Studie: Nachhaltige Geldanlagen bieten gute Performance

Heute kann man Geld nachhaltig anlegen. Wie das funktioniert und welche Möglichkeiten diesbezüglich bestehen, erfahren Sie in diesem informativen Artikel.

Der Marktanteil nachhaltiger Gelanlagen ist immer noch gering. Das hat zum einen mit der Neuartigkeit dieser Anlageform zu tun und zum anderen mit den Vorurteilen, mit denen die sogenannten Ökofonds zu kämpfen haben. Eine aktuelle Studie der Universität Kassel räumt damit nun aber auf und attestiert ihnen eine mindestens gleiche, wenn nicht sogar bessere Performance.

Ökofonds werden unterschätzt

Hierzulande sind etwa 12 Mrd. Euro in nachhaltigen Fonds angelegt. Das klingt erst einmal viel, ist aber relativ gesehen sehr wenig. Denn der Anteil der Ökofonds am Gesamtvolumen beträgt damit nicht einmal 2 Prozent. Die Tendenz zeigt allerdings nach oben.

Dennoch trauen private Anleger nachhaltigen Geldanlagen keine guten Renditen zu und schätzen diese als unsicherer als normale Fonds ein. Daher rangieren sie immer noch an zweiter Stelle hinter konventionellen Angeboten.

Studie untersucht Rendite-Risiko-Verhältnis

An dieser Stelle setzt die Meta-Studie von Professor Dr. Christian Klein von der Uni Kassel an. Meta-Studie deshalb, weil Dr. Klein 35 empirische Studien analysiert, die die Leistung nachhaltiger Geldanlagen mit denen klassischer vergleichen. Dabei legt er, anders als viele andere sein Augenmerk nicht alleine auf die Rendite, sondern auf das Rendite-Risiko-Verhältnis (die Performance).

 

Nachhaltige Fonds: Mehr Rendite, weniger Risiko

Das Ergebnis ist relativ eindeutig: Nachhaltige Geldanlagen schließen mindestens genauso gut ab wie herkömmliche. In gerade einmal 6 Studien waren die nachhaltigen Fonds schlechter, in 15 Studien gab es keinen Performanceunterschied und in 14 Studien konnten die Ökofonds überzeugen.

 

Eine mögliche Erklärung ist laut Dr. Klein, dass Unternehmen, die nachhaltig und umweltschonend agieren, von den Verbrauchern positiv wahrgenommen werden und damit auch bessere Renditen erzielen. Auf der anderen Seite sind nachhaltige Fonds zudem risikoärmer. Vermutlich, weil entsprechende Unternehmen oft auch zuverlässiger sind und überlegter handeln. Dies führt zu einem guten Rendite-Risiko-Verhältnis.

 

Fazit

„Das Problem, das momentan noch besteht, ist ein Aufklärungsproblem. Die Leute denken, wenn sie einen politisch korrekten Fonds kaufen, verschenkten sie ihr Geld, vergleichbar mit einer Spende. Dem ist nicht so.“ sagte Dr. Klein. Es wird also sicher noch eine Weile dauern, bis sich das Wissen darum verbreitet hat und nachhaltige Geldanlagen genauso akzeptiert sind, wie die althergebrachten Konterparts.