Rassewahn in Deutschland

Folgender Bericht zeigt wie Menschen und ihre Hunde diffamiert, diskriminiert, denunziert und verfolgt wurden. Bis heute findet dies immer noch ganz „legal“ weiterhin statt.

Rassenwahn in Deutschland

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist die Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Ist dies nur noch eine Briefmarkenweisheit?

Am 14.11.2000 starb unser lieber Freund Eddy an den Folgen des Rassenwahns gegen ausländische Hunde.

Durch Zufall sahen wir im April 1997 die Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“. Ein knapp 2 Jahre alter Bullterrier namens „Atti“ wurde gezeigt.  Am 1. Mai 1997 fahren wir nach Herford zu „Bullterrier in Not“. Als wir den kleinen Hungerhaken hinter seinen Gitterstäben sahen, waren wir sofort verliebt. Aber, wir hatten ja nicht allein die Entscheidung zu treffen.

Unsere Katze „Joffy“ musste die Entscheidung treffen, ob „Atti“ zu uns kommen darf. „Atti“ begrüßte unsere Katze mit so viel Liebe, dass die Entscheidung gefallen war. Abends waren wir stolze Besitzer eines Bullterriers. Unser neuer Lebenspartner wurde bereits 2 mal, bevor er bei Claudia Schürmann landete, weggeworfen. Sein wirklicher Name war „Attila“. Hieraus machte „Bullterrier in Not“ „Atti“.  Da er jetzt einen neuen Lebensabschnitt bekommen sollte, wollten wir den Hunnenkönig in einen englischen Lord verzaubern. Von nun an wurde aus „Attila/Atti“ unser „Eddy“. Aus Eddy und Joffy wurde, bis zu seinem Tod, eine Lovestory.

Wir hatten eine glückliche gemeinsame Zeit, machten viele Reisen, fuhren z.B. in die Champagne und besuchten die Gräber von Verdun, reisten durch Holland, Baden Württemberg und Bayern. Außerdem fuhren wir regelmäßig an einen Hundestrand an die Nordsee, wo Eddy mit vielen Hunden spielen konnte. Mit Eddy besuchten wir die schönsten Biergärten Münchens und waren oft in Regensburg. Natürlich fragten wir immer, ob Eddy mit ins Lokal darf. Jedes Mal waren wir mit Eddy willkommen.

In den urbayrischen Wirtshäusern kamen häufig die Haxenreste etc. der Nachbartische mit einem Lachen über diesen komischen Hund zu uns. Ein „gestandenes Mannsbild“ sagte zu uns im „Kneitinger“ (Regensburg) als er Eddy ein Stück Braten gab: Der hat ja eine Raketenschnauze. Wir zeigten den Menschen immer, dass es sich bei dieser Rasse um ganz liebe und intelligente Hunde handelt. Nur, wenn dumme Menschen die Liebe und den Charakter dieser Geschöpfe brechen, können sie natürlich gegen ihr tatsächliches Wesen böse werden. Wie jeder Mensch und jedes andere Tier auch.

Auch in Bremen besuchten wir die Parkanlagen, Biergärten etc. In dieser Zeit wurden wir ab und zu durch Kommentare und Blicke unserer Mitmenschen belästigt. Ja, der Bremer Bürgermeister Henning Scherf, der eine Straße von uns entfernt wohnt und neben Eddy und mir an der gleichen Fußgängerampel stehen bleiben musste, starte Eddy ziemlich blöd an. Eddy interessierten die blöden Blicke allerdings nicht. Auch der ehemalige Bremer Bürgermeister Wedemeier schaute ziemlich dumm hinter uns her, als wir in der Sögestraße spazieren gingen, dabei wäre er beinahe gegen andere Passanten gelaufen.  Vom Besitzer des Biergarten „Leierkasten“ und der Betreiber des „Haus am Walde“ in Bremen wurde Eddy stets begrüßt und mit Streicheleinheiten und Wasser versorgt. In der Bremer Gaststätte „Gerken“ war Eddy Liebling der Wirtin und einiger anderer Gäste.  Jedes Mal bekam er eine Bockwurst von der Wirtin.

