„Der Messiaskomplex“ – Oder wie befreie ich mich von meinem Helfersyndrom?

Auf den Seiten von http://www.ebook-insel.de möchten wir Ihnen zwei eBooks der Autorin Elke Reihl zum Thema „Helfersyndrom“ und „menschliche Abhängigkeitsverstrickungen“ vorstellen. Da sich die unkonventionelle Sichtweise der Autorin aktuell auch in Äußerungen des Altkanzlers Helmut Schmidt in dem Interview bei Maischberger vom 20.05.2008 (nachzulesen bei Spiegel-Online und Welt-Online) spiegelt, erscheint es besonders interessant mehr darüber zu lesen.

Die beiden Bücher (eBooks) beschäftigen sich grundlegend mit der individuellen Entwicklung des einzelnen Menschen, wobei die Autorin erörtert, dass die Selbstverwirklichung bei der Masse der Menschheit durch einen sogenannten „Messias-Komplex“ verhindert wird. Dabei spielen an erster Stelle kulturell-religiöse Prägungen eine Rolle, die unabhängig von der jeweiligen Glaubensrichtung kollektiv-unterbewusst wirken. Dies führt dazu, dass unterbewusst die eigene menschliche Existenz solange als gefährdet betrachtet wird, bis die persönliche Anschauung und somit die eigene Vorstellung von richtigem Verhalten von der Masse der Menschen repräsentiert wird.

Damit werden eigene Ego-Interessen offiziell als Heilanspruch für die gesamte Menschheit verkauft und missionarisch beworben. Nicht weil einem der Nächste wichtiger erscheint als man selbst, sondern weil man die größtmögliche Rechtfertigung und Anerkennung von vielen braucht, damit sich die eigenen Ziele verwirklichen lassen. „Gut-Menschen-Sein“, das immer und an erster Stelle und überall seine Hilfe anbietet und sich dementsprechend engagiert, entpuppt sich als Helfersyndrom, welches seinen Selbstwert ohne Helferrolle nicht definieren kann. Das gesellschaftlich anerkannte Verhalten, helfen zu müssen, wird damit zur Farce, wenn sich herausstellt, dass man es unabdingbar für sein eigenes Glück braucht zu helfen und deswegen größen Wert darauf legt, die gesamte Menschheit den eigenen Interessen zu unterwerfen.

Dies bedeuted natürlich immer, dass jegliche Achtung und jeglicher Respekt vor Andersdenkenden weg fällt und mit der eigenen Einmischung in ungewollte Lebensweisen der freie Wille nicht Gleichgesinnter untergraben wird. Das ist immer kontraproduktiv für den Betroffenen selbst, weil er sich abhängig macht, und gleichzeitig für das Zusammenleben mit anderen, weil diese abhängig gemacht werden wollen. Der egomanische Zwang helfen zu müssen führt dazu, dass es kein Anliegen gibt, dass Hilfsbedürftige jemals ohne Hilfe auskämen, weil man ja damit die eigene Helferrolle verlieren würde, die man unabdingbar zur Selbstbestätigung braucht.

Die Argumentation der Autorin ist einleuchtend und nachvollziehbar, wodurch ein Verständnis entsteht, warum es so viele Interessen gibt, die die Welt beherrschen möchten. Ganz egal, ob es von westlicher Seite darum geht allen Nationen den Stempel der Demokratie aufzudrücken, bzw. aufzuzwingen, oder ob der Islam sich verpflichtet fühlt die ganze Welt im Sinne des einzig wahren Glaubens zu islamieren.

Helmut Schmidt sieht in humanitärer Hilfe in der Regel einen imperialistischen Anspruch, eine humanitäre Intervention als Anmaßung, als wüsste man alles besser. Man soll sich nicht in die Angelenheiten anderer Länder einmischen, betonte er immer wieder. Denn Einmischen in die Angelegenheiten eines fremden Staates führe sehr schnell zum Schießen.

Somit schließt sich der Kreis zwischen veränderter Außenpolitik zur Verbesserung internationaler Beziehungen und der Absicht des Einzelnen sein Bewusstsein zu verändern, um sich selbst zu verwirklichen. Hierin deckt sich die Sichtweise der Autorin im Ergebnis auch mit den Äußerungen von Helmut Schmidt.

Auf der Detailseite „Messiaskomplex/Helfersyndrom“ im Shop unter http://www.ebook-insel.de/helfersyndrom.html stehen interessierten Leserinnen und Lesern zu beiden eBooks mehrseitige, kostenlose Lesproben (PDF-Format) zur Verfügung, die einen entsprechenden Eindruck zu den textlichen Inhalten vermitteln. Ferner können externe Berichte über vorhandene Linkverweise abgerufen werden.