Gesundheitsgefahr? 6000-fache Belastung: Zu Silvester explodiert der Feinstaub

Zum Jahreswechsel werden vielerorts die höchsten Feinstaubwerte des Jahres gemessen: Durch Raketen und Knaller liegt die Belastung oft 6000-fach über den normalen Werten. Meteorologen befürchten Gesundheitsgefahren. 

 
In viele Städten Deutschlands herrschte zum Jahreswechsel 2007/2008 dicke Luft. Während das alte Jahr oft noch mit einem klaren Himmel zu Ende ging, fing das neue mit dichten Nebelschwaden an. Innerhalb weniger Minuten trieben durch die Explosion von Feuerwerkskörpern dichte Rauchschwaden durch die Straßen. 

 
Erstmals haben die Meteorologen des Wetterservice Donnerwetter.de vor einem Jahr die Feinstaubbelastungen während der Silvesternacht detailliert gemessen. Ihre Ergebnisse sind alarmierend: „Normalerweise liegen die Feinstaubkonzentrationen der Außenluft bei etwa 22 Mikrogramm. Kurz nach Mitternacht haben wir Werte über 140.000 Mikrogramm (oder 140 Milligramm) gemessen – das 6300-fache!“ erklärt Dr. Karsten Brandt. „Und das war nicht etwa mitten im Feuerwerk, sondern in einer ganz normalen Wohnstraße am Rande der Stadt!“ Zum Vergleich: Die oft diskutierten EU- Grenzwerte für die Feinstaubkonzentrationen in Innenstädten, die an maximal 50 Tagen im Tagesmittel überschritten werden dürfen, liegen bei 50 Mikrogramm. 

„Wir haben solche hohen Werte noch nie zuvor erlebt“, sagt Dr. Karsten Brandt. „Diese Konzentrationen schlagen alle bisherigen Rekordwerte um ein Vielfaches.“ Im Vergleich zu der Silvesternacht war die Luft in den verrauchten Bonner Szenekneipen, in denen die Meteorologen bis zu 4.000 Mikrogramm gemessen hatten, regelrecht wohltuend.
Neben Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird Feinstaub vor allem für Atemwegsbeschwerden und asthmatische Anfälle verantwortlich gemacht. „Der Effekt der Silvesterluft lässt sich nur vergleichen, wenn man einen Nichtraucher mehrere Zigaretten gleichzeitig ziehen lässt“, meint Brandt. Bei diesen Messwerten müssten Asthmatiker und Menschen mit Atemwegsbeschwerden gewarnt werden, dass sie sich nicht dem Rauch aussetzen. „Eigentlich gehört auf die Raketen und Knaller zumindest ein Hinweis! Wir haben die Hersteller vor einem Jahr über unsere Messwerte informiert – bis heute ist nichts geschehen!“. Die Meteorologen überlegen deshalb jetzt rechtliche Schritte einzuleiten. 

 

 

 
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