31. Oktober 2012 Von 000pressemeldungen-exklusiv Aus

Ratgeber Immobilienverlosung in Österreich: Vorsicht bei der Hausverlosung bzw. beim Loskauf

Grundsätzlich wäre es ja eine gute Idee, wenn man ein Haus nicht auf dem regulären Weg an den Höchstbieter verkaufen will, sondern dieses einfach im Rahmen einer Verlosung an den Mann oder die Frau bringt. Doch in diesem Zusammenhang muss man als Besitzer der betreffenden Immobilie und auch als Interessent einige wichtige Punkte beachten …

Der Trend zur Hausverlosung – ein Flop?

Während es vor einigen Jahren einen regelrechten Run auf diese Idee gegeben hat, stellte sich bald heraus, dass die Abwicklung kompliziert und mit erheblichen Kosten verbunden ist. Das Risiko besteht vor allem darin, dass man hohe Ausgaben hat und nicht genügend Teilnehmer findet. Auch ist die rechtliche Situation umstritten, weshalb man sich unbedingt vor dem Start einer solchen „Sell my house lottery“ genau informieren muss, was denn hier an Papierkrieg und Kosten anfällt.

Immer wieder las man im Internet oder in Zeitungen davon, dass reguläre Wohnhäuser oder Ertragsgebäude mit verschiedenen Wohnungen oder zur gewerblichen Nutzung per Verlosung angeboten werden sollen. Teilweise handelte es sich um ganz normale Immobilien oder aber um schwer vermittelbare Objekte der Luxusklasse.

Während in den meisten Fällen einheimische Anwälte mit der Abwicklung betraut waren, gab es immer wieder Angebote, besonders von Firmen aus dem Ausland, bei denen man nicht sicher sein konnte, dass wirklich alles seriös ist. Gerade bei einem Abbruch der Verlosung erhielten etliche Personen die bezahlten Beträge nicht zurück oder das Geld wurde sogar weiter verschoben und verschwand teilweise.

Ein Hausverkauf kann auf unterschiedliche Weise erfolgen (Symbolfoto: Sjleads2 - Wikimedia Commons/Public Domain)

Ein Hausverkauf kann auf unterschiedliche Weise erfolgen (Symbolfoto: Sjleads2 – Wikimedia Commons/Public Domain)

Das Prinzip einer Hausverlosung ist, dass zur Aufbringung des gewünschten Erlöses beispielsweise 10.000 Lose verkauft werden und dann das Glück entscheidet. Nach einer – vielfach öffentlich abgehaltenen – Ziehung soll schließlich der Gewinner ermittelt werden. Grundsätzlich ein interessanter Ansatz, doch in der Praxis funktioniert(e) das nur in ganz wenigen Fällen …

Unser Tipp: Weitere Informationen zu diesem Thema Hausverlosungen finden Sie in einem Artikel bei Wikipedia. Hier wird auch auf die rechtliche Situation eingegangen, die in Deutschland eindeutig ist, in Österreich jedoch weniger. In den USA kann man übrigens so eine  „Lottery“ nur in Verbindung mit einer Wohltätigkeitsorganisation durchführen, die dann einen Anteil des Erlöses bekommt. In jedem Fall wird man einiges an Geld in die Werbung stecken müssen, denn kostenlose Publicity ist inzwischen nur mehr schwer zu erhalten. Insofern stellt sich meistens die Frage, ob man tatsächlich genug Geld zusammenbekommt, um erfolgreich zu sein. Deshalb lohnt sich der Aufwand in der Regel nicht und man wird wohl den herkömmlichen Weg beschreiten, um die Immobilie zu verkaufen. Außerdem muss man darauf achten, keine Gesetze zu verletzen,  wenn man beispielsweise Interessenten aus dem Ausland anspricht. Was viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass in Österreich das Finanzamt einen entsprechenden Anteil bereits vom Losverkaufspreis erhält und man nicht astronomische Summen für die Immobilie verlangen kann.

Wichtig ist als Loskäufer vor allem, dass die ganze Sache transparent durchgeführt wird und der Gewinner des Hauses dann auch zuverlässig benachrichtigt wird. Genaue Informationen sollte man auch für Laien verständlich auf der normalerweise vorhandenen Website zur Verlosung finden. Nicht vergessen darf man in diesem Zusammenhang, dass man als Sieger bei einer solchen Lotterie mit einigen Unannehmlichkeiten rechnen muss, wenn nicht alles ordnungsgemäß über die Bühne gegangen ist. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Immobilie vielleicht enorme Folgekosten mit sich bringt, die das persönliche Budget überschreiten können. (pressemeldungen.at-Redaktion)