Keine Angst vor den Sternen – eine neue Vortragsreihe in Planetarium Wien und Urania Sternwarte

In unserer informationsüberfluteten Zeit blüht vor allem das Geschäft mit der Angst. Dabei spielen „die Sterne“ immer eine wichtige Rolle: Ungünstige Konstellationen, die Unheil bedeuten sollen, unbekannte, geheime Planeten, die die Erde aus der Bahn werfen könnten; explodierende Sterne, die uns mit ihrer Strahlung töten – das klingt doch alles furchterregend.
Dabei kann die Wissenschaft derartige Horrorgeschichten ganz leicht entkräften und genau das will das Planetarium Wien ab 29.9.2011  in der Vortragstrilogie „Keine Angst vor den Sternen“ weitergeben.

Der Sternenhimmel in seiner scheinbar unendlichen Ruhe ist nicht nur ein wunderschöner Anblick, sondern hat auch die Menschheit entscheidend geprägt. Die Sterne sind unsere Inspiration, sie haben uns gelehrt, zu forschen, systematisch zu beobachten, Thesen und Modelle aufzustellen, durch Beobachtung zu bestätigen oder zu widerlegen, offen zu sein für Neues, analytisch und kritisch zu denken. Der Sternenhimmel ist die Wiege unserer Kultur.

Doch manche sehen in den Sternen auch etwas anderes. Wesen oder Kräfte, die uns Menschen wie willenlose Marionetten steuern. Sie machen den Sternenhimmel zur bedrohlichen Kulisse eines Sternglaubens, der uns Menschen das Recht, frei über unser Leben zu entscheiden, streitig macht. Am Ende steht die Angst. Die Angst vor einer „ungünstigen“ Konstellation. Die Angst, ein rachsüchtiges Universum könnte einen Planeten auf die Erde stürzen oder einen nahen Stern explodieren lassen, einfach um zu zeigen, wer stark und wer schwach ist.

In dieser neuen Vortragstrilogie versucht das Planetarium Wien durch wissenschaftliche Beleuchtung und Fakten den Besuchern die Angst davor zu nehmen.

1. Teil der Trilogie, 29.9.2011, 19:00 Uhr: Die Sterne lügen nicht, sie schweigen

Der Wunsch, die Zukunft zu kennen, ist alt und durchaus verständlich. Wer möchte nicht im Voraus wissen, was der neue Tag bringen wird. Im alten Babylon waren die Sterne Götter, die das Geschehen auf der Erde lenkten. Ihren Lauf zu kennen und im voraus zu bestimmen, war höchste Aufgabe der Priesterschaft. Aus dieser Gestirnreligion entwickelte sich die heutige Astrologie.

Doch was ist dran an Tierkreiszeichen, Aszendenten, Häusern und Aspekten? Es sind Begriffe der Astronomie und erst die Deutung macht aus einem wissenschaftlichen Thema den Aberglauben.

Wir erklären Ihnen an anschaulichen Beispielen, warum das Modell der Astrologie zu einfach ist und vor allem, dass sich niemand fürchten muss, wenn Saturn an der „falschen“ Stelle des Himmels steht.

Nach der Einführung in das Thema und einer kurzen Pause haben Sie Gelegenheit, sich den Himmel zum Zeitpunkt und ort ihrer Geburt von uns zeigen zu lassen – ganz ohne bedrohliche oder verheissungsvolle Deutung, sondern einfach nur zum Bewundern.

Termin: 29.9.; 19:00 Uhr
Ort: Planetarium Wien, Oswald Thomas Platz 1, 1020 Wien

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2. Teil der Trilogie, 20.10.2011, 19.00 Uhr: Todesplanet Nemesis oder doch nicht?

Jahraus, jahrein erfreuen wir uns am Lauf des Mondes under Planeten am Himmel. Schon seit Jahrtausenden fasziniert dieses harmonische Zusammenspiel der Naturkräfte die Menschen.

Aber könnte nicht ein ungebetener Gast diese harmonische Familie zerstören? Aus dem Nichts kommend unsere Kreise stören, die Erde aus der Bahn werfen und so das Leben auf der Erde unmöglich machen?

Kann tatsächlich ein unbekannter Planet existieren, die Stabilität unseres Sonnensystems zerstören und dennoch unentdeckt bleiben bis zum Tag X?

Nach der Einführung in das Thema beobachten wir, gutes Wetter voraus gesetzt, den Planeten Jupiter sowie ausgewählte kleine Planeten mit dem Teleskop der Sternwarte.

Termin: 20.10.; 19:00 Uhr
Ort:
Urania-Sternwarte Wien, Uraniastraße 1, 1010 Wien

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3. Teil der Trilogie, 10.11.2011, 19.00 Uhr: Die zweite Sonne – macht Beteigeuze die Nacht zum Tag?

Der Sternenhimmel scheint wunderbar unvergänglich, und doch kommt es von Zeit zu Zeit vor, dass ein Stern am Ende seiner Entwicklung auf dramatische Weise als Supernova endet.

Eine Supernova ist eine gigantische Explosion, die mehr Energie freisetzt, als alle Sterne der Milchstraße zusammen. Keine Frage, dass das Leben auf der Erde bei einem derartigen Ereignis in unmittelbarer Nähe ein Ende fände.

Doch was ist unmittelbar? Könnte etwa der Stern Beteigeuze im Orion wirklich zur zweiten Sonne werden oder sogar die Erde verbrennen?

Im dritten Teil der Trilogie wird auch die Angst vor derartigen Szenarien durch wissenschaftliche Fakten entkräftet.

Nach der theoretischen Behandlung des Themas werden bei Schönwetter mit dem Teleskop der Sternwarte einige wichtige Stationen im Leben der Sterne betrachtet.

Termin: 10.11., 19:00 Uhr
Ort:
Urania Sternwarte, Urania Straße 1, 1010 Wien

Termine und Ort:
Teil 1 29.9., 19 Uhr, Planetarium Wien, Oswald Thomas Platz 1, 1020 Wien
Teil 2: 20.10.,  und 3: 10.11., 19 Uhr, Urania Sternwarte Wien, Urania Straße 1, 1010 Wien

Jede Veranstaltung kann auch einzeln besucht werden.


Anmeldung und Information: www.planetarium-wien.at oder Telefon 01 729 54 94

° Pressekontakt:
Claudia Schlögl
Planetarium Wien, Kuffner- & Urania Sternwarte
Oswald Thomas-Platz 1, 1020 Wien
Tel. 01/729 54 94 (Sekretariat)
Mobil: Tel: 0699/189 175 45
claudia.schloegl(at)vhs.at
www.planetarium-wien.at

Zum Planetarium Wien:
Das Planetarium Wien ist ein “Haus der Sterne”. Der Sternenhimmel wird mit Hilfe eines Spezialprojektors an eine große Kuppel projiziert, so dass BesucherInnen den Eindruck haben, unter dem echten Himmel zu weilen. Durch die Verwendung modernster Technik ist diese Projektion extrem realitätsnah. Besondere Ereignisse wie Sonnen- und Mondfinsternisse, Meteorschauer u.ä. lassen sich ebenfalls mit dem Planetarium darstellen, unabhängig von der Wettersituation.

Das Programm der Planetariumsvorstellungen spannt den Bogen von Kindervorstellungen über Schulvorführungen, Shows und Astronomiekursen für Erwachsene bis hin zu kulturellen und wissenschaftlichen Events. Erstmals ab Oktober 2011 wird das Angebot um ein Selbsterfahrungsseminar unter dem Sternenhimmel erweitert.

Das Wiener Planetarium blickt auf eine lange Tradition zurück, war einst das erste Planetarium außerhalb Deutschlands und wurde und wird in den letzten Jahren auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Es ist, wie die Kuffner Sternwarte und die Urania Sternwarte Wien, eine spezialisierte Einrichtung der Wiener Volkshochschulen Gmbh..

Adresse: Oswald Thomas-Platz 1, 1020 Wien, www.planetarium-wien.at