Wenn wir in den „Irisch Pub“ im Bremer Steintorviertel gingen, wurde nur Eddy begrüßt. Von allen Seiten rief man: „Hi Eddy“. Gäste und auch die Bedienung versorgten Eddy mit Keksen. Ich hatte ganz vergessen zu sagen, Eddy wurde eigentlich fast vegetarisch ernährt. Doch in Eddies Job mussten wir einige Sünden zulassen. Sein Job war es, den Menschen zu zeigen, dass Bullterrier gute und tolle Freunde sind, wenn man sie so behandelt, wie es unter zivilisierten Menschen auch sein sollte.

Die letzten Monate

Es fing alles so positiv für uns an im Jahre 2000. Eddy kam oft mit, wenn ich auf Geschäftsreise gehen musste. Ansonsten hatte er seinen Sessel bei mir im Büro. Als die Killerpresse der Bild und anderer Schmierenorgane die ausländischen Hunde durch Hetzkampagnen ins falsche Licht stellten, als Privatsender sowie die öffentlich rechtlichen Anstalten durch Lügengeschichten und gestellten Talkrunden sowie manipulierten Berichten den derzeitigen „Tod auf Raten“ dieser Hunde verursachten, schrieb ich an den Bremer Bürgermeister Scherf, hier eine gemeinsame Lösung zu finden. Doch er antwortete nicht. In Bremen macht man schon Witze über diesen Herrn, man sagt, dass Einzige was Scherf kann, ist Kinder und Omas in den Arm nehmen.

Da wir für Eddy alles tun wollten, fuhren wir zu Frau Prof. Dr. Feddersen-Petersen nach Kiel und ließen ein Gutachten über Eddy erstellen. Natürlich bekam er „Best Note“. War ja auch unser Eddy. Auf der Messe „Pro Wein“ habe ich den „Asti-König“, Herrn Gancia, kennen gelernt. Sein Großvater oder Urgroßvater hat den Asti Spumante erfunden. Er lud mich und meine Frau sowie Hund und Katze in sein Gästehaus in Canelli (Italien) ein. Wir fuhren hin. Es war ein Traum. Das Haus, der Garten und das gesamte Programm. Eddy hatte sich gleich mit dieser vornehmen Atmosphäre identifiziert und hoffte wohl, dass wir nie wieder in die Adlerstrasse nach Bremen zurückkehren müssen.

Doch nach 4 Tagen war der Traum vorbei. Wir verbrachten den restlichen Urlaub im bayrischen Wald, also mehr unserem Geldbeutel entsprechend. Eddy düste über die Wiesen und wir unternahmen lange gemeinsame Wanderungen. Als wir nach diesen schönen Wochen wieder in Bremen eintrafen, sahen wir den ersten Hund mit Maulkorb. Wir machten uns über die Lage sachkundig, doch es war noch nicht soweit. Es war aber wie der Blick durch eine Milchglasscheibe, die Umrisse erkennen ließen, die etwas Schreckliches prophezeiten.  Die Presse, ja alle, ob Bild oder einfache Tageszeitung, alle legten sich richtig ins Zeug und hetzten, hetzten und hetzten. Es musste einfach ein Vorfall passieren, es lag in der Luft. Wie hätten sonst die Politiker das Sommerloch im Jahre 2000 überstanden.

Und dann platze die Bombe

Ein kleiner Junge wird von missbrauchten und seelisch vergewaltigten Hunden des Verbrechers Ibrahim K. getötet. Bildreporter waren natürlich gleich dabei. Auf meine Anfrage bei der Staatsanwaltschaft in Hamburg, wer zuerst am Tatort war, die Bildreporter oder die Polizei/Rettungswagen bekam ich nie eine Antwort. Weiß man hier mehr? Hat man die Beamten, die über Ibrahim K. bescheid wussten und nicht gehandelt haben zur Rechenschaft gezogen? Von jedem Verbrecher erfährt man den Namen oder bekommt zumindest ein Foto zu sehen, nicht so in dieser Geschichte. Sitzt er noch im Gefängnis? Oder vergewaltigt er die nächsten Hunde?

