„ALLEINERZIEHERIN DES JAHRES 2008“

Die einzigartige Preisverleihung „AlleinerzieherIn des Jahres 2008“ , veranstaltet vom PATCHWORK-FAMILIEN-SERVICE, fand am 17. Nov. 2008 um 11.00 Uhr im „Roten Salon“ des Cafe Promenade in Graz statt und wurde von Frauenministerin Heidrun Silhavy und Frauenstadträtin Elke Edlinger eröffnet.

Bei der Gewinnerin handelt es sich um Frau Dr.in Martina Bogensberger, einer alleinerziehende Mutter von 2 Kindern die nach einer schwierigen Scheidung ihr Doktoratsstudium und nebenbei noch eine Ausbildung als Heimhelferin absolviert hat und als Heimhilfe bei der Caritas in Wien tätig ist. Frau Dr.in Bogensberger ist 30 Jahre alt, geschieden und gilt mit insofern als Vorbild, da sie ihre Situation mit ihren beiden Söhnen Joshua (5 Jahre) und Lorenz (3 Jahre) sehr positiv bewältigt hat und anderen Alleinerziehenden damit Mut machen möchte.

Sie schrieb in ihrer Bewerbung:
„Ich habe mir schließlich aber sehr motiviert und freudig nach meiner schwierigen Scheidung eine Existenz aufgebaut, und kämpfe bis zum heutigen Tag gegen die Stigmatisierung von AlleinerzieherInnen. Es ist mein wichtigstes Anliegen meinen beiden Söhnen Geborgenheit und ein schönes Zuhause zu geben.
Das ist mir auch gelungen. Stolz macht mich besonders mein partnerschaftliches Verhältnis mit meinen Kindern, wodurch es auch möglich ist schwierigen Situationen menschlich und liebevoll zu begegnen.“

71 Bewerbungen und Nominierungen hat es gegeben. Erfreulicherweise haben sich viele AlleinerzieherInnen auch selbst beworben.

Die Endauswahl wurde von folgender Jury getroffen:
Euke Frank ( Chefred./Woman), Reinhard Jesionek (ORF-Moderator) Margit Picher (Obfrau des Patchwork-Familien-Service)

Das Patchwork-Familien-Service möchte als VeranstalterIn mit dieser Initiative einerseits auf die Problematik von AlleinerzieherInnen aufmerksam machen und vor allem deren enorme Leistungen öffentlich würdigen und anerkennen!

VeranstalterIn: PATCHWORK-FAMILIEN-SERVICE-Verein für Elternteile und Familien im Wandel
Ziel: Der Stigmatisierung und Benachteiligung von Alleinerzieherinnen positiv entgegenzuwirken und deren Leistungen mit der Preisverleihung stellvertretend ALLE AlleinerzieherInnen öffentlich anzuerkennen.

Bei der Preisverleihung gratulierte Frauenministerin Heidrun Silhavy und Frauenstadträtin Elke Edlinger und beglückwünschten die Gewinnerin. Die Preisträgerin wurde in Anwesenheit ihrer Kinder stellvertretend für alle AlleinerzieherInnen ausgezeichnet, ein Urlaubsgutschein für einen 14tägigen Allinklusive-Urlaub gespnsert vom Reisebüro Fischertourist (www.fischertourist.com) . Die Forderungen der AlleinerzieherInnen wurde durch das Patchwork-Familien-Service als Lobby an die Politik kund getan.

Von den Alleinerziehenden sind 85 % Frauen und 15 % Männer. Daher werden alle 6 Jahre auch ein alleinerziehender Vater ausgezeichnet.

Zusammenfassung der Forderungen des Patchwork-Familien-Service für armutsgefährdete AlleinerzieherInnen sind:

– Änderung der diskriminierenden Kindergeldregelung, bei der AlleinerzieherInnen eindeutig benachteiligt wurden. Es kann nicht sein, dass ohnehin armutsgefährdete AlleinerzieherInnen nicht die gleiche Bezugsdauer und Bezugshöhe für ihre Kinder bekommen, weil sie keinen Partner haben. Das Kindergeld ist ein Recht der Kinder und darf nicht aufgrund ihrer Familienform benachteiligt werden, zumal das auch dem Gleichheitsgrundsatz widerspricht.

– Eine weitere Woche Pflegfreistellung, wie es für Paare möglich ist (oder Entlastung durch Kinderbetreuerinnen, wie z.B. KIB Children Care im Krankheitsfall der Kinder sie zur Verfügung stellt). Auch hier sind AlleinerzieherInnen und deren Kinder benachteiligt und doppelt bestraft! Das widerspricht ebenfalls dem Gleichheitsgrundsatz!

– Rechtsanspruch auf Unterhaltsvorschuss & Finanzielle Grundsicherung schaffen sowie Verringerung der Einkommensunterschiede zwischen Männer und Frauen

– Ausweitung von leistbaren Kinderbetreuungs-und Nachmittagsbetreuungsangeboten sowie Öffnungszeiten angepasst an Lebensrealitäten ( schulautonome Tage, Ferienzeiten etc.)

– Besondere Berücksichtigung von AlleinerzieherInnen am Arbeitsmarkt unter Rücksichtnahme ihrer Betreuungspflichten

– Das politische Bekenntnis präventive Unterstützungsangebote, wie es das Patchwork-Familien-Service anbietet ( zilegruppenspezifische psychologische, juristische, medizinische Angebote und Elternbildung) verstärkt finanziell zu fördern statt vermeidbare Folgekosten zu finanzieren!

– Abbau von Vorurteilen gegenüber AlleinerzieherInnen & Scheidungskindern

– Öffentliche Anerkennung der enormen Leistungen von AlleinerzieherInnen!

– Daher unsere Ausschreibung: „ALLEINERZIEHERIN DES JAHRES“

Diese Veranstaltung wurde freundlich unterstützt von: Bundesministerin Heidrun Silhavy/Bundeskanzleramt – Frauen, Frauenstadträtin Elke Edlinger, Landeshauptmann Mag. Franz Voves/Land Steiermark, Silvija Jakopic & Walter Fischer, der Firma Fischertourist

Österreichweite Ausschreibung für 2009 gestartet:

– Wer kann teilnehmern? In ganz Österreich lebende Frauen, die ihre Kinder ohne Partner im selben Haushalt alleine erziehen. Es können AlleinerzieherInnen sich selbst bewerben und auch von anderen Personen nominiert werden. Mit der Beantwortung dieser Fragen: Warum sollte diese Frau AlleinerzieherIn des Jahres werden? Welche besondere Leistung erbringt diese AlleinerzieherIn?
Aussagekräftige schriftliche, aussagekräftige Bewerbungen und Nominierungen max. 1 A4 Seite bis
31.August 2009 per Post an das PATCHWORK-FAMILIEN-SERVICE-Verein für Elternteile und
Familien im Wandel, 8046 Graz, St.Gotthard Str. 48/4 oder per Email.: office@patchworkfamilien.at
Nähere Informationen unter www.patchworkfamilien.at unter Angabe der oben genannten Fragen,
Adresse, Email-Adresse und Tel.Nr. der nominierten BewerberIn.

Mit lieben Grüßen
Margit Picher
Obfrau/ PATCHWORK-FAMILIEN-SERVICE
VEREIN FÜR ELTERNTEILE & FAMILIEN IM WANDEL
8046 Graz, St.Gotthard Str. 48/4, Tel.: +43/664/231 14 99
office@patchworkfamilien.at
www.patchworkfamilien.at