Vorsicht – Pilze

Rund um das Thema „Pilze sammeln“ treten viele interessante Fragen auf die es wert sind, näher betrachtet und erörtert zu werden.
Viele Menschen warten jedes Jahr sehnsüchtig auf die Eröffnung der Pilzsaison. Dabei locken das pure Naturerlebnis und eine schmackhafte Mahlzeit viele Pilzfreunde in die Wälder.
Welche Ausrüstung braucht man nun eigentlich zum Pilze sammeln? Welche sind essbar und welche nicht, also wie Pilze bestimmen?
Nun, ein Korb und ein Messer reichen normalerweise schon völlig aus. Pilze sammelt man am Besten vor Sonnenaufgang. Auch hier gilt das Prinzip, wer zuerst kommt, malt zuerst. Zudem geht ein altes Gerücht um welches besagt, das Waldpilze bei Vollmond besser wachsen. Ob diese Aussage zutrifft oder nicht ist allerdings immer noch ein großes Rätsel. Die meisten Pilze findet man ab der zweiten Sommerhälfte bis weit in den Herbst. Besonders erfolgversprechende Aussichten hat man natürlich dann, wenn man sich in Sachen Pilzstandorte gut auskennt. Doch das trifft mit Sicherheit nur auf die „Profisucher“ unter uns zu.
Pilze sollten korrekterweise aus dem Waldboden heraus gedreht werden. Zudem empfiehlt es sich, sie gleich auf Maden- oder Ungezieferbefall zu untersuchen und die Reste des Waldbodens zu entfernen. Stellt sich nun die wichtigste Frage – welche Pilze können bedenkenlos in die Pfanne wandern? Beispielsweise gehören zu dieser Kategorie Sorten wie Stein- und Birkenpilze, Rothäubchen, Butterpilze, Maronen, Schmerlinge, Goldröhrlinge oder Sandpilze. Wer sich nicht sicher ist, ob der gefundene Pilz genießbar ist, sollte ihn lieber stehen lassen. Um bei der Bestimmung der Pilze sicher zu sein, ist es sinnvoll, sich einen Pilzführer, also ein Buch zum exakten Kennenlernen zuzulegen. Doch ist trotz allem nicht ganz einfach. Experten schätzen, dass es weltweit über eine Million verschiedene Pilzarten gibt. Davon sind allerdings nur rund 70.000 Arten wissenschaftlich beschrieben und katalogisiert. Einige wenige und sehr spezielle Sorten gehören davon zu den absoluten Delikatessen großer Gourmets.
Natürlich kann man sicherheitshalber auch Pilzkenner um Rat fragen. Außerdem gibt es auch offizielle Pilzberatungsstellen.
Was ist aber zu tun, wenn trotz aller Vorsicht eine Pilzvergiftung eintritt? Erste Symptome können beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Schwindelanfälle, Magenschmerzen, Durchfall oder Herzrasen sein, um hier nur einige zu nennen. Hier heißt es, sofort den Arzt oder besser den Notarzt aufsuchen! Es empfiehlt sich auch, eventuelle Reste zur schnellen Klärung mit zu nehmen. Aber nicht immer tritt die Wirkung bei einer Pilzvergiftung sofort ein. Ein unliebsames Beispiel ist beispielsweise der Kahle Krempling. In ihm schlummern Wirkstoffe, deren fortschreitende Anreicherung im Körper erst nach Jahren oder gar Jahrzehnten tödlich sein können.
Hier eine beachtenswerte Warnung zum Schluss. Die Bestimmung von Pilzen darf niemals nur allein an Hand von Fotos aus Büchern oder dem Internet erfolgen. Eine absolute Grundregel ist: Nur Pilze die man auf Grund verschiedener Merkmale wirklich sicher bestimmen kann, dürfen gegessen werden! Manche Pilze haben ziemlich giftige Doppelgänger!
Da Pilze sehr schnell verderben, kann man nicht lange aufbewahren. Deshalb sollten man sie schnell, möglichst am selben Tag verwerten.