Nichts erfährt man über diesen mysteriösen Herrn K. Und dann. Alle schlagen zu. Presse, Politiker und TV handeln im Einklang, wie nie zuvor. Ja, die Inszenierung Deutschland 2000 funktioniert. Unsere Stammesfürsten lassen ihre Kehlköpfe blöken über die Vernichtung der ausländischen Hunde. Welcher vernünftige Mensch will einen Unfall provozieren? Es war in Hamburg ein Unfall, der durch einen Verbrecher verursacht wurde. Mehr nicht! Keine Hunderasse ist von Geburt an gefährlich! Dieses ist wissenschaftlich belegt, doch hier im Lande wird dieses einfach ignoriert.

Erst schreibt die Bild, die Deutschen sterben aus und jetzt benutzen sie dieses für die Kampagne „Die Kampfmaschinen bedrohen die Kinder“. Sie nutzen nur ein paar Killerphrasen um Auflagen zu steigern. Die Bild wird mit ihren Volksverdummungen immer primitiver. Jetzt schlagen auch noch die Provinzblätter zu. Alle schwätzen ohne sich sachkundig zu machen. Unsere Nerven liegen blank.

Jeden Abend neue Horrorlügen, auch von den öffentlich rechtlichen Anstalten. Jeden Abend stundenlange Telefonate mit Betroffenen. Jeden Abend Angst pur. Ich weiß jetzt wie sich Juden im 3. Reich in Deutschland gefühlt haben. Wir werden sicherlich nicht ins Gas getrieben, doch der Zustand, den wir in diesem Land erfahren, ist wie in einer Diktatur.

Bild lässt den Mob abstimmen. In diesem Hexenkessel, indem die meisten Deutschen durch die Bild und anderen Medien verblödet wurden, stimmt der Mob gegen die Hunde und für den deutschen Gehirnersatz Bild. Markus Stöcklin, Bild Bremen, überreicht B. Schulte (Innensenator von Bremen) die Zettel. B. Schulte, Innensenator ruft in Bremen zur Denunziation gegen Halter ausländischer Hunde auf. Der sozialdemokratisch/grüne Terror wird auf die Spitze getrieben.Wir versuchen mit einer kleinen Gruppe von Betroffenen unsere Hunde zu retten.

Über unseren Rechtsanwalt versuchen wir eine einstweilige Anordnung zur Maulkorbbefreieung zu bekommen. Schließlich sind alle unsere Hunde ganz normal und lieb. Wir gehen nur noch zu zweit mit Eddy vor die Tür. Innerhalb kurzer Zeit wurden wir 2 mal mit dem Messer bedroht. Einmal, direkt vor uns, ein älterer Mann mit Messer in der Hand drohte „diesen Drecksköter“ abzustechen. Beim 2 mal fuhren Jugendliche langsam neben uns her, hielten ein Messer aus dem Auto und wollten uns gemeinsam abstechen.

Bremen, Rembertiring: Es waren noch 3 Tage bis zur staatlichen Erpressung, dass unsere Hunde einen Maulkorb tragen müssen. Ich war auf der Grünanlage, damit Eddy sein „Geschäft“ erledigen konnte. Dann ging es los. Ein Streifenwagen fährt auf die Grünanlage. Ein Polizist mit „großer Klappe“ ruft mich zum Streifenwagen, 3 Polizisten saßen im Wagen.

Meister Großfresse meinte: Der Hund muss einen Maulkorb tragen. Der Polizist hinten im Wagen ließ locker und lässig seinen Arm aus dem Fenster hängen. Eddy leckte kurz seine Hand. Alle waren verwundert und nach ein paar dummen Sprüchen fuhr Kommissar Großfresse weiter.

