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Oslo / München 30.August 2006: Am morgigen Donnerstag, den 31. August endet offiziell die diesjährige Walfangsaison in Norwegen. Die Bilanz aus Sicht der Walfänger: nur etwa die Hälfte der von der Regierung am Anfang des Jahres stark angehobenen Fangquote konnte erreicht werden. Norwegische Regierung und Walfänger weisen sich gegenseitig die Schuld für dieses aus ihrer Sicht peinliche Ergebnis zu.


Walschützer sehen sich hingegen in der Kritik am kommerziellen Walfang Norwegens bestätigt. „Es ist einfach eine Tatsache, dass die Nachfrage an Walfleisch auch in Norwegen stark zurückgeht. Dass sich Industrie und Regierung in den Haaren liegen, deutet auf eine wachsende Krise der norwegischen Walfangindustrie hin“, kommentiert Nicolas Entrup von der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS die Situation.
Bis vor wenigen Tagen waren 526 Zwergwale der selbst ausgewiesenen 1052 Zwergwale im Nordatlantik den explosiven Harpunen der Norweger zum Opfer gefallen. Die norwegische Waljagd musste in diesem Sommer zweimal ausgesetzt werden, weil die Lagerhallen voll und die Nachfrage so gering war, dass sich der Handel sträubte, weiteres Fleisch abzunehmen. Die durch die Walfangindustrie finanzierte, mobile „Koch-Show“, die den Norwegern den Walfleischkonsum näher bringen soll, bestätigt die Ratlosigkeit der Walfanglobby.


Halvard Johnson, ein hoher Regierungsbeamter, gibt zu, dass norwegische Walfänger seit der Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs im Jahr 1993 nur einmal – im Jahr 2001 - ihre Quote voll ausgeschöpft haben. Diese war damals auf 549 Wale gesetzt worden.
Johannsen fordert die Walfangindustrie in einem Artikel („Walfänger sollen die Verantwortung übernehmen“) heraus, ihre Quoten zu rechtfertigen und stellt die Frage nach Absatzmärkten für die angefragten zusätzlichen Tiere. Ein Sprecher der Rafisklaget, verantwortlich für den Walfleischverkauf, reagierte verärgert und machten die strikten Handelsbeschränkungen durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen verantwortlich. Er forderte die Regierung auf, mehr in das Marketing zu investieren, um die Nachfrage anzuregen.

“Die Dreistigkeit der Walfangindustrie, die ohnehin nur auf Grund hoher Subventionen durch die norwegische Regierung ihre archaische Praktik fortsetzen kann, kennt keine Grenzen. Walfleisch wird als Tierfutter verwertet, das Walfett auf See entsorgt und Lagerhäuser sind bis zum Bersten voll. Wann wird Norwegen erkennen, dass es endlich Zeit ist, ehrlich zu sein und zu zugeben, dass es den Walfang nicht braucht?“ kommentiert Entrup von der WDCS die Situation.

Für weitere Informationen:
WDCS,Nicolas Entrup, T. +49 171 1423 117, E-Mail: nicolas.entrup@wdcs.org
www.walfang.org


zusätzliche Quellen: http://www.fiskeribladet.no/default.asp?lesmer=4430
http://www.nordlys.no/nyheter/article2154994.ece


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