Aspern Revival 2009: zum Geburtstag von Dieter Quester (Kurzversion)

 

Quester, unser Bester!

Heuer häufen sich die Jubiläen und runden Geburtstage. Auch einer der ganz Großen im österreichischen Motorsport hat 2009 Grund zu feiern.

Rekordverdächtige Karriere: über ein halbes Jahrhundert ist Dieter Quester bereits im internationalen Motorsport unterwegs. Auch am „heiligen Beton“ von Aspern, seinem Heimrennen, war der Lokalmatador aus Wien oft und erfolgreich unterwegs.

Dieter Questers sportliche Ambitionen fanden in seiner Familie Unterstützung. Erste Highlight seiner Laufbahn kamen auf dem Wasser: als Motorboot-Europameister 1958 und 1962. Auch mit Motorrädern versuchte sich Quester, bevor er in verhältnismäßig „reifem“ Alter seine Auto-Karriere begann.

„Mister BMW“: Der Name Quester schien bei den Rennen in Aspern auf einigen interessanten Fahrzeugen, nicht nur aus Bayern, auf. Ein frühes Quester’sches Meisterwerk gab es 1965: mit einem betagten Porsche 718 RS konnte er Klaus Steinmetz im überlegenen Werks-Abarth niederringen. Beim Preis von Wien im April 1966, saß er bereits in einem aktuellen Tourenwagen – Sieg mit dem BMW 1800tisa!

Erfolge jener Zeit: 1967 holten Quester und der Formel-V-Großmeister Kurt „Master“ Bergmann (aus Wien-Essling, einen Steinwurf von Aspern entfernt) den legendären Erfolg beim Governor’s Cup auf den Bahamas. Viermal wurde Dieter Quester in der Tourenwagen-EM zum Meister gekrönt, 1968 siegte er beim EM-Lauf in Aspern mit dem BMW 2002. 1969, 1877 und schließlich 1983 folgten weitere Titel.

Im Jahr 1972 war der BMW CSi gut genug für eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 131,64 km/h auf den Runways von Aspern. Bei etlichen Meetings fuhr Quester mehrere Rennen: zum Beispiel 1973 im Rennen der modifizierten Tourenwagen einen 3.0 CSL und bei den Serienautos einen 2002 ti, dort sogar siegreich.

Im Jahr 1974, mitten in der „weiß-blauen“ Zeit, fuhr er in Wien den damals aktuellen Ford Escort Mexico Cup. Dort waren mit Helmut Koinigg und Hans Binder zwei weitere zukünftige Formel-1-Fahrer an Bord. Quester selbst saß nur ein einziges Mal in einem Formel-1-Rennwagen.

Beim Großen Preis von Österreich am 18. August 1974 debutierte er im Alter von 35 Jahren in einem Surtees TS16. Der 10. Platz im Gesamtklassement, trotz aller Schwierigkeiten mit dem Hinterbänklerteam, bestätigte das Urteil der Fachleute: Quester wäre eine Bereicherung der Grand-Prix-Szene gewesen.

In den 1980ern bewegte sich Quester hauptsächlich in der Tourenwagen-EM (vierter Titel 1983) und dann der sportlich extrem hochwertigen DTM. Daneben steuerte er verschiedenste Rennwagen, vom CSL-Batmobil über den Zweiliter-Osella bis zum Porsche 962, bei den großen Langstreckenrennen in „Le Mans und Umgebung“. Mit BMWs Rückzug aus der deutschen Meisterschaft verlagerte sich Quester noch mehr in den Langstreckensport.

Er war auch bei der Renaissance von BMW in der US-Rennszene involviert. Dieses Programm führte dann direkt zur Entwicklung des berühmtesten BMW-Rennwagens der 1990er, des M3 GTR. Später folgten erfolgreiche Gastspiele in der FIA-GT-Serie mit verschiedensten Fabrikaten: Porsche, Ferrari oder Chrysler Viper.

In jüngster Zeit entwickelte Quester gemeinsam mit Duller Motorsport aus Kärnten für BMW den Z4 M Coupé. Bei 24-Stunden-Rennen wie Dubai oder Silverstone legte dieses Team eine Siegesserie hin. Heute ist Dieter Questers Hauptbetätigungsfeld die European Endurance Car Series (ETCS), wo 4-Stunden-Rennen gefahren werden. Auch 2009 wird Dieter Quester dort wieder aktiv sein!

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Bilder finden Sie hier (Werksfoto BMW – bitte um Nennung von BMW Group Archiv)http://www.pressemeldungen.at/wp-content/uploads/2009/04/rf4522_1.jpg
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