Die nächsten Tage waren der reinste Horror. Überall fuhren Polizeikombis mit Hundekäfigen. Nie habe ich in Bremen solch ein Polizeiaufgebot gesehen, wie in diesen Tagen und Wochen. Als mündige Bürger entscheiden wir, dass Eddy niemals einen Maulkorb tragen wird. Wir fahren jetzt 3 Mal täglich in die Wälder rund um Bremen.  Die Bremer Richter Pottschmidt, Göbel und Alexy lehnen eine einstweilige Befreiung von der Maulkorbpflicht ab. Die Begründung dieser Kapazitäten war: Es gehe eine abstrakte Gefahr der Rasse Bullterrier aus.

Eine abstrakte Gefahr?

Duden: ohne unmittelbaren Bezug zur Realität, vom dinglichen gelöst, theoretisch

Synonym: spekulativ, ungegenständlich, gegenstandslos, unwirklich, utopisch, irreal, wirklichkeitsfremd,

Also haben die Richter den Hunden eine Qual auferlegt, für eine Gefahr, die es nicht gibt. Entweder haben die Herren sich nicht sachkundig gemacht oder eine andere Bremer Eigenheit hat dazu geführt. Denn der Boss dieser Herren ist kein anderer als unser SPD-Bürgermeister Dr. Henning Scherf. Wie das angehen kann?  Ja, der Bremer Bürgermeister ist auch Senator für Justiz und Verfassung. Bremen ist halt Spitze. Und was auch noch ganz interessant ist, unser Rechtsanwalt hat erst Tage, nachdem die richterliche Entscheidung im Radio verkündet wurde, von dem Urteil erfahren. Trotz Medienpräsentation der Richter, konnten wir die Rechnung komplett bezahlen.

Es kam noch dicker. An einem Abend wurden wir mit einer Pistole kurz vor unserer Haustür aus einem Wagen bedroht. Er wolle Eddy abknallen. Dieses geschah nicht „im wilden Westen“, nein, es geschah mitten in Bremen. Eddy hat danach nie wieder einen Spaziergang in Bremen gemacht. Jedes Wochenende fuhren wir ins freie Holland, um wenigstens 2 Tage in Frieden und Ruhe zu Leben und von diesem deutschen Schwachsinn nicht soviel mitzubekommen. Unser Ziel ist es seit diesen Tagen, Deutschland zu verlassen. Doch durch die abgewrackte wirtschaftliche Situation in Bremen können wir unser Haus nicht verkaufen.

Die Bremer Zeitung „Weser-Report“ macht mit mir ein Interview. Der Artikel: „Wegen Kampfhund ins Exil“ erregt viel Aufsehen und da wir diesen Artikel auch im Ausland verbreiteten, kamen viele Anrufe aus Holland, England und USA. Auch Onkel Henning lässt nun schreiben.  Weil wir nur noch in Angst „lebten“ und nur noch unsere Flucht aus dem 4. Reich im Kopf haben, heiraten wir nach über 20 jährigem Zusammenleben. Nein, nicht in Bremen. Wir heirateten in Regensburg also in Bayern, wo wir auch noch heute mit unserem neuen Sekond Hand Bullterrier „Sina“ ohne Maulkorb und dummen Gepöbel mitten in der City spazieren gehen können.Eddy merkte, dass etwas nicht mehr so wie früher war. Er spürte unsere Angst.

Jedes mal, wenn im Fernsehen wieder Hetzpropaganda gegen ausländische Hunde und uns Halter gebracht wurde, spürte er unsere Angst. Wir haben in unserem Leben noch nie soviel geweint wie damals. Jetzt haben wir keine Tränen mehr und das ist nicht gut. Wir haben dann Radio und TV gekündigt. Unsere Information holen wir jetzt aus ausländischen Zeitungen.

Deutsches Fernsehen und deutsche Zeitungen vermissen wir nicht. Wir glauben nicht mehr an diese Organe, wer weiß schon, ob nicht wieder Lügen in die Hirne gebrannt werden sollen. Wenn ich einmal im Hotel den Fernseher anmache, schalte ich nach spätestens 10 Minuten wieder ab. Es ist doch bloß alles der gleiche Einheitsbrei. Eddy macht uns Kummer. Er frisst wenig und macht komische Geräusche. Eddy macht ab und zu Geräusche, als würde er nicht mehr ein, sondern nur noch ausatmen. Es wird immer schlimmer.

Ich nehme die Geräusche auf Band auf und spiele sie unserem Tierarzt in Oldenburg vor. Meine Frage an den Doktor: Bullterrier sind gute Schauspieler, macht er nur sein Spiel? Der Doktor sieht mich an und als ich seinen Blick sah, wusste ich, es steht nicht gut um Eddy. Er hatte schon früher unserem Benny, einem Bernhardiner, das Leben gerettet und wenn dieser gute Arzt mir einen solchen Blick zuwirft, weiß ich, was los ist und ich weiß, dass ich ihm vertrauen kann. Er untersucht Eddy, musste uns jedoch an eine große Tierklinik verweisen. Da wir keine deutsche Tierklinik besuchen wollen, fahren wir nach Utrecht (Holland). Das Geräusch beim Atmen wird immer schlimmer. Abends im Hotel in Amsterdam wurde es ganz heftig. Anke und ich haben die ganze Nacht Eddies Hals massiert. Immer wieder flehten wir: „Eddy atme“.

Utrecht: 5 Ärzte untersuchen über Stunden unseren Eddy, sie können keinen körperlichen Defekt feststellen. Da die Kapazität für Luftwege in Utrecht nicht im Lande ist, bekommen wir einen Termin für die nächste Woche. Die Lage um Eddy wird dramatisch. Wir fahren wieder zu unserem Arzt nach Oldenburg. Er behält Eddy für 24 Stunden zur Untersuchung. Eddy frisst nicht mehr. Sein Gewicht schwindet dramatisch. Wir holen Eddy aus Oldenburg ab, man gibt ihm keine Überlebenschance mehr. Ab nun ist Eddy am Tropf.

Wir haben uns im Wohnzimmer ein Lager aus Decken und Kopfkissen gemacht. Der Tropf hängt an der Balkontür und wir liegen zusammen Tag und Nacht und hören klassische Musik. Anke wechselt regelmäßig den Tropf und nässt seine Zunge. Eddies Zustand wird noch schlimmer. Alle seine früheren Lieblingsspeisen erbricht er wieder. Der letzte Versuch. Wir haben von einem Arzt in der Lüneburger Heide gehört. Wir fahren hin. Kurze Untersuchung, Ergebnis: Keine Hoffnung. Ein junges Pärchen, die wir in der Praxis kennen lernen, sagt uns, gebt nicht auf. Es gibt einen guten Tierarzt in Norderstedt bei Hamburg. Es ist schon spät.

Anke ruft den Arzt an und fleht, bitte auf uns zu warten. Wir fahren nach Norderstedt. Viel zu spät kommen wir an. Doch der Doktor und seine Crew haben extra auf uns gewartet. Zwei Ärzte untersuchen Eddy, doch man kann nicht mehr helfen und rät uns Eddy zu erlösen. Wir fahren zurück nach Bremen. Anke saß mit Eddy auf dem Rücksitz und wir sprachen kein Wort. Der Tropf hing am Kleiderhaken. Zuhause liegt Eddy wieder mit uns, Joffy, Anke und mir auf dem Krankenlager. Zum letzten Mal gehen wir mit Eddy um das Haus, in den Garten vom Goetheinstitut, welches genau an unserem Haus grenzt. Eddy, nur noch ein humpelndes Stückchen Elend. Hinter der mindestens 2 Meter hohen Pforte des Goetheinstituts haben wir Eddy an der Leine geführt, damit er „Pipi” machen kann. Plötzlich blökt ein Typ mit seiner Braut im Arm: Kuck mal, der blöde Köter muss auch einen Maulkorb tragen.

Ich griff mir diesen dummen Abschaum von Mensch und prophezeite ihm sein Aussehen, wenn er noch einmal solch einen dummen Spruch absondern würde. Das gute Madel wird ihn sicherlich verlassen haben, da er hiernach eine ziemlich klägliche Gestalt abgab. Ein Kehlkopf macht eben noch keinen Kopf aus. Am Morgen des 14. November 2000 fuhren wir unsere Strecke zu unserem gemeinsamen „Lieblingsversteck“. Eddy konnte hier immer ohne Maulkorb spielen. Er konnte sich kaum noch auf den Beinen halten. Anschließend fuhren wir zu unserem Tierarzt noch Oldenburg. Eddy nahm sein Lieblingsspielzeug mit, dann setzten Anke und ich Eddy auf den Behandlungstisch. Wir nahmen Eddy fest in unsere Arme. Der Doktor setzte die Todesspritze an. Wenige Sekunden später viel Eddy das Spielzeug aus dem Mund. Einige Sekunden hiernach starb Eddy.

Ich bedanke mich bei allen Mitwirkenden dieser Inszenierung. Das Gesetz zur Bekämpfung ausländischer Hunde wurde am 20. April 2001 (am Geburtstag von Adolf Hitler) im Gesetzblatt veröffentlicht. Ebenfalls bedanke ich mich bei allen Politikern, der Medienindustrie und den vielen Beamten in ihren verstaubten Amtstuben die an der Inszenierung Hundemord 2000 mitgewirkt haben. Ein paar Tage später starb unsere Katze Joffy. Sie konnte wohl den Verlust ihres Freundes nicht verkraften. Eddies Maulkorb erbte der Bremer Bürgermeister Dr. Henning Scherf (SPD). Präsident des Senats der freien Hansestadt Bremen Senator für kirchliche Angelegenheiten Senator für Justiz und Verfassung Senator für den Datenschutz. Die Hunde und wir alle, die gegen dieses Unrecht kämpfen, haben verloren.

Das Gesetz gegen die ausländischen Hunde ist mit Sicherheit verfassungswidrig. Das wissen auch unsere so genannten Volksvertreter. Doch so macht man das hier eben. Man produziert einen riesengroßen Haufen von Lügen. Dann beginnt der Eiertanz der unteren Ränge und bis der ganze Dreck bereinigt ist, vergeht soviel Zeit, dass die meisten Hunde jämmerlich verrecken, aus Altersgründen in den Tierheimen sterben oder einen Zwingerkoller erleiden und eingeschläfert werden müssen. Die Hundehalter können ja klagen! Die werden aber immer und immer in die Länge gezogen, bis die Hunde verreckt sind.

Unserer aller Aufgabe muss es sein, den Hunden bis zum Sterben beizustehen, um ihnen wenigstens ein wenig Würde zu geben. Wir müssen die Welt darüber informieren, was in diesem Land wieder passiert. Ach ja, den Termin bei der Spezialistin in Utrecht konnten wir absagen. Innerhalb von 2 Jahren wurden wir 2 mal mit dem Messer und 2 mal mit der Pistole bedroht. Bei der 2. Bedrohung mit der Pistole konnten wir dieses wenigstens zur Anzeige bringen und der Typ wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.  Es ist schon komisch, ich war in meinem Leben schon oft im Ausland und ich war auch zu Kriegszeiten in Israel, jedoch wurde ich niemals direkt mit einer Waffe bedroht, nur hier in Deutschland.

Das Einzige, was wir machen konnten, ist, dass wir seit diesem Zeitpunkt nichts mehr in Bremen gekauft haben. Mein damaliger Arbeitgeber beauftragte mich damit, größere Geldbeträge für Werbung in Norddeutschland zu streichen. Ich habe dieses allein in Bremen durchgeführt und Werbung in Höhe von DM 250.000,- pro Jahr in Bremen gestrichen.