt.de>pb@vesuv-projekt.de

Kontakt zum Feldversuch in Goerlitz
Prof. Klaus ten Hagen
Hochschule Zittau/Goerlitz
Brueckenstrasse 1
02826 Goerlitz
Tel.: +49-3581-4828-265
Fax: +49-3581-4828-293
E-Mail: k.tenhagen@@HS-ZiGr.de

Ulrich Ebermann
Stadtverwaltung Goerlitz
Amt fuer Gebaeude- & Liegenschaftsmanagement
Projekt & Informationsmanagement
Hugo-Keller-Straße 14
02826 Goerlitz
Tel.: +49-3581-67-2468
Fax: +49-3581-67-1832

Hinweis: Nähere Informationen zum VESUV Projekt erhalten Sie im Internet
unter www.vesuv-projekt.de.
Bildmaterial erhalten Sie im Internet unter
http://www.inigraphics.net/press/index oder auf Anfrage.

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