Wichtige Steuerfristen enden am 30. September

Vorsteuer-Rückerstattung, Offenlegung des Firmenbuch-Jahresabschlusses, Herabsetzungsantrag, Arbeitnehmerveranlagung – viele steuerrelevante Agenden müssen bis zum 30. 9. jedes Jahres erledigt werden.

Vorsteuer-Rückerstattung im EU-Raum
Seit 2010 kann in Österreich die Rückerstattung von Vorsteuern, die in einem anderen EU-Land angefallen sind, vereinfacht elektronisch beantragt werden – spätestens bis 30. 9. des Folgejahres. Österreichischen Unternehmern steht dafür FinanzOnline zur Verfügung. Das Finanzamt leitet den Antrag an die zuständige Behörde des betreffenden Mitgliedstaats weiter. Originalbelege oder Kopien müssen nicht eingereicht werden, außer die ausländische Behörde fordert sie gesondert an. Die Vorsteuer-Erstattungsbeträge müssen für ein Quartal mindestens 400 Euro betragen. Bezieht sich ein Antrag auf ein ganzes Kalenderjahr bzw. auf den letzten Zeitraum eines Kalenderjahres, so liegt die Untergrenze für den Antrag bei 50 Euro. Bei Vorsteuerbeträgen unter 400 Euro ist die Erstattung daher erst nach Ablauf des jeweiligen Kalenderjahres möglich.

Jahresabschluss ans Firmenbuch
Kapitalgesellschaften sind verpflichtet, ihre Jahresabschlüsse binnen neun Monaten nach Bilanzstichtag beim Firmenbuchgericht einzureichen. Bei Regelbilanzstichtagen (31. 12.) endet die Frist somit am 30. 9. des Folgejahres. Bei Versäumnis drohen empfindliche Geldstrafen.

ESt- und KöSt-Herabsetzungsantrag
Bis 30. 9. kann man die Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer des laufenden Jahres mittels Antrag beim Finanzamt herabsetzen lassen. Dies kann dann sinnvoll sein, wenn der laufende Gewinn voraussichtlich geringer als in den Vorjahren ausfallen wird. Denn die Höhe der aktuellen Vorauszahlungen ergibt sich zunächst immer aus den letzten veranlagten Steuerbescheiden und damit an eventuell höheren Gewinnen. Eine Herabsetzung kann auch für Beiträge zur Sozialversicherung beantragt werden.

Arbeitnehmerveranlagung
Für freiwillige Arbeitnehmerveranlagungen haben Sie fünf Jahre Zeit. Eine verpflichtende Arbeitnehmerveranlagung ist aber bis 30. 9. des Folgejahres einzureichen, z.B. bei gleichzeitig bestehenden Dienstverhältnissen.

Vermeidung von Anspruchszinsen
Ergibt sich aus der Einkommen- oder Körperschaftsteuerveranlagung eine Nachzahlung, so müssen für den Zeitraum ab 1. 10. des Folgejahres Zinsen an das Finanzamt bezahlt werden. Im Falle einer Steuergutschrift werden Zinsen gutgeschrieben. Der Zinszahlung aufgrund einer Steuernachzahlung kann man entgehen, indem man vorab eine entsprechende Einkommensteuer-Anzahlung an das Finanzamt leistet, wobei die Überweisung speziell bezeichnet und einem bestimmten Jahr zugewiesen werden muss.

Über Moore Stephens City Treuhand
Moore Stephens ist ein weltweit tätiges Netzwerk von Wirtschaftsprüfern und Beratern. Die Mitgliedsfirmen sind rechtlich und wirtschaftlich eigenständige Partnerunternehmen von Moore Stephens International Limited (MSIL) mit Sitz in London. Die Assoziation besteht aus 299 Partnerkanzleien mit 624 Büros in 101 Ländern.

Die österreichische Partnerkanzlei Moore Stephens City Treuhand geht auf die 1981 von Leopold Wundsam in Wien gegründete Kanzlei zurück. Sie ist seit 1998 Teil des internationalen Netzwerks und verfügt heute über zwei Standorte in Wien und Krems. In den beiden Standorten zusammen sind rund 100 Mitarbeiter, sechs Steuerberater und zehn Wirtschaftsprüfer tätig, dreizehn davon als Partner. Moore Stephens City Treuhand ist spezialisiert auf Wirtschaftsprüfung, Wirtschaftsservice, Steuerberatung, Gutachten und Corporate Finance. Diese Leistungen erbringt das Unternehmen hauptsächlich für Familienunternehmen, die Öffentliche Hand, Industrie und Gewerbe sowie Vereine und Stiftungen.

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