THOR ERHÄLT GALGENFRIST

ThorDer 14 Monate alte Mischling Thor sollte eigentlich gestern Nachmittag getötet werden. Bis zu dem Gerichtstermin wurde die Tötung gestern verschoben.

Durch einen Gentest soll in England festgestellt werden ob der Hund erlaubte und erwünschte Gene besitzt oder auch in Dänemark zu einer verbotenen und unerwünschten Rasse gehört.

Unzählige Tierschützer jubilierten hierüber und feierten seine Rettung. Wenn allerdings festgestellt werden sollte, dass der der Genpool des Mischling Thor Gene eines Staffortshire Terrier oder einer anderen unerwünschten Rasse enthält, die in Dänemark verboten ist, steht es schlecht um Thor.  Es gibt über 400 Rassen die aus Kreuzungen anderer Rassen entstanden, also Mischlinge sind. Dieses Thema wurde vor allem im Hinblick der Geschichte in Deutschland zumindest ausgiebig diskutiert.

In Dänemark, wie in Deutschland, wurden wegen einer erstellten Rasseliste die ohne wissenschaftlichen Beweis oder Beissstatitiken erlassen wurde,  bereits über 1400 verbotene und unerwünschte Hunde wegen ihrer Rassezugehörigkeit getötet. Die Beweislast wurde in Dänemark auf den Besitzer dieser Rassen abgeschoben, wodurch diese so gut wie keine Chance haben.

Die dänischen Boulevardmedien hätten sich, insbesondere gegenüber bestimmter Rassen, bei der “Berichterstattung” ähnlich negativ verhalten wie in Deutschland. Bis vor einigen  Tagen schwiegen die dänischen Medien zu den Vorkommnissen. Vor zwei Tagen berichtete nun ein dänisches Boulevard Online Magazin, dass sich der Mischling Thor bereits seit September in Polizeigewahrsam und einem Tierheim befinden würde.

Das Boulevardblatt stellt Thor allerdings so dar, als wäre er wegen einer Auseinandersetzung mit einem Dackel – beide Hunde waren anschließend unverletzt – von der Polizei beschlagnahmt und in ein Tierheim gebracht worden. Nachdem die Polizei behauptete er sei ein Staffortshire Terrier Mischling. Bei dem Dackel seien keinerlei Maßnahmen erfolgt.

Laut Versicherungsstatistiken (Beisstatistik) müssten, wie ebenso in Deutschland, der Deutsche Schäferhund, Golden Retriever, Labrador, Dackel, Jack Russel auf dem Index stehen.

Das gleiche Boulevardmagazin berichtete im Sommer dieses Jahres tendenziös über ein Vorkommnis mit einem anderen Hund. Die Organisation DogFair betont, daß der Bericht und die Darstellung des Online Magazins über Thor und dem Dackel eine Falschmeldung sei und nicht zutreffen würde. Die Rangelei mit dem Dackel sei und wäre noch nie ein „Fall“ gewesen.

Sie hoffen auf eine Berichtigung des Online Magazins, nachdem dies negative Auswirkungen auf die Chancen von Thor haben könnte. Thor sei 9 Monate alt gewesen, als er wegen seiner Rasse, also seines Aussehens, von der Polizei konfisziert worden wäre. Er sei ein großer Welpe/Junghund gewesen, der in keinster Weise aggressiv oder verhaltensauffällig gewesen sei, wie Charlotte Andersson die Vorsitzende von Fairdogs offiziell mitteilte.

Der Rechtsanwalt der Organisation DogFair, nahm in einem Interview zu der Gesetzgebung gegenüber bestimmter Hunde in Dänemark Stellung, nachdem hiervon nicht nur Listenhunde, sondern auch weitere ca. 400 000 Mischlinge betroffen seien. Offenbar sei sich selbst die Bevölkerung in Dänemark nicht über die Konsequenzen dieses Gesetz bewusst.

Nachdem unzählige Menschen wegen Thor protestierten und sich außer an die dänischen Botschaften, meinten auch an die Ministerin Mette Gjerskov zu wenden, hätte diese mitgeteilt, dass sie “nur” 1000 Spams erhalten habe. Mails mit dem gleichen Betreff würden bei ihr im Spam Filter landen.

Dies zum Demokratieverständnis und der Aufgabe bestimmter „Volksvertreter“, auch in Dänemark, die offenbar an der Meinung des Volkes nicht interessiert sind und hiermit auch nicht belästigt werden möchten.

http://www.houndsandpeople.com/de/magazin/aktuelles/thor-erhalt-galgenfrist/