Wie wichtig ist die Architektur in der modernen Gastronomie?

Ein Einblick in die Arbeit des Kölner Architekten Christian Meyer bei der Planung des Gastronomiekonzeptes todi’s.

Inzwischen ist es drei Jahre her, dass der kölner Architekt Christian Meyer das Raum- und Material-Konzept für die Systemgastronomie todi’s in Stuttgart entwickelt hat.

Die Idee des Gründers: Rationalität der Abläufe, kurze Wege, schnelle und effiziente Vorbereitung der Speisen, Zentrale Bestellung mit anschließendem Service am Tisch. Alles sollte zügig Hand in Hand greifen. „Die Form folgt der Funktion“ (Form follows funktion) ist zum Motto des Projekts geworden. Genau an dieser Stelle hat Architekt Christian Meyer angesetzt.

„In Sachen Gastronomieplanung ging es uns nicht bloß um die praktischen Gesichtspunkte“ – so der Architekt. „Gastronomie muss alle Sinne des Gastes befriedigen, auch die ästhetischen. Bei der Raumplanung und der Planung der Küche habe ich mich von aktuellen globalen Trends wie Transparenz und Sichtbarkeit inspirieren lassen. So wurde hier eine offene Showküche konzipiert. „Der Gast ist heute viel selbstbewusster geworden. Er will wissen, wofür er Geld bezahlt, wie sein Essen vor der Zubereitung aussieht, wie seine Bestellung behandelt wird.“

Die Showküche wurde als Herz der Gastronomie in der Mitte des Raums platziert. Jeder Handgriff im Arbeitsablauf muss logisch sitzen. Interaktion zwischen Gast und Koch soll möglich sein. „Nicht nur die Gäste, sondern auch die Köche sollen sich wohl fühlen. Nur so kann eine angenehme Gesamtatmosphäre entstehen.“


Die nächste Herausforderung für den kölner Architekten war der Entwurf unterschiedlicher Raumbereiche, die für jeden Gasttyp einladend sind und dennoch eine gemeinsame corporate identity erzeugen.

Sowohl kommunikative, gesellige Gruppen von Gästen, die sich im Zentrum der Ereignisse wohl fühlen, wie auch der Gast, der einfach nur in Ruhe essen möchte, sollen ihre Bereiche finden. „So habe ich im todi’s unterschiedliche Zonen auf unterschiedlichen Höhenniveaus geplant, um verschiedenen Ansprüchen gerecht zu werden.“ Die Atmosphäre jeder Zone wurde durch ein eigenes Material- Licht- und Farbkonzept aufgenommen und hervorgehoben.

Der Anspruch an Architekten bei der Gastronomieplanung wächst mit den Ansprüchen des modernen Gastes, der lange nicht mehr alleine Wert auf die Qualität des Essens legt, sondern gleichermaßen auch auf Image und Widererkennungswert des Ortes an dem er speist.

Mehr Informationen über den Architekten Christian Meyer, Profil und Dienstleistungen erfahren Sie im Internet auf www.architektur-koeln24.de.