„Geld verdienen mit eBooks“ – eine tolle Idee oder ein äußerst fragwürdiges Geschäftsmodell?

Träumen auch Sie davon den Rest Ihres Lebens in Reichtum mit unendlich viel Freizeit zu verbringen? Und möchten Sie nicht auch am liebsten in ein Land auswandern, in dem das ganze Jahr die Sonne scheint? Wenn das so ist, dann heißt die erfolgsversprechende Lösung für Sie Passiveinkommen erzielen. Dies ist kinderleicht zu erreichen über den Verkauf von eBooks im Internet. Sie brauchen dazu weder „know-how“ noch größeren Zeitaufwand. Falls Sie noch keine eigene Homepage besitzen, die Sie zum Verkauf von eBooks benötigen, wird Ihnen eine solche zum „Schnäppchenpreis“ komplett eingerichtet und diese innerhalb von wenigen Tagen nach Ihrer Bestellung auch geliefert. Zusätzlich erhalten Sie kostenlose Tipps, wie Sie Ihre Seite im Internet bekannt machen können, wodurch Ihnen ein hoher Besucherstrom garantiert ist. Nach nur wenigen Stunden haben Sie alles Erforderliche erledigt und dann kann es mit dem Geldverdienen losgehen. Ab jetzt können Sie zusehen, wie täglich Umsätze generiert werden und auf Ihr Konto fließen. Dies funktioniert vollkommen automatisch und es gibt für Sie aktiv nichts mehr zu tun, deswegen wird es auch Passiveinkommen genannt. Somit ist es ganz gleich, wo Sie sich aufhalten, oder womit Sie sich ansonsten beschäftigen. Ihr Lebenstraum wird so zur Realität. (…dieser Absatz dient nur zur Vorgeschichte, damit für den LeserIn erkennbar ist, um was es hier geht!)

Ich würde annehmen, dass nahezu jeder, der sich mit dem Internet beschäftigt, bereits solche oder ähnliche Werbetexte gelesen hat, wenn man bedenkt, dass alleine mehr als 500.000 Suchergebnisse zum Thema „Geld verdienen im Internet“ sowie auch speziell mehr als 250.000 Suchergebnisse bei „Geld verdienen mit eBooks“ über eine Abfrage bei einer großen Suchmaschine (begrenzt auf die Abfrage von Seiten aus Deutschland im Monat August 2008) vorhanden sind. Somit lässt sich nachvollziehen, dass das Thema anscheinend äußerst großes Interesse weckt, beziehungsweise sich sehr viele Anbieter damit befassen.

Man kann davon ausgehen, dass es viele Menschen gibt, die solche Werbetexte kopfschüttelnd lesen und sofort erkennen, dass es sich dabei keineswegs nur um seriöse Angebote handeln kann. Andererseits aber muss es auch eine nicht zu unterschätzende Anzahl etwas naiver Zeitgenossen geben, die diesen utopischen Versprechungen so viel Glauben schenken, dass sie eventuell Hunderte von Euros investieren, um diverse Angebote nutzen zu können. Das lässt sich leicht daran erkennen, dass es mittlerweile wiederum Hunderte von Internetshops oder Verkaufshompages im deutschsprachigen Raum gibt, die eBooks anbieten, die häufig aus diesen – um es einmal vorsichtig zu formulieren – sehr zweifelhaften Quellen stammen.

Erstaunlicherweise liest man jedoch sehr wenig über die großen Enttäuschungen, die den angeführten Shopbetreibern widerfahren mussten. Höchtswahrscheinlich auch aus dem Grund, dass sich viele im Nachhinein dafür schämen, wie sie nur so dumm sein konnten auf etwaige Versprechungen vollkommen blauäugig hereinzufallen.

Weil es sich in der Realität so verhält, dass es rund um das Thema „Geld verdienen mit eBooks“ immer noch zu wenig Aufklärung gibt, damit die „Schwarzen Schafe“ der Branche von jedem sofort erkannt werden können, hat die Autorin Elke Reihl die Thematik unter die Lupe genommen. Sie erörtert in ihrem Leitfaden alle unseriösen Methoden, die den Markt aktuell bestimmen, und wie man die „Spreu vom Weizen“ trennt. Ferner macht sie darauf aufmerksam, welche Bewusstseinsveränderungen sowohl bei Verbrauchern als auch bei Ebookshop-Betreibern nötig ist, damit „Abzocker“ keine Chance mehr haben und somit vom Markt verschwinden. Eine empfehenswerte Lektüre für jeden, der im Internet einkauft oder selbst verkauft. Zu bestellen als eBook unter dem Titel „Die Ebook-Falle“ bei ebook-insel.de, einem der serösen Shops, die es ja auch noch gibt und sich dem Motto, „Qualität hat absolute Priorität“ verpflichtet hat.