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Ernst Leitz - Wegbereiter der Leica.

(Foto: Amazon)

Zum 50. Todestag von Dr. Ernst Leitz II. am 15. Juni 2006.

Die Österreicher Inge Morath, Franz Hubmann und der Skipionier Stefan Kruckenhauser wurden weltbekannte Fotografen. Ihr Werkzeug war die Leica.

Wetzlar. „Ich entscheide hiermit: Es wird riskiert!„ Mit diesem Satz hat Ernst Leitz II. die Fotowelt revolutioniert. Entgegen den Ratschlägen vieler Experten entschied sich der Wetzlarer Unternehmer 1924 für die Serienfertigung der Leica. Damit war die erste Kamera für Einzelbilder auf Kinofilm geboren, mit der auch Laien schöne Aufnahmen gelangen. Am 15. Juni 2006 jährt sich der 50. Todestag von Ernst Leitz II., Grund für seinen Enkel, Dr. Knut Kühn-Leitz, eine Biographie über seinen berühmten Großvater herauszugeben. Das Buch „Ernst Leitz – Wegbereiter der Leica„ liefert neue Einblicke in das Leben und Werk einer der herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten Deutschlands.

Mit der Entscheidung für die Serienfertigung der Leica hat Ernst Leitz II. die zukunftsträchtigste Entscheidung seines Lebens getroffen. Zum einen eröffnete er der Welt mit der Leica eine bis dahin völlig unbekannte Art des Fotografierens. Darüber hinaus startete er eine Entwicklung, welche die fotografische und die fotochemische Industrie über ein dreiviertel Jahrhundert bestimmen sollte. Das Leica-Format wurde zur weltweiten Norm. Millionen verkaufte Kameras generierten über viele Jahrzehnte die Nachfrage nach Milliarden von Filmen, Papierbildern und anderem Zubehör. Ein großer Wirtschaftszweig mit Tausenden von Mitarbeitern war weltweit geboren.

Ernst Leitz II. hat aber mit der Entscheidung, die von Oskar Barnack entwickelte Kamera und die von Max Berek gerechneten Objektive zu fertigen, in erster Linie an seine eigenen Mitarbeiter gedacht. Er wusste: „Hier handelt es sich um die Möglichkeit, mit dieser kleinen Kamera unseren Arbeitern in den Jahren der Depression Arbeit zu beschaffen und sie damit durch die schwere Zeit zu bringen.„ Das soziale Engagements des Unternehmers wird in vielen Bereichen sichtbar, die in der Biographie von diversen Zeitzeugen beschrieben werden. Auch hier zeigt sich der wirtschaftliche Weitblick des Wetzlarers, der schon in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts soziale Absicherungen für seine Mitarbeiter unterhielt, die deutlich effizienter waren als heutige staatliche Systeme. Dazu zählten eine Pensions- und Betriebskrankenkasse sowie die Förderung des sozialen Wohnungsbaus.

Ernst Leitz blieb Zeit seines Lebens der väterliche Freund für seine Belegschaft. Sein Enkel, der Herausgeber des neuen Buchs, charakterisiert seinen Großvater so: „Er war der geborene Unternehmer. Er besaß das Fingerspitzengefühl für das, was entwickelt werden sollte und dafür, wer mit der Konstruktion sowie später mit der Fertigung und dem Vertrieb zu betrauen war. Er konnte sich auf seine Mitarbeiter verlassen und diese wussten, dass er in Krisenzeiten alles tat, um ihren Arbeitsplatz zu erhalten. Sie fühlten sich als Teil einer großen Familie.„

Auch politisch war Ernst Leitz II. aktiv. Er gehörte zu den Gründern der liberal orientierten Deutschen Demokratischen Partei in Wetzlar, die früh eine politische Alternative gegen aufkommenden rechtsnationalen Geist aufzeigte. Für Leitz war es später selbstverständlich, verfolgten Mitbürgern des Naziregimes zu helfen. Davon zeugt ein Dankesbrief von Nathan Rosenthal, der mit Leitz Hilfe in die USA emigrierte. Zu den politischen Freunden des Unternehmers zählte Theodor Heuss, der mit einer Geburtstagsrede zum 80. Geburtstag des Fotopioniers ebenfalls im Buch vertreten ist. Darin sagt der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland: „Er (Ernst Leitz) stammt aus der Zeit,...wo der einzelne Mensch, nicht die Organisation, nicht die Großkartellbildung, sondern der wagende Mensch die deutsche Wirtschaft mitbestimmt hat...In Ernst Leitz ist ein Mensch zwischen uns, der das Wort Bürger, der auch ein Bürge ist für die anderen, höchst lebendig als Beispiel verkörpert.„

Für seine unternehmerischen und sozialen Leistungen ist Ernst Leitz II. von den Universitäten Gießen und Marburg durch die Verleihung der Ehrendoktorwürde geehrt und von den Universitäten Marburg und Köln sowie den Technischen Hochschulen Karlsruhe und Darmstadt zum Ehrensenator ernannt worden. Auch wurde er Ehrenbürger der Stadt Wetzlar. (2006-06-16)

Knut Kühn-Leitz (Hg): Ernst Leitz II – Wegbereiter der Leica. Ein vorbildlicher Unternehmer und mutiger Demokrat, 208 S., ca. 150 Abb., geb., Heel Verlag Königswinter, 35 Euro, ISBN 3-89880-551-4.

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