Lesung im Restaurant Tucher-Oktober 07

SALONLESUNGEN & VERANSTALTUNGEN
im Theodor Tucher Restaurant
am Brandenburger Tor
10117 Berlin / Pariser Platz 6a
Reservierungen über
Theodor Tucher Tel. 030- 22 489 464
Kira Wallas Tel. 0179- 699 75 90
E-Mail: lesung-im-tucher@t-online.de
Eintritt: 7 € 
Oktober 2007 
 

Donnerstag
11.10.2007
20.00 Uhr      
 Antonín Dick Gedichte und Notizen
Christine Niederlag  Kreidezeichnungen
Berlinisch Zeichen – Die Entdeckung einer Stadt
Tenea Verlag Berlin und Bristol 
 
„Ein Mensch betritt eine Stadt. Fällt hinein. Strudelt. Forscht. Wandert und – “ Der Leser stutzt, noch einmal lässt er die Wörter an sich vorbeiziehen und merkt dann, dass diese Irritation gewollt ist. Antonín Dick schreibt über das Berlin unserer Tage. Es sind ganz alltägliche Beobachtungen, die er bei seinen Streifzügen durch die Straßen notiert und in Worte fasst. Er versteht es, Alltagserfahrungen so aufzuschreiben, dass sie nicht banal klingen, sondern vielleicht sogar einen Schrecken beim Leser hinterlassen.

Antonín Dick, als Sohn jüdischer Emigranten in Royal Leamington Spa / England geboren, studierte Theaterwissenschaft und Philosophie in Leipzig und Berlin, gründete in Berlin das Jakob van Hoddis Theater, veröffentlichte bisher Lyrik, Essays und Reportagen. 1988 Stipendiat am Literarischen Colloquium Berlin, 2001 Förderung durch den Hauptstadtkulturfonds. 
Donnerstag
18.10.2007
20.00 Uhr Peter Heinrichsen
Orpheus von Mühltal  (Novelle, Verlag für bekannte Ereignisse)
Der Autor wird bei der Lesung von dem Münchner
Filmkomponisten Rainer Kühn am Klavier begleitet 
 
Im Münchner Westend, dem Anarchistendorf im Millionendorf München, begibt sich der Autor auf Spurensuche. Über ein Kaleidoskop von zusammen hängenden Kurzgeschichten betreibt er eine Art von‚ Reverse Engineering’ in Hinsicht auf einen Menschen, denn Orpheus hat einen ‚weißen Fleck’ auf der geistigen Landkarte seiner Freunde hinterlassen. Er hat etwas getan, das jeden überrascht hat. Als endgültig klar wird, dass seine Frau ihn verlässt, wirft er sich vor einen Zug. Niemand kannte ihn so. Dicht und nah geschrieben, lassen die gefühlvoll, fast zärtlich beschriebenen Charaktere eine brutale offene Atmosphäre entstehen, die dem Tabuthema gut tut.

Peter Heinrichsen, geboren 1953 in Hannover, versuchte zu überleben in Berlin, Frankfurt, London, Los Angeles und München, und arbeitet als Künstler, Schriftsteller und Virtualisateur moderner Musikkomposition mit Aufführungen im Martin-Gropius-Bau (2007), Sinclair- Haus Bad Homburg, SpielART München. Wolfgang Farkas schrieb in der SZ über ihn: „das Unvollkommene, das Unbekannte, der Kampf des Menschen mit dem Faktor X, dieser Rest ist es, der ihn antreibt …“

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www.rainerkuehn.com