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Erstes Arnheim-Stipendium

für Medienkunstgeschichte verliehen

Der nigerianische Bildhauer Reginald Njemanze ist erster Stipendiat im Lehrgang MediaArtHistories an der Donau-Universität Krems

Krems (kpr). Dem nigerianischen Künstler Reginald Njemanze wurde am 14. Dezember 2006 das erste Rudolf-Arnheim-Stipendium verliehen. Das Department für Bildwissenschaften der Donau-Universität Krems vergibt es für die Teilnahme am neuen, internationalen Master-Lehrgang MediaArtHistories.

Erst kürzlich veröffentlichte der nunmehr einhundertdreijährige Kunsthistoriker und Wahrnehmungspsychologe Rudolf Arnheim ein eindrucksvolles Plädoyer für die Integration der neuen, interaktiv-prozessualen Bildwelten in den Kontext der Schätze, Erfahrungen und Einsichten, die uns die Kunst der Vergangenheit hinterlassen hat. Der Künstler Reginald Njemanze, der bislang mit tradierten Materialien gearbeitet hat, möchte Arnheims Aufruf folgen. Der 1971 in Nigeria geborene akademisch ausgebildete Bildhauer erhofft sich von der Teilnahme am Universitätslehrgang „MediaArtHistories“ eine breitere theoretische Basis und neue Ausdrucksmöglichkeiten für sein künstlerisches Schaffen. Die Verankerung seiner künstlerischen Arbeit, die sich nun auch mehr und mehr multimedial präsentiert, in der Geschichte der Medienkunst versteht er als eine logische Weiterentwicklung seines Schaffens.

Das Department für Bildwissenschaften sieht das Stipendium – neben der Unterstützung eines ambitionierten Künstlers – als Möglichkeit, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem wissenschaftlichen Werk Rudolf Arnheims und seiner Bedeutung für die Geschichte der Medienkunst anzuregen.

Transdisziplinäres Studium mit internationalem Background
Der weltweit einzigartige Master-of-Arts-Lehrgang „MediaArtHistories“ vermittelt die Schlüsselentwicklungen der Kunst unserer Zeit. Er wendet sich zum einen an KünstlerInnen, zum anderen an MuseumsmitarbeiterInnen, AusstellungsmacherInnen, GaleristenInnen, KunsthistorikerInnen und MedienwissenschaftlerInnen.

Unterstützt durch Onlinedatenbanken und andere zeitgemäße Lehrinstrumente werden Formen der Medienkunst – von Computeranimation, Netzkunst, Interaktiver, Telematischer und Genetischer Kunst über CAVE-Installationen und Augmented Reality bis zu den jüngsten Reflexionen von KünstlerInnen auf dem Gebiet der Nano-Kunst – von international bekannten ExpertInnen vorgestellt und diskutiert. Unter den Vortragenden finden sich internationale Größen wie Lev Manovich und Erkki Huhtamo. Die Studierenden des ersten Lehrgangs, der im Wintersemester 2006 startete, kommen unter anderem aus den USA, Österreich, Ungarn und der Schweiz. Durch den modularen Aufbau des Programms ist ein Quereinstieg auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Department für Bildwissenschaften fördert NachwuchswissenschaftlerInnen
Das Department für Bildwissenschaften der Donau-Universität Krems hat ein weiteres Stipendium für den postgradualen Universitätslehrgang „MediaArtHistories“ ausgeschrieben. Das „Interface Design and Future Applications Scholarship“-Stipendium richtet sich an TeilnehmerInnen mit einem Forschungsinteresse im Bereich Interface Design. Durch das Stipendienangebot möchte das Department finanziell benachteiligte TeilnehmerInnen unterstützen.

Bewerbungen für die Stipendien können noch bis Ende Februar – auf Deutsch oder Englisch – eingereicht werden. Um die regionale Kulturszene zu unterstützen, werden speziell KünstlerInnen aus Niederösterreich zur Bewerbung eingeladen.

Nähere Informationen zum Lehrgang MediaArtHistories, MA und zu den Stipendien unter www.donau-uni.ac.at/medienkunstgeschichte

Bewerbungen an:
Andrea Kaufmann
Tel.: +43 (0)2732 893-2542
Fax: +43 (0)2732 893-4551
andrea.kaufmann@donau-uni.ac.at

(15.12.06)



Rückfragen
Mag. Jeanna Nikolov-Ramírez Gaviria
Department für Bildwissenschaften
Donau-Universität Krems
Tel. +43 (0)2732 893-2570
jeanna.nikolov@donau-uni.ac.at
www.donau-uni.ac.at/zbw


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