ÖISG: Bausparer sollen für die volle Prämie kämpfen

Michael HOlzer, Generalsekretär des ÖISG

Gen Sekr. Michael Holzer ruft zur Teilnahme an einer Petition auf

Die Absicht der Regierung die Bausparprämie zu halbieren hat weitreichende Auswirkungen. Die Nachteile für die Bausparer, die Wirtschaft und letztlich die Bevölkerung sind weit größer als der erwartete Nutzen.

Der Österreichische Interessensverband zum Schutz in Geldangelegenheiten setzt sich für die Bausparer ein. Unter Nutzung demokratischer Mittel ruft er seine Mitglieder und alle Interessierten auf, die Regierung mit der Teilnahme an einer Petition zum Einlenken zu bewegen.

Auf der Website des Verbandes www.oeisg.at kann jeder an einer kleinen Umfrage von fünf Fragen zum Thema Bausparen teilnehmen und sich zur Bekräftigung der Aussage mit dem Namen eintragen. Das Ergebnis wird so rasch wie möglich der Bundesregierung und dem Parlament zur Kenntnis gebracht. Direktlink: www.oeisg.at/umfrage.cfm

Michael Holzer, Generalsekretär des ÖISG: „ Mit den Fragen erheben wir die Meinung und das geplante Bausparverhalten der Bevölkerung. Ein Rückzug aus dieser Sparform kann doch weder der Regierung noch dem Parlament egal sein!“

Was plant die Regierung?
2011 gab es laut Mitteilung der Bausparkassen rund 5,5 Mio Bausparverträge und 19,2 Mrd. Einlagen. Dafür konnten 18,7 Mrd. Bauspardarlehen ausgegeben werden. Für 2012 rechnete der Bausparsektor auf Grund des bisherigen Ansparverhaltens mit Bausparfinanzierungen in Höhe von 3,4 Mrd. Daraus resultiert eine Bausparprämie von 114 Mio. Diese soll nun halbiert werden und damit das Budget entlasten.

Auswirkung auf die Mehrwertsteuer
Zur jeweiligen Bausparleistung kann ein doppelt so hohes Bauspardarlehen
beantragt werden. Dieser Betrag fließt in die Wirtschaft. Für diese Leistungen wird Mehrwertsteuer fällig. Allein der geplante Entfall von 57 Mio Prämie bedeutet für die Bauwirtschaft einen Entfall von 171 Mio Bauleistung. Damit entfallen aber auch 34,2 Mio an MWSt für das Budget.

Verunsicherung der Bausparer hat Folgen
Die Verunsicherung der Sparer ist offenbar groß. Die Bausparkassen verzeichnen seit Bekanntwerden der Regierungs-Sparmassnahmen mehrere 100 Anrufe täglich, die sich zur Sinnhaftigkeit weiterer Bausparverträge meist negativ äußern. Derzeit melden die Bausparkassen bereits einen Geschäfts-Rückgang von mehr als 20 %.

Selbst wenn die Neu-Einlagen über das Jahr nur um 10 % sinken sollten, fällt die Bauspar-Finanzierung um 350 Mio. Wiederum entgehen dem Staat 70 Mio an MWSt. Die Halbierung der Bausparprämie und der damit zu erwartende Rückzug der Sparer aus diesem Produkt bringen für das Budget einerseits 57 Mio Prämie, belasten es aber mit rund 100 Mio nur durch den Ausfall der MWSt. Weitere Kosten durch die eventuelle Gefährdung von Arbeitsplätzen noch gar nicht gerechnet.
Zum Aussender
Der Österreichische Interessensverband zum Schutz in Geldangelegenheiten steht auf der Seite jener, die die Auswirkungen bei Veränderungen im Geldbereich spüren, aber nicht genügend Wissen haben, sich zu schützen.
Damit Konsumenten in Geldangelegenheiten gegenüber ihren professionellen Gesprächspartnern, meist Banken oder Versicherungen, nicht mehr im Nachteil sind, kam es zur Gründung des Verbandes im Dezember 2011.

Die Mitgliedschaft kann über die Eintragung auf der Website des Verbandes www.oeisg.at begründet werden. Die Statuen sind ebenfalls dort einzusehen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt € 12,00 p.a. Der Verband ist gemeinnützig tätig und nicht gewinnorientiert.

Der ÖISG bietet den Mitgliedern ausschließlich Unterstützung bei Problemfällen. Individuelle Finanzberatungen fallen nicht in das Aufgabengebiet des Verbandes Diese Dienstleistung wird von den gewerblichen Vermögensberatern wahrgenommen.

Pressekontakt
Michael HOLZER
Generalsekretär
Ö.I.S.G
Zedlitzgasse 5/4
1010 Wien
E-Mail: generalsekretaer@oeisg.at
Mobil: 0699/19212012