Online Schule – bald der Schulunterricht der Zukunft?

Lernen

Online Schule – das virtuelle Klassenzimmer

Nachdem sich Deutschlands Hochschulen an das Online lernen herangetastet haben, ziehen nun auch erste Schulen nach. In Bayern bietet z.B. ein Abendgymnasium vier Schuljahre zu Hause am heimischen Computer an. Auch das gestartete niedersächsische Modellprojekt für die ostfriesischen Inseln wird den Unterricht in einigen Fächern verändern. Vorstellbar ist das Online lernen aber auch für ländliche Regionen, in denen viele Familien wegziehen, Fachlehrer fehlen und Schulen schließen müssen.

Der Unterricht im virtuellen Klassenzimmer ist für den Lehrer „ruhiger“. Er bespricht zwar im Klassenraum Texte, verteilt Aufgaben und stellt Schülern Fragen – doch die sitzen in einem Klassenzimmer etliche Kilometer von ihm entfernt. Er spricht in eine Kamera und sieht „seine“ Schüler auf einem großen Flachbildschirm. Kamera und Bildschirm gibt es auch im Klassenzimmer der Schüler für die beiderseitige Kommunikation.

Vorteile virtuelles Klassenzimmer:

  • Schulen können bei fehlenden Fach- bzw. Sprachlehrern untereinander kooperieren. Eine Spanisch-Lehrerin z.B. könnte ihre Stunden gleichzeitig vor der eigenen und den Klassen der Partnerschulen halten.
  • Wird ein Lehrer krank, übernimmt der Lehrer einer Partnerschule den Unterricht. Kein Unterrichtsausfall mehr.
  • Schüler haben größere Fächerauswahl. Fächer, die es an kooperierenden Schulen gibt, aber nicht an der eigenen, können gewählt werden. Abgestimmte Stundenpläne der Partnerschulen sind Voraussetzung.
  • Vorteile aus Sicht der sechzehn Bildungsministerien: Personalkosten können gesenkt und unwirtschaftliche Schulen geschlossen werden.

Technisch ist heute beim Online Lernen alles möglich – dank schneller Internetverbindungen, digitaler Tafeln und Videokonferenzsoftware. Die Schulen sind mit digitalen Tafeln, sogenannten Whiteboards, ausgestattet, auf der die Lehrer schreiben. Sie können auf diesen aber auch Texte, Bilder oder Videos zeigen. Alles wird direkt übertragen – selbst das Tafelbild kommt Strich für Strich beim Schüler an. Ein externer Anbieter sorgt dafür, dass die Verbindung steht und die Software funktioniert.

FAZIT! Das virtuelle Klassenzimmer wird höchstwahrscheinlich für kommende Generationen so selbstverständlich sein wie für die heutige Generation der Lehrer, der noch vor der Schultafel steht. Sollte sich die staatliche Sparpolitik weiter durchsetzen und die Kommunikationstechnik sich im jetzigen Tempo weiterentwickeln, werden viele unvergessliche „zwischenmenschliche Beziehungen“ von Lehrern und Schülern für immer der Vergangenheit angehören. Eigentlich sehr schade!

Weitere Infos zur Online Schule: http://www.bildungsdoc.de/infos/schule/online-schule

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