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Mikrobiologe Prof. Dr. Axel Brakhage in die Deutsche Akademie der Naturforscher gewählt

Jenaer Wissenschaftler Mitglied der renommierten „Leopoldina“
30.09.2008 – Jena – Der Jenaer Mikrobiologe Prof. Dr. Axel Brakhage wurde in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen. Brakhage, Inhaber des Lehrstuhls für Mikrobiologie und Molekularbiologie der Friedrich- Schiller-Universität Jena und gleichzeitig Direktor des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut – , erfährt damit eine Würdigung seiner wissenschaftlichen Leistungen und seines wissenschaftspolitischen Engagements.

Mit Stolz und großer Freude habe er die Aufnahme in die Akademie zur Kenntnis genommen, sagt Brakhage: „Die Mitgliedschaft in diesem illustren Kreis internationaler Spitzenforscher ist mir Ansporn, auf meinem Forschungsgebiet weiter voranzugehen.“ Der Mikrobiologe Brakhage kam 2005 nach Jena, wo er seither an Universität und Hans-Knöll-Institut gleichermaßen fest verwurzelt ist. Von Beginn an setzte er sich für eine enge Zusammenarbeit beider Einrichtungen ein. Daraus entstand eine Vielzahl von Kooperationen mit der Biologisch- Pharmazeutischen Fakultät und dem Universitätsklinikum. In kurzer zeitlicher Folge gelang es Brakhage und seinen Mitstreitern Prof. Erika Kothe und Prof. Wilhelm Boland, das einzige Exzellenzprojekt in Thüringen einzuwerben und gemeinsam mit Prof. Konrad Reinhart und Prof. Eberhard Straube den Zuschlag für den Aufbau eines Zentrums für Innovationskompetenz zu erhalten. Beides wird großzügig finanziell gefördert und dient Brakhages beruflichem Lebensziel: Gemeinsam mit vielen Fachkollegen den Standort Jena zu einem Schwergewicht der mikrobiologischen Forschung in Europa zu entwickeln.

Prof. Brakhage studierte in Münster Biologie und Chemie und wurde 1989 im Fach Mikrobiologie mit „Summa cum laude“ promoviert. Nach einem Abstecher als Forschungsgruppenleiter in die Industrie arbeitete er bis 1992 als Postdoc an der University of Sheffield. Im Jahr 1996 habilitierte er sich im Fach Mikrobiologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Eine erste Professur führte Brakhage an die TU Darmstadt, von wo er 2001 an die Leibniz-Universität Hannover berufen wurde. Mit der 2004 erfolgten Annahme eines Rufes an die Jenaer Universität und der Besetzung des Direktoramtes am Hans-Knöll-Institut im Jahr darauf verband er eine Neuprofilierung des HKI sowie eine intensive Verflechtung mit den mikrobiologischen Einrichtungen an Universität und Klinikum. Der Schwerpunkt seines Forscherdaseins besteht heute in der Verknüpfung der beiden Gebiete Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie.

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ist die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft in Deutschland. Sie wurde im Jahr 1652 in Schweinfurt gegründet und hat seit 1878 ihren Sitz in Halle/Saale. Zu Mitgliedern werden hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt gewählt. Die Leopoldina fördert die Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern, berät Politik und Behörden in wissenschaftlichen Fragen, pflegt internationale Verbindungen zur Wissenschaft und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs. Im Juli 2008 wurde die Leopoldina von Bundesforschungsministerin Annette Schavan offiziell zu Deutschlands Nationaler Akademie der Wissenschaften ernannt. Die Akademie zählt heute 1300 Mitglieder aus 30 Nationen, darunter befinden sich 167 Nobelpreisträger. Insgesamt 18 Gelehrte aus Jena gehören der Leopoldina aktuell an.

Informationen zum HKI (www.hki-jena.de)

Das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll- Institut – wurde 1992 gegründet und gehört seit 2003 zur Leibniz-Gemeinschaft. Die Wissenschaftler des HKI befassen sich mit der Infektionsbiologie humanpathogener Pilze. Sie untersuchen die molekularen Mechanismen der Krankheitsauslösung und die Wechselwirkung mit dem menschlichen Immunsystem. Neue Naturstoffe aus Mikroorganismen werden auf ihre Wirksamkeit gegen Pilzerkrankungen untersucht und zielgerichtet modifiziert.

Das HKI verfügt derzeit über fünf wissenschaftliche Abteilungen, deren Leiter gleichzeitig berufene Professoren der Friedrich-Schiller-Universtät Jena (FSU) sind. Hinzu kommen drei Nachwuchsgruppen und vier Querschnittseinrichtungen mit einer integrativen Funktion für das Institut, darunter das anwendungsorientierte Biotechnikum als Schnittstelle zur Industrie. Zur Zeit arbeiten 270 Menschen am HKI, darunter 70 Doktoranden.

 

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Axel Brakhage
LS Mikrobiologie / Molekularbiologie
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie e.V.
– Hans-Knöll-Institut –
Beutenbergstraße 11a
07745 Jena
+49 (0) 3641 – 532 10 11 (T)
axel.brakhage@hki-jena.de
Presseservice: pr@hki-jena.de
http://www.presse.hki-jena.de

 
Ansprechpartner:
Dr. Michael Ramm
Wissenschaftliche Organisation
Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie
- Hans-Knöll-Institut -
Beutenbergstrasse 11a
07745 Jena
+49 (0) 3641 532 10 11 (T)
+49 (0) 3641 532 08 01 (F)
+49 (0) 3641 532 20 11 (F)
pr@hki-jena.de
www.hki-jena.de

Autor: pressemeldungen.at Datum: Sep 2008
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