Kinder und Jugendliche sind neben den alten Menschen jenseits der 65 eine Risikogruppe für Vitamin D-Mangel. So litten 61 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter einer Vitamin D-Unterversorgung. Weitere 9 Prozent sogar unter einem akuten Vitamin D-Defizit. Dies entspricht 58,4 Millionen junger Amerikaner mit unzureichender Vitamin D-Versorgung.
Das ist auch in Deutschland laut Robert-Koch-Institut nicht anders.
Besonders betroffen sind zum einen Jugendliche, die überdurchschnittlich lange am Computer oder mehr als 4 Stunden täglich vor dem Fernseh- oder Video-Geräte saßen, aber auch ältere Jugendliche, Mädchen, Übergewichtige sowie auch Dunkelhäutigen.
Zu diesen Ergebnissen kam eine Forschergruppe verschiedener Medizin-Institute in New York und Atlanta, Georgia. Dabei wurden Daten des National Health and Nutrition Examination Survey 2001–2004, einer für die Gesamtbevölkerung der USA repräsentativen Untersuchung von Kindern und Jugendlichen bis zum 21. Lebensjahr ausgewertet.
Nicht nur das Ausmaß des Vitamin D-Mangels sondern auch dessen Folgen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen standen dabei im Mittelpunkt. Vitamin D-Mangel stand bei diesen Jugendlichen in einem deutlichen Zusammenhang mit überhöhten Schilddrüsen-Hormonen, Bluthochdruck und niedrigerem Kalzium- und HDL-Cholesterin-Spiegel.
Jugendliche mit niedrigem Vitamin D-Spiegel im Blut litten mehr als doppelt so häufig wie die Jugendlichen mit den besten Vitamin D-Werten unter Bluthochdruck und einem zu hohen Blutzuckerspiegel.
Auch das sogenannte Metabolischen Syndrom, eine Stoffwechselstörung mit verschiedenen Ausprägungen – die als der wichtigste Verursacher von koronaren Herzkrankheiten gilt – trat bei Jugendlichen mit erheblichem Vitamin-D-Mangel vier Mal so häufig auf.
Vitamin D ist ein Hormon, das im Körper selbst gebildet wird und unter anderem wichtige Funktionen von nahezu tausend menschlichen Zellen steuert. Darüber hinaus reguliert Vitamin D unser Immunsystem und trägt einen wesentlichen Anteil an der Abwehr von Bakterien und Viren.
Da unsere Nahrung kaum Vitamin D enthält, muss zu 90 Prozent die Sonne mit ihren UV-B-Strahlen für die Vitamin-D-Produktion (auch Sonnenschein-Vitamin genannt) in der Haut sorgen.
In den letzten Jahren wurde die positive Wirkung der Sonne – insbesondere im Zusammenhang mit Vitamin D (dem Sonnenschein-Vitamin) auch von der Wissenschaft (wieder-)entdeckt.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema unter www.SonnenNews.de (10.09.2009)



