Jobsuche mit Facebook, Xing, Twitter & Co.: Neue Wege & Chancen, um einen Job zu finden

Wer gerade eine neue Arbeit benötigt, sollte an eine Jobsuche mit Facebook, Xing, Twitter & Co. denken: So kann man neue Wege und Chancen nutzen, um einen tollen Job zu finden

Wer hat die Chance, per Internet bzw. über soziale Netzwerke einen Job zu finden? Nahezu jeder! Denn kaum eine Firma ist noch nicht im Internet vertreten und über das Web lassen sich lokal oder überregional Kontakte knüpfen, die sich unter Umständen sehr schnell beruflich positiv auswirken können.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie mit Facebook, Xing und anderen Portalen Ihre Karriere so richtig ankurbeln können. Denn Jobsuche spielt sich heute nicht mehr auf konventionelle Art und Weise ab, wobei das traditionelle Bewerbungsschreiben nach einer Zeitungsannonce immer mehr ins Hintertreffen gerät.

Vom Friseur über die Lehrerin bis zum Krankenpfleger kann das Internet bei der Jobsuche behilflich sein. Dabei geht es jedoch nicht darum, in den einschlägig bekannten Portalen nach Stellenangeboten zu suchen, sondern selbst die passenden Positionen aufzuspüren, lange bevor sie überhaupt öffentlich ausgeschrieben werden. Außerdem ist das Web die perfekte Plattform, sich selbst zu präsentieren und so kostenlos Aufmerksamkeit zu schaffen, sodass im besten Fall sogar Firmen von selbst anfragen …

Die wichtigsten Punkte bei der modernen Jobsuche im Internet im Überblick:
1. Facebook – Mehr als nur ein Zeitvertreib: Mit dem sozialen Netzwerk ganz gezielt Informationen über potenzielle Arbeitgeber finden
2. Twitter – Aktuelle Updates direkt aus den Unternehmen: Neuerungen und Veränderungen in Firmen über diesen Kanal rasch aufstöbern
3. Xing – Perfektes Networking im Internet: Kontakte aufbauen, pflegen und die eigenen Fähigkeiten vermarkten
4. YouTube – Bewegte Bilder sprechen lassen: Wie man den eigenen Bekanntheitsgrad innerhalb kürzester Zeit multipliziert
5. Blogs – Die virtuelle Visitenkarte im Netz: So wird man als Jobsuchender sogar von Firmen angesprochen, ohne selbst suchen zu müssen
6. Selbstständigkeit – Die Arbeitslosigkeit erfolgreich überbrücken: Mit PR in eigener Sache völlig neue Möglichkeiten kreieren und sogar per Internet Geld verdienen

Facebook sollte nicht nur ein Zeitvertreib sein, sondern kann auch im Job helfen

Facebook sollte nicht nur ein Zeitvertreib sein, sondern kann auch im Job helfen

Soziale Netzwerke und die Jobsuche: Fluch oder Segen?
Viele Menschen wissen, dass gute Jobs oft nicht per Stellenanzeige ausgeschrieben werden, sondern entweder intern (durch ein Nachrücken von unten) oder im „Networking“-Rahmen (das häufig zitierte „Vitamin B“) ohne öffentliche Kundmachung zur Vergabe kommen. Gewisse Branchen funktionieren fast ausschließlich auf diese Weise und Jobsuchende ohne entsprechende Vernetzung haben also grundsätzlich schlechte Karten, denn sie erfahren von vakanten Jobs nichts, weil diese ja nicht öffentlich werden. Hier besteht durch die Möglichkeiten der sozialen Internetplattformen die einmalige Chance, selbst aktiv zu werden und eine neue Variante der Initiativbewerbung einzusetzen.

Durch den Boom bei Facebook und Co. sind solche Netzwerke zwar den meisten Zeitgenossen bekannt und diese werden auch genutzt, doch meistens in falscher Hinsicht. Denn viel zu wenige Menschen setzen diese Plattformen dafür ein, sich selbst in bester Weise zu präsentieren. Vielmehr werden oft Fotos von feuchtfröhlichen Feiern gepostet oder man gewährt sonstige Einblicke, die eigentlich in der Öffentlichkeit nichts zu suchen haben. Dass man sich damit dauerhaft selbst schaden kann, ist immer noch nicht allen bewusst, noch weniger Personen setzen aber gezielt bei der Jobsuche auf soziale Medien.
Dabei geht es nicht darum, für jeden sichtbar ein Stellengesuch bei Facebook oder Twitter einzustellen, sondern man kann zunächst ganz einfach per Direktnachricht (also quasi als Mail über die jeweilige Plattform) Anfragen stellen und sich so ins Gespräch bringen.

Eines ist klar: Arbeitslosigkeit kann heute praktisch jeden treffen, denn Unternehmen sind aufgrund des enormen wirtschaftlichen Drucks gezwungen, Mitarbeiter abzubauen und selbst bei einem neuerlichen Aufschwung bedeutet das nicht gleichzeitig eine Entspannung des Arbeitsmarktes. Insofern müssen Menschen ohne Beschäftigung gerade jetzt umso mehr aktiv werden, um die Chance auf einen Posten zu haben. Denn das Lesen von Kleinanzeigen in der Zeitung oder das Klicken durch die Offerte des AMS ist längst nicht mehr ausreichend. Zwar hat man heute durch die gesetzlichen Vorgaben endlich mehr Transparenz geschaffen, weil die Entlohnung im Stellenangebot angegeben wird und man so bereits vor der Bewerbung die Spreu vom Weizen trennen kann, doch insgesamt muss man möglichst innovative Wege finden, gar nicht erst in die Situation zu kommen, dass man sich auf eine Ausschreibung bewirbt.

Selbst die Initiative ergreifen
Bei einer Initivativbewerbung hat man generell eine reale Chance, wahrgenommen zu werden, denn man landet dann nicht auf einem Stapel mit vielleicht 200 anderen Bewerbern. Zwar ist es inzwischen in vielen Unternehmen zur Unsitte geworden, dass man auf eine Jobanfrage gar nicht mehr reagiert und offenbar ist das dadurch verbundene, schlechte Image den Firmen egal (Immerhin kann man niemandem erklären, dass man für eine Bewerbung nicht einmal einen Serienbrief oder eine kurze 08/15-Mail als Absage schicken kann), doch wenn man einmal im Spiel ist, hat man gute Karten. Hier setzt man im Vorfeld am besten die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Xing ein: Denn in vielen Unternehmen kann man so relativ unbürokratisch und quasi mit wenigen Mausklicks nicht nur die richtige Kontaktperson aufspüren und direkt ansprechen. Das geschieht hier häufig nicht über den „regulären“ Weg per Personalabteilung, sondern man erreicht Abteilungsleiter oder andere Menschen mit Leitungsfunktion direkt.
Gerade Xing hat sich als Nonplusultra herausgestellt, denn viele „wichtige“ Entscheidungsträger in Unternehmen tummeln sich auf der Plattform. Natürlich darf man sich keiner Illusion hingeben, dass man sofort eine positive Zusage bekommt, doch durch den direkten Kontakt erfährt man vielfach relativ rasch, wie gut die individuellen Chancen auf einen Job stehen bzw. ob in absehbarer Zeit überhaupt jemand gebraucht wird. Immer häufiger bekommt man so die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch oder wenigstens einem Telefonat, in dem man einen guten Eindruck machen kann.

Personen statt Positionen sind gefragt
Immer mehr Unternehmen erkennen, dass es bei der Stellenvergabe nicht nur um die Besetzung einer Position geht, sondern die passende Persönlichkeit gefunden werden muss. Das gilt nicht nur im Top-Management, sondern in allen Bereichen der Wirtschaft – von der teamfähigen Verkäuferin in der Modekette bis zu einem serviceorientierten Telefonisten eines Callcenters.

Soziale Netzwerke als indirekte Hilfe bei der Jobsuche
Neben dem konkreten Kontaktieren von Verantwortlichen in Unternehmen, kann man über soziale Netzwerke (aber auch Blogs oder Websites) mit Menschen „Tuchfühlung“ aufnehmen, die in der jeweiligen Branche arbeiten und wissen, wie es um eine Firma bestellt ist. Denn eine Bewerbung macht mehr Sinn, wenn man Informationen über eine bevorstehende Expansion hat oder von einem Jobwechsel erfährt, wo man genau zum richtigen Zeitpunkt persönlich profitieren könnte.

Die Bewerbungshomepage – Sinn oder Unsinn?
Seit Bewerbungen auch über das Internet abgewickelt werden, geistern eigens eingerichtete Homepages durchs Netz. Doch diese sind bei den zuständigen Personalverantwortlichen gar nicht so beliebt, denn häufig sind diese nichts anderes als eine ins WWW gestellte Bewerbung, die man ja eigentlich auch per Post oder als E-Mail versenden könnte. Problematisch ist hier vor allem, dass der Empfänger die Seiten dann mühsahm ausdrucken muss oder eventuell technische Probleme bei der Darstellung bestehen. Das Ergebnis kann dann sogar noch negativer sein, als wenn man ordentlich formatierte Dokumente übermittelt. Außerdem ist es eher nicht ratsam, öffentlich im Internet preiszugeben, dass man einen Job sucht und wie lange man eigentlich schon ohne Arbeit ist. Vielmehr ist hier ein anderer Ansatz ratsam: Denn durch das Web besteht die Möglichkeit, auf die eigenen Fähigkeiten aufmerksam zu machen und Referenzen der Tätigkeiten bzw. Expertisen zu vermitteln. So kommen im günstigsten Fall sogar zukünftige Arbeitgeber von selbst, denn nicht zu wenige Firmen setzen Jobscouts ein, die im Internet nach passenden Bewerbern suchen.

Nicht warten, sondern selbst im Internet starten!
Generell kann man heute mit dem Web relativ leicht Geld verdienen und letztlich einen fixen Job bekommen. So sollte man – das gilt für praktisch jeden Beruf – an eine vorübergehende freiberufliche Tätigkeit denken. So kann man für ganz wenig Geld im Web eine Homepage zum persönlichen Schwerpunkt betreiben: Mit wenigen Mausklicks ist ausnahmslos jeder, der ein normales Textverarbeitungsprogramm einsetzt, in der Lage, ein Blog ins Web zu bringen. So fährt man entweder direkt (über Werbeprogramme bei Google) oder indirekt (etwa über kostenlos zu veröffentlichende Artikel auf PR- oder Fachportalen) finanzielle Erfolge ein.

Das Fazit zum Thema: Wer sich etwas mit dem Thema Internet bzw. sozialen Netzwerken beschäftigt, kann praktisch ohne Kosten einen Job finden oder aber eine Arbeitslosigkeit überbrücken. Außerdem haben auf diese Weise viele schon den erfolgreichen Weg in die Selbstständigkeit gefunden und so entweder in der angestammten Branche oder einem völlig anderen Bereich neu durchstarten können.

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Text (c) M. Waibel 2012
Foto: Wikimedia Commons/olga.palma – Used under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Hier noch einige Tipps für die Jobsuche in einem YouTube-Video: