Unerfüllter Kinderwunsch – ein Trauma, das sich vermeiden lässt

Der Wunsch nach einem eigenen Kind ist sehr stark und sehr groß. Fast alle Paare träumen von einer richtigen Familie, diese schließt das Schwanger werden und das großziehen von Kindern mit ein. Was aber, wenn man keine Kinder bekommen kann, wenn der Kinderwunsch trotzt aller Bemühungen unerfüllt bleibt? Zurück bleibt meist eine große Leere, eine Art Trauma, an denen nicht wenige Beziehungen zu Grunde gehen.

Die moderne Medizin kann hier zum Glück Abhilfe leisten. Die Ursache für Fehlgeburten und Unfruchtbarkeit sind weitest gehend geklärt und bekannt und können in vielen Fällen mittels künstlicher Befruchtung umgangen werden. Was im ersten Moment wie ein enormer Eingriff in die Natur klingt, ist letztendlich eine Routinearbeit ohne weitreichende, negative Folgen.

Stellvertretend für die künstliche Befruchtung, die leider in unserer Gesellschaft aus verschiedensten Gründen immer noch tabuisiert wird, steht die In-vitro-Fertilisation. Hierbei werden nach eingehenden Untersuchungen den Frauen gesunde Eizellen entnommen und mit einer männlichen Spermie zusammengeführt. Diese kann die Eizelle befruchten, nach erfolgter Zellteilung wird diese wieder in die Gebärmutter eingeführt. Die Erfolgschancen sind hierbei sehr groß.

Diese Maßnahmen sind gesetzlich zugelassen, in Österreich wie in Deutschland auch. Darüberhinaus erhalten österreichische Paare, sofern diverse Kriterien (Alter, Beziehung, Versicherung, Unfruchtbarkeit) erfüllt werden, auch staatliche Förderungen. Diese übernehmen 70 Prozent der Kosten einer IVF-Behandlung. Der Kinderwunsch kann somit auch weniger vermögenden Paaren erfüllt werden.

Sollte eine Unfruchtbarkeit diagnostiziert werden, muss dies nicht das Ende des Kinderwunsches bedeuten. Es lohnt sich, entsprechende Institutionen und Einrichtungen zu konsultieren, allen voran Kinderwunschkliniken. Hier erfährt man, auf welchem Wege der Wunsch vom eigenen Kind doch erfüllt werden kann. Zudem trifft man hier auf andere Betroffene, ein Austausch beziehungsweise die Erkenntnis, dass auch andere Paare davon betroffen sind, hat für viele einen positiven, therapeutischen Effekt. Ein Traum, psychische Folgeleiden, die nicht selten auftreten, können so ebenso abgewendet werden.