Pentax K-30 DSLR – Günstigste, abgedichtete Mittelklasse-Spiegelreflexkamera im Vergleich zu Canon, Nikon & Co.

Mit der K-30 bringt Pentax eine preiswerte, leistungsfähige und zugleich gut abgedichtete digitale Spiegelreflexkamera auf den Markt. Wir werfen einen Blick darauf und vergleichen das neue Mittelklassemodelle mit der Konkurrenz von Canon, Nikon & Co.

Nachdem sich die Pentax K-5 im semi-professionellen Bereich sehr erfolgreich etablieren konnte, schiebt der Hersteller nun mit der Pentax K-30 eine Mittelklasse-DSLR nach, die gegen die Canon EOS 650D bzw. 600D oder die Nikon D5100 (die einen ähnlichen 16-Megapixel-Sensor besitzt) oder die D3200 antritt. Und auch Sony hat mit der SLT-A57 einen Mitbewerber im Programm, der inklusive Kit-Objektiv rund 800 Euro kostet. Wir werfen einen Blick auf die für Aufsteiger interessanten Kameras und bringen neben den technischen Details zur K-30 auch einen Vergleich zum Mitbewerb.

Keine Frage: Pentax hat in den letzten Jahren – trotz der Umstrukturierungen in Unternehmen und der anfangs schwierigen Ausgangslage (geringer Marktanteil, unzureichender Objektivpark beim Start ins Digitalzeitalter) – Beachtliches geleistet. Während bei der K10D damals noch ein gewisser Überraschungseffekt mitspielte, konnte sich der Hersteller rasch eine neue Fangemeinde aufbauen. Mit den Nachfolgern K20D, K7 und den diversen Einsteiger-DSLRs war man erfolgreich, obwohl nur ein Marktanteil im einstelligen Prozentbereich möglich war, denn die Übermacht von Canon und Nikon war einfach nicht zu brechen, dazu kam Sony, das Minolta übernommen hatte und durch ein perfektes Händlernetz Spiegelreflexkameras in jedes Elektrogeschäft brachte.

Durch die Verwendung eines offenbar von Sony hergestellten Sensors bei der auf ambitionierte User ausgelegten K5 konnte Pentax aber erstmals die Konkurrenz in Sachen Qualität und (Serienbild-)Geschwindigkeit hinter sich lassen, denn der fast identische „Zwilling“ Nikon D7000 musste sich ihr gegenüber knapp geschlagen geben. Auch die ähnlich positionierte Canon EOS 60D hatte dagegen keine echte Chance, denn das Rauschverhalten und die Profi-Features bei der K5 und D7000 waren eine Klasse für sich.

Pentax K-30 DSLR

Pentax K-30 DSLR

Die Pentax K-30 im Überblick:

Im Gegensatz zu den anderen DSLR-Kameras in diesem Segment ist die K-30 von Pentax gut gegen Feuchtigkeit und Staub abgedichtet und trotzdem angenehm leicht und kompakt, was gerade den Einsatz im Urlaub oder im Outdoor-Bereich erleichtert. Sie besitzt einen 16-Megapixel-CMOS-Sensor mit extrem geringem Bildrauschen, wodurch Aufnahmen selbst bei sehr wenig Licht möglich sind. Da auch bei diesem Modell der Stabilisator im Gehäuse sitzt, werden alle angeflanschten Objektive automatisch mit dem Antiwackel-System ausgestattet, was bei Canon und Nikon bislang nicht der Fall ist. Ansonsten gibt es eine relativ schnelle Serienbildfunktion mit sechs Aufnahmen pro Minute und den heute üblichen 3-Zoll-Monitor mit gut 900.000 Bildpunkten. Videos werden selbstverständlich in Full-HD mit 24, 25 oder 30 Frames pro Sekunde gespeichert. Außerdem wurde eine Korrektur von Objektivfehlern ebenso eingebaut wie ein schnellerer Prozessor, der besonders beim Autofokus weitere Verbesserungen gegenüber anderen Pentax-Kameras bringen soll. Da es sich hier um eine DSLR für den Consumer-Markt handelt, wurde ein etwas kleinerer Sucher als bei der K5 verwendet, trotzdem erhält man immer noch ein deutlich größeres Bild als etwa bei der Canon EOS 650D. Positiv anzumerken ist, dass es ein Fokussierlicht gibt, man braucht also für das automatische Scharfstellen in der Dunkelheit nicht den Blitz auszuklappen. Praktisch ist außerdem, dass man anstelle der speziellen Akkus auch herkömmliche Batterien in einem zusätzlich erhältlichen Adapter verwenden kann.

Hier ein Video, das die wichtigsten Funktionen der Pentax K-30 erklärt:

Unser Fazit: Nachdem die Pentax K5 für uns die „beste semi-professionelle“ DSLR war, wird auch die K-30 punkten. Wer sich von einer nominell höheren Pixelanzahl anderer DSLR’s (etwa 24 MP bei der Nikon D3200) nicht täuschen lässt, wird mit diesem Modell eine sehr ausgewogene und praktische Kamera bekommen. Sie ist bei der Markteinführung im Sommer 2012 die preiswerteste Allwetter-Spiegelreflex (der Hersteller spricht von insgesamt 81 Dichtungen) und kann bei Nässe, Sand oder Kälte immer perfekte Ergebnisse abliefern. Kaufen kann man die K-30 entweder als Body-only (für deutlich unter 800 Euro) oder im Set mit dem  DA 18-135mm F3.5-5.6 ED AL [IF] DC WR bzw. dem preiswerten DAL 18-55mm F3.5-5.6 AL (um rund 800 Euro) oder als Doppelzoom-Kit mit dem DAL 50-200mm F4-5.6 ED. Erhältlich ist die Kamera übrigens nicht nur im klassischen schwarz sondern auch in weiß und blau.

In diesem Video von Richard Butler gibt es eine Erklärung der K-30:

Unser Tipp: Die Pentax K-30 und andere DSLR-Modelle finden Sie preisgünstig bei Amazon.de bzw. at und können hier natürlich auch jede Menge passendes Zubehör – von der Speicherkarte über Objektive bis zu Blitzgeräten oder Taschen – kaufen. Außerdem lohnt sich ein Blick auf unsere redaktionellen Artikel über Spiegelreflexkameras oder System-Modelle, die sich in Sachen Qualität und Leistungsfähigkeit immer mehr annähern. (pressemeldungen.at-Redaktion)