Unternehmenskauf – Finanzierung professionell vorbereiten

Für viele Unternehmenskäufer stellt die Finanzierung des Kaufpreises eine enorme finanzielle Herausforderung da. Neben dem eigentlichen Kaufpreis fallen für den Käufer noch weitere Positionen an, die vom Käufer jedoch zunächst nicht auf den ersten Blick berücksichtigt werden. Neben dem eigentlichen Kaufpreis kann die Behebung eines möglicherweise vorhandenen Investitionsstaus im Rahmen des Unternehmenskaufs schon eine sehr große Aufgabe sein. Gleichermaßen bedarf es ggf. auch einem hohen Marketingaufwand, um das Unternehmen neu auf dem Markt zu positionieren. Nicht selten müssen Unternehmenskäufer auf externes Fachwissen zurückgreifen, insbesondere ist Expertise aus den Bereichen Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatung gefragt – hier sind meist größere Positionen zu finanzieren. Auch die Finanzierungsnebenkosten sind gerade bei einer Fremdkapitalfinanzierung ein wesentlicher Aspekt, der von vielen Käufern eines Unternehmens unterschätzt wird. Wenn man als Käufer diese wesentlichen Positionen zusammengerechnet hat, ergibt sich der Gesamtkapitalbedarf für den Kauf des Unternehmens.

 

Als Basis für die nun erforderliche professionelle Finanzierungsvorbereitung ist ein Businessplan zu erstellen. Im Businessplan müssen alle wichtigen Punkte des Unternehmenskaufs ausgearbeitet und mit Zahlen belegt werden. Der fertig gestellte Businessplan dient als wesentliche Präsentationsunterlage bei Kapitalgebern.

 

Für den Unternehmenskauf müssen häufig verschiedene Finanzierungsinstrumente in Kombination eingesetzt werden, zudem sollte man als potenzieller Unternehmenskäufer immer Informationen über öffentliche Förderungsprogramme einholen, diese versprechen häufig eine nicht zu unterschätzende Unterstützung.

Eigenkapital ist hilfreich, wenn man einen Unternehmenskauf plant, eine Finanzierung ist aber in einigen Fällen auch ohne Eigenkapital möglich. Die Banken fordern in der Regel einen Eigenkapitalanteil von 10-30 Prozent des Gesamtkapitalbedarfs. Einen Eigenkapitalcharakter besitzt auch Mezzanine-Kapital, welches zum Aufbau eines festen Kapitalstocks zur Aufnahme eines Bankdarlehens verwendet werden kann. Mezzanine-Kapitalgeber erhalten für ihren Kapitaleinsatz keine Stimm- oder Einflussnahmerechte. Darüber hinaus sind weder Sicherheiten oder Bürgschaften für das Mezzanine-Kapital notwendig.

 

Als klassisches Mittel zur Kapitalbeschaffung beim Unternehmenskauf wird in vielen Fällen ein Bankdarlehen in Anspruch genommen. Auch zinsgünstige Förderdarlehen stellen eine gute Alternative da. Interessant ist insbesondere, dass Förderdarlehen über einen teilweise Haftungsfreistellung für die das Darlehen gebende Bank verfügen können, sodass die Bank eher zur Herausgabe der Finanzierung bereit ist.

 

 

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