| Archiv-Übersicht |Auto & VerkehrBauen & WohnenBücher & MedienBildung & BerufeComputer-HardwareDiverse MeldungenEnergie & UmweltEssen & TrinkenFilm & FernsehenFinanzen/VersicherungenFreizeit & EventsGesundheit & MedizinKunst & KulturMode & LifestyleMusikNeue MedienSoftwareSportStars & SternchenTelekom & ElektronikTourismusWerbung & MarketingWirtschaft & VerbändeWissenschaft & Forschung| English Press Releases |

Massenhaft illegaler Antibiotikaeinsatz in der Landwirtschaft
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen hessischen Veterinär
Aktion Tier e.V. deckt Antibiotika-Missbrauch in der Massentierhaltung auf
Berlin/München/Wiesbaden, 27.09.2006. Das ARD-Magazin „Report aus München“ berichtet über einen Skandal, der seinesgleichen sucht: Gegen einen Tierarzt aus Hessen wird in 252 Fällen ermittelt. Er und seine Mitarbeiter sollen gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen haben. Laut Staatsanwaltschaft Wiesbaden wurden die Tiere nicht wie vorgeschrieben vom Tierarzt vor der Medikamentenabgabe untersucht. Die Diagnose stellten die Landwirte anscheinend selbst. Weiterhin wurden dubioserweise Medikamente für Tiere abgegeben, die sich gar nicht im Bestand befanden. Außerdem verordneten die Veterinäre Arzneimittel, die für die betreffenden Tierarten nicht zugelassen waren. Nach Recherchen des ARD-Magazins handelt es sich offensichtlich nicht um einen Einzelfall: Allein in Bayern wurden in den letzten vier Jahren derartige Ermittlungen gegen 241 Tierärzte und 554 Landwirte durchgeführt.
„Gegen den Tierarzt aus Hessen beginnt bald das größte, deutsche Strafverfahren gegen einen Veterinär. Für jeden der 252 Fälle sieht das Gesetz theoretisch eine Haftstrafe bis zu drei Jahren vor“, so Dr. Tina Hölscher, Veterinärin der Tierschutzorganisation Aktion Tier e.V. in München. Weiter kommentiert sie die Missstände:„Je mehr Arzneimittel abgegeben werden, umso höher ist in der Regel die Gewinnspanne für den Tierarzt. Einzeltierbehandlung werden in der Massentierhaltung ohnehin nicht mehr durchgeführt. Der Fall in Hessen ist mit großer Wahrscheinlichkeit nur die Spitze des Eisbergs. Tierärzte und Landwirte halten zusammen. Daher ist die Beweisführung extrem schwierig.“
Auch Aktion Tier e.V. deckt Antibiotikaverabreichung im großen Stil in der industriellen Massentierhaltung auf. Mit Hilfe von Filmaufnahmen belegt Aktion Tier e.V., dass es innerhalb einer Mastperiode in einer Putenhaltung zum Einsatz verschiedener Antibiotika im Kilogrammbereich kam.
Dramatische Folgeerscheinung der Verstöße für die Verbraucher: Umfangreicher Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung kann zu resistenten Bakterienstämmen führen, die die Gesundheit des Menschen massiv bedrohen.
Weitere Informationen sowie Bildmaterial finden Sie unter www.aktiontier.org.
Die Tierschutzorganisation Aktion Tier – Menschen für Tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei Aktion Tier, Tel.: 089-89146676, Mobil: 0177-2451198 (tierarzt@aktiontier.org).
Aktion Tier – Menschen für Tiere e.V.
Pressestelle
Kaiserdamm 97
14057 Berlin
Tel.: 030-301038-33
Fax: 030-301038-34
www.aktiontier.org
info@aktiontier-pressestelle.org


zurück
nach oben

','
',$content); ?>