Die Reifen für die Autos, wie wir sie heute kennen, wurden erst nach mehreren Erfindungen zu dem was sie heute sind. Die mit entscheidenste Erfindung im Bezug auf die Reifen machte der Amerikaner Charles Goodyear. Dieser meldete im Jahr 1844 ein Patent zum Vulkanisieren von Gummi an. Aber auch der Schotte Thomson beschäftigte sich mit diesem Thema und brachte 1845 ein Patent für einen Reifen für ein Fahrrad auf den Weg. Der Grund warum dieser Name allerdings recht unbekannt ist in Zusammenhang mit den Reifen, wie wir sie heute kennen, ist der, dass dessen Erfindung wenig Begeisterung fand. Erst mit der Erfindung von einem Luftreifen durch den Franzosen Michelin im Jahr 1889 fanden Reifen ihren Eingang in die Massenproduktion. Ein Jahr zuvor patentierte sich der Schotte John Dunlop allerdings ebenfalls bereits schon einen Einfachreifen. Die Namen Michelin, Dunlop und Goodyear sind heute in der Reifenherstellungsbranche immer noch ein Begriff. Insbesondere durch den Motorsport begann allerdings deren Siegeszug erst. Spezialreifen spielen dabei auch heute noch im Motorsport eine sehr große Rolle. Oftmals entscheiden diese heute über Sieg oder Niederlage von Formel 1-Stars wie Niko Rosberg oder Sebastian Vettel.
Im normalen Straßenverkehr hingegen unterscheidet man Autoreifen in Sommerreifen und in Winterreifen. Zum Wechseln auf diese gibt es zwar keine Vorschrift im deutschen Gesetz, aber es gilt allgemein die Faustregel O bis O (Ostern bis Oktober, bzw. Oktober bis Ostern) beim Autoreifenwechseln. Das heißt an Ostern sollten Autofahrer von Winter- auf Sommerreifen wechseln, und im Oktober dann mit dem Beginn der kalten Jahreszeit von Sommerreifen auf Winterreifen. Letztlich spielt die richtige Bereifung insbesondere in Haftungsfragen bei einem Unfall eine Rolle. Autofahrer haben nämlich stets für die der Jahreszeit angepasste Bereifung zu sorgen, ansonsten wird ihnen immer eine Teilschuld am Unfall zugerechnet.


