Oscar 2008 – Die 80. Verleihung der Academy Awards

25.02.2008 – Der Oscar 2008 ist die größte Show im Filmgeschäft und bietet einen kompletten Aufmarsch der amerkianischen Promis (Britney Spears und Paris Hilton mal ausgenommen): Die Liste der dort anzutreffenden Berühmtheiten reicht von George Clooney über Jack Nicholson bis hin zu John Travolta oder Nicole Kidman. Im Kodak Theatre in Los Angeles wurde die 80. Verleihung der Academy Awards heuer vom Comedian Jon Stewart präsentiert, der für seine bissigen Kommentar bekannt ist und in seiner Begrüßung gleich den Oscar aufgrund seines Alters zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner machte. Er erklärte auch, welches Problem Barack Hussein Obama mit seinem Namen hat, der einerseits wie Osama klingt und andererseits in der Mitte an den früheren Irakischen Machthaber erinnert.

Die Show wird alljährlich in rund 200 Länder übertragen und erreicht etwa 800 Millionen Zusehen, davon jedoch nur noch 40 Millionen in den USA (Zum Vergleich: Der Super Bowl wird von rund 100 Millionen US-Amerikanern gesehen). Besonders in Österreich waren viele auf den Ausgang der Oscar-Verleihung gespannt, da "Die Fälscher" von Stefan Ruzowitzky nominiert war und tatsächlich mit einem Preis ausgezeichnet wurde.

Auch dieses Jahr fanden sich wieder viele Stars bei der Verleihung in Los Angeles ein: Von George Clooney über den mehrfach von den Präsentatoren angesprochen Jack Nicholson bis hin zu Harrison Ford oder John Travolta, der natürlich mit seiner Frau Kelly Preston zur Show kam.

Als Show-Elemente waren die unter der musikalischen Leitung des legendären Bill Conti gesungenen fünf nominierten besten Songs zu hören.

Neben Nicole Kidman oder Cameron Diaz gehörte auch Penelope Cruz zu den "Highlights", wobei letztere die Kategorie "Bester ausländischer Film" präsentierte.

In den diesjährigen Dankesreden hielten sich alle an die Vorgaben und es gab auch keine Beschimpfungen von George W. Bush, weil Michael Moore mit seiner Doku "Sicko" leer ausging.

Während die Damen in Versace und Chopard glänzten, überraschte der mitterweile zum zweiten Mal mit einem Oscar ausgezeichnete Daniel Day-Lewis mit Ohrringen. George "who?" Clooney, der ja als Werbe-Testimonial für Nespresso allgegenwärtig ist, konnte dieses Jahr keinen Oscar abräumen und der ebenfalls als bester Hauptdarsteller nominierte Viggo Mortensen war das Glück ebenfalls nicht hold.

Die legendären Cohen-Brüder, die bereits für "Fargo" einen Oscar erhielten wurden dieses Jahr als beste Regisseure geehrt und ihr "No Country for Old Men" erhielt den Titel als bester Film.

Bester Film
No Country for Old Men – Scott Rudin, Ethan und Joel Coen PREISTRÄGER
Abbitte – Tim Bevan, Eric Fellner und Paul Webster
Juno – Lianne Halfon, Mason Novick und Russell Smith
Michael Clayton – Sydney Pollack, Jennifer Fox und Kerry Orent
There Will Be Blood – JoAnne Sellar, Paul Thomas Anderson und Daniel Lupi

Beste Regie
Ethan und Joel Coen – No Country for Old Men PREISTRÄGER
Paul Thomas Anderson – There Will Be Blood
Tony Gilroy – Michael Clayton
Jason Reitman – Juno
Julian Schnabel – Schmetterling und Taucherglocke

Bester Hauptdarsteller
Daniel Day-Lewis – There Will Be Blood PREISTRÄGER
George Clooney – Michael Clayton
Johnny Depp – Sweeney Todd – Der Teuflische Barbier aus der Fleet Street
Tommy Lee Jones – Im Tal von Elah
Viggo Mortensen – Tödliche Versprechen – Eastern Promises

Beste Hauptdarstellerin
Marion Cotillard – La vie en rose PREISTRÄGER
Cate Blanchett – Elizabeth – Das goldene Königreich
Julie Christie – An ihrer Seite
Laura Linney – Die Geschwister Savage
Ellen Page – Juno

Bester Nebendarsteller (präsentiert von Jennifer Hudson)
Javier Bardem – No Country for Old Men PREISTRÄGER
Casey Affleck – Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
Philip Seymour Hoffman – Der Krieg des Charlie Wilson
Hal Holbrook – Into the Wild
Tom Wilkinson – Michael Clayton

Beste Nebendarstellerin
Tilda Swinton – Michael Clayton PREISTRÄGER
Cate Blanchett – I’m Not There
Ruby Dee – American Gangster
Saoirse Ronan – Abbitte
Amy Ryan – Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel

Bestes Originaldrehbuch
Diablo Cody – Juno PREISTRÄGER
Nancy Oliver – Lars and the Real Girl
Tony Gilroy – Michael Clayton
Brad Bird, Jan Pinkava und Jim Capobianco – Ratatouille
Tamara Jenkins – Die Geschwister Savage

Bestes adaptiertes Drehbuch
Ethan und Joel Coen – No Country for Old Men PREISTRÄGER
Christopher Hampton – Abbitte
Sarah Polley – An ihrer Seite
Ronald Harwood – Schmetterling und Taucherglocke
Paul Thomas Anderson – There Will Be Blood

Beste Kamera
Robert Elswit – There Will Be Blood PREISTRÄGER
Seamus McGarvey – Abbitte
Roger Deakins – Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
Roger Deakins – No Country for Old Men
Janusz Kami?ski – Schmetterling und Taucherglocke

Bestes Szenenbild (präsentiert von Cate Blanchett)
Dante Ferretti und Francesca Lo Schiavo – Sweeney Todd – Der Teuflische Barbier aus der Fleet Street PREISTRÄGER
Sarah Greenwood und Katie Spencer – Abbitte
Arthur Max und Beth A. Rubino – American Gangster
Dennis Gassner und Anna Pinnock − Der Goldene Kompass
Jack Fisk und Jim Erickson – There Will Be Blood

Bestes Kostümdesign (präsentiert von Jennifer Garner)
Alexandra Byrne – Elizabeth – Das goldene Königreich PREISTRÄGER
Jacqueline Durran – Abbitte
Albert Wolsky – Across the Universe
Marit Allen – La vie en rose
Colleen Atwood – Sweeney Todd – Der Teuflische Barbier aus der Fleet Street

Bester Ton
Scott Millan, David Parker und Kirk Francis – Das Bourne Ultimatum PREISTRÄGER
Skip Lievsay, Craig Berkey, Greg Orloff und Peter Kurland – No Country for Old Men
Randy Thom, Michael Semanick und Doc Kane – Ratatouille
Paul Massey, David Giammarco und Jim Stuebe – Todeszug nach Yuma
Kevin O’Connell, Greg P. Russell und Peter J. Devlin – Transformers

Bester Tonschnitt
Karen Baker Landers und Per Hallberg – Das Bourne Ultimatum PREISTRÄGER
Skip Lievsay – No Country for Old Men
Randy Thom und Michael Silvers – Ratatouille
Matthew Wood – There Will Be Blood
Ethan Van der Ryn und Mike Hopkins – Transformers

Bester Schnitt
Christopher Rouse – Das Bourne Ultimatum PREISTRÄGER
Juliette Welfling – Schmetterling und Taucherglocke
Jay Cassidy – Into the Wild
Roderick Jaynes – No Country for Old Men
Dylan Tichenor – There Will Be Blood

Bestes Make-up (präsentiert von "Greys Anatomy"-Star Katherine Heigl)
Didier Lavergne und Jan Archibald – La vie en rose PREISTRÄGER
Rick Baker und Kazuhiro Tsuji – Norbit
Ve Neill und Martin Samuel – Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt

Beste visuelle Effekte
Michael L. Fink, Bill Westenhofer, Ben Morris und Trevor Wood – Der Goldene Kompass PREISTRÄGER
John Knoll, Hal Hickel, Charles Gibson und John Frazier – Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt
Scott Farrar, Scott Benza, Russell Earl und John Frazier – Transformers

Bester Song
„Falling Slowly“ – Once PREISTRÄGER
„Happy Working Song“ – Verwünscht
„Raise It Up“ – Der Klang des Herzens
„So Close“ – Verwünscht
„That’s How You Know“ – Verwünscht

Beste Filmmusik
Dario Marianelli – Abbitte PREISTRÄGER
Alberto Iglesias – Drachenläufer
James Newton Howard – Michael Clayton
Michael Giacchino – Ratatouille
Marco Beltrami – Todeszug nach Yuma

Bester Animationsfilm (präsentiert von Anne Hathaway und Steve Carell)
Ratatouille PREISTRÄGER
Könige der Wellen
Persepolis

Bester animierter Kurzfilm
Peter & the Wolf – Regie: Suzie Templeton PREISTRÄGER
I Met The Walrus – Regie: Josh Raskin
Madame Tutli-Putli – Regie: Chris Lavis und Maciek Szczerbowski
Même les Pigeons vont au Paradis – Regie: Samuel Tourneux
Moja ljubow – Regie: Alexander Petrow

Bester Kurzfilm (präsentiert von Owen Wilson)
Le Mozart des Pickpockets – Regie: Philippe Pollet-Villard PREISTRÄGER
At Night – Regie: Christian E. Christiansen und Louise Vesth
Il Supplente – Regie: Andrea Jublin
Tanghi Argentini – Regie: Guido Thys und Anja Daelemans
The Tonto Woman – Regie: Daniel Barber und Matthew Brown

Bester Dokumentarfilm
Taxi to the Dark Side – Regie: Alex Gibney und Eva Orner PREISTRÄGER
No End In Sight – Regie: Charles Ferguson und Audrey Marrs
Operation Homecoming: Writing the Wartime Experience – Regie: Richard E. Robbins
Sicko – Regie: Michael Moore
War/Dance – Regie: Andrea Nix Fine und Sean Fine

Bester Dokumentar-Kurzfilm
Freeheld – Regie: Cynthia Wade und Vanessa Roth PREISTRÄGER
La Corona – Regie: Amanda Micheli und Isabel Vega
Salim Baba – Regie: Tim Sternberg und Francisco Bello
Sari’s Mother – Regie: James Longley

Bester fremdsprachiger Film
Die Fälscher – Österreich – Regie: Stefan Ruzowitzky PREISTRÄGER
Beaufort – Israel – Regie: Joseph Cedar
Katy? – Polen – Regie: Andrzej Wajda
Der Mongole – Kasachstan – Regie: Sergei Wladimirowitsch Bodrow
12 – Russland – Regie: Nikita Michalkow

 

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