Amsterdam, 28. Mai. 2008 … Wie aus einer kürzlich ausgeführten Umfrage von Forrester Research in Zusammenarbeit mit Walpole, dem Handelsverband für die britische Luxusgüter-Industrie hervorgeht, nutzen nur ein Drittel der weltweiten Luxusmarken gegenwärtig den Online-Verkauf und die Hälfte der Firmen haben diesbezüglich nicht einmal Pläne vorliegen. Damit wird hinsichtlich der Tatsache, dass Online-Verkäufe insgesamt in zweistelliger Größenordnung weiterhin weltweit zunehmen werden und acht von zehn der Superreichen und der Verbraucher mit hohem Einkommen das Internet täglich benutzen und auch regelmäßig aktiv online nach Luxuswaren und Services suchen und sie erwerben, eine bedeutende Chance für die Industrie versäumt. Die Studie basiert auf einer Umfrage unter sowohl 178 Führungskräften von Premium- und Luxusgüter-Herstellern, Einzelhändlern und Service-Organisationen in der ganzen Welt, als auch auf individuellen Gesprächen mit 20 Luxusfirmen.
„Das Internet verändert das Marketing und die Verkaufsumgebung für Luxusfirmen und zwingt Firmen dazu, im Wettbewerb neue Wege einzuschlagen”, sagt Victoria Bracewell Lewis, Senior Analyst bei Forrester Research und führender Autor des Berichts. „Dennoch ergab sich aus unserer Umfrage, dass man den Online-Einzelhandel eher für einen potentiellen Verkaufskanal hält, als dass er eine wirkliche Aktivität darstellt, konkret ausgedrückt heißt das, es lagen keine eCommerce-Pläne vor.”
Auf die Frage, warum ihre Firmen nicht online verkaufen, gaben die Führungskräfte eine ganze Reihe von Gründen an. Ein Drittel sagte, dass ihre Kunden die Websites zwar für Nachforschungen nutzen, aber über andere Kanäle kaufen würden, während ein Drittel glaubte, dass ihre Kunden ihre Produkte oder Services nicht online kaufen würden. Dies galt insbesondere für Firmen in der Mode- und Immobilienbranche. Andere behaupteten einfach, dass eCommerce weder zu ihrer Distributionsstrategie noch zu ihrer Marke und Verkaufsstrategie passen würde. Wenige Luxusfirmen berichteten über Erfolglosigkeit, denn nur 2 Prozent haben einen Versuch zum Verkauf online gestartet und sind erfolglos geblieben. Weitere 5 Prozent sagten, dass eCommerce zu kompliziert oder zu teuer sei und dass kein nennenswerter Return-on-Investment erzielt werden könne.
Jedoch berichteten die befragten Firmen, die bereits online verkaufen, von einem Booming Business und erwarten, dass ihre Verkäufe über eCommerce in diesem Jahr im Durchschnitt ein Wachstum von 17% und bis zu 111% in den kommenden fünf Jahren erreichen werden. Der Schlüssel zu ihrem Erfolg ist, dass sie dem Verbraucher ein anspruchsvolles Online-Angebot machen. Fortnum & Mason, Harrods und reine Online-Händler wie Wrapit und Cool Diamonds haben alle Kanäle für ihr Einkaufsangebot integriert und bieten zum Beispiel Funktionen wie Online-Kundendienste und Wiedererkennung der Namen von Stammkunden an. Diese Unternehmen wissen, dass die heutigen superreichen Kunden durch Verbraucherfreundlichkeit und Produktauswahl sowie die Schnelligkeit des Einkaufens und Bestellens online gewonnen werden können.
„Führungskräfte in der Luxusbranche müssen damit aufhören, das Einkaufserlebnis im Laden mit schlecht funktionierenden, obgleich glamourösen Sites online nachahmen zu wollen“, berichtet Bracewell Lewis weiter. „Stattdessen sollten Sie nach Möglichkeiten Ausschau halten, die den Kunden dabei hilft, Zeit bei der Suche und bei der Bestellung von Waren und Dienstleistungen zu sparen und ihnen über vielfältige Kanäle online Unterstützung bieten.“
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