Im Rahmen der Bach-Wochen in St. Michaelis ist der umjubelte Dirigent am 9. November 2009 in Hamburg zu sehen
Hamburg im April 2009:
Seit dem 27. März 2009 steht es fest: Thomas Hengelbrock wird neuer Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters. Ab der Saison 2011/2012 wird der international renommierte Dirigent zunächst für drei Jahre an der Spitze des Orchesters stehen.
Der Hamburger Konzert-Veranstalter Elbklassik Konzerte freut sich sehr mit dem besonders für seine historische Aufführungspraxis bekannten Dirigenten Thomas Hengelbrock, eins von nur zwei Konzerten im Jahr 2009 in der Hansestadt verwirklichen zu dürfen. Im Rahmen der Bach-Wochen gastiert der international umjubelte Dirigent mit seinem eigens gegründeten Balthasar-Neumann-Chor und Balthasar-Neumann-Ensemble am 9. November in der Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg. Der Vorverkauf für das exklusive Konzert hat bereits begonnen.
Inspiriert durch die geistliche Musik Europas um 1730 vereint Thomas Hengelbrock nun in einem neuen Programm vier führende europäische Komponisten, deren Werke erkennen lassen, wie der Spagat zwischen Religion und Machtrepräsentation erfolgreich gemeistert werden konnte.
Der Franzose André Campra diente als „sous-maître“ der Chapelle Royale am prächtigen Versailler Hof und ließ dort seine Erfahrungen aus weltlicher Opern- und Ballettkomposition in die geistlichen Werke einfließen: Zu hören ist dies in seiner vokal wie instrumental dramatisch gestalteten Grand Motet „Notus in Judea Deus“.
Währenddessen stand in England Georg Friedrich Händel in den Diensten des Earl of Chandos. Der Freund schöner Künste hatte einen Gelehrtenkreis an seine prächtige Cannons-Residenz geholt hatte, um ein eigenes Kulturzentrum zu etablieren. Händel widmete Chandos die Anthem-Sammlung für Cannons, zu der auch „Let God arise“ gehört.
Zur gleichen Zeit feierte Antonio Vivaldi in Italien große Erfolge als musikalischer Leiter des „Ospedale della Pietà“, einer religiös-karitativen Lehranstalt in Venedig. Vivaldis Kompositionen, darunter auch das ergreifende Magnificat RV 610a, verhalfen dem Haus und seinen Schülerinnen über die Grenzen hinweg zu einem exzellenten Ruf.
In Leipzig bewältigte unterdessen der amtierende Thomaskantor Johann Sebastian Bach eine wahre Flut an Kompositionsverpflichtungen für Kirche, Stadt und Universität. Dabei griff er auch auf eigene frühere Werke zurück, um sie kunstvoll zu verändern und in einen neuen Zusammenhang zu setzen. Die Kyrie-Gloria-Messe in F-Dur ist als Parodiemesse früherer Kantatensätze ein beeindruckendes Zeugnis dieser Kunst.
Mit den vier zentralen Werken dieser Zeit vergegenwärtigen Thomas Hengelbrock und sein Balthasar-Neumann-Ensemble, wie sich Musik häufig über die politischen Grenzen hinwegsetzen kann. Während die politische Einigkeit Europas noch ungreifbar war, wurden die großen klassischen Künstler Europas bereits durch die gemeinsamen Werte der Musik verbunden.
Thomas Hengelbrock | Balthasar-Neumann-Chor und Balthasar-Neumann Ensemble
Montag 9. November | 19:30 Uhr
Hauptkirche St. Michaelis, Hamburg
Vorverkauf: Konzertkasse Gerdes | Rothenbaumchaussee 77 | Telefon: 0 40 - 45 33 26
sowie an allen bekannten VVK-Stellen | Tickethotline: 018 05 - 44 70* | www.elbklassik.de
(*14 Ct./Min. Mobilfunkpreise können abweichen